Freitag, 31. Juli 2015

Ziemlich deutsch oder: Brombeer - Käsekuchen

Mein heutiges Rezept ist ziemlich deutsch. Es besteht nämlich aus knusprigem Mürbteig nach einem Rezept der wunderbaren Cynthia Barcomi (die inzwischen ja auch Deutsche ist) und einem klassischen Käsekuchen - Rezept.


Bis jetzt habe ich immer nur amerikanische Käsekuchen gebacken, aber inspiriert durch meine neue Nationalität und all das Schöne, was mir passiert ist, seit ich in Deutschland lebe, wollte ich diesmal was ganz klassisch Deutsches backen. Sogar die Brombeeren auf dem Käsekuchen sind aus Deutschland. Und die Mädels, für die ich gebacken habe, waren mit kleinen Ausnahmen auch alles Deutsche.


Also: ziemlich deutsch heute. Ich hoffe, den Österreichern unter euch schmeckts trotzdem!
Lecker ist diese Variante des Käsekuchens nämlich allemal, vor allem Quark - Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Und ein kleines bisschen "gesünder" als die amerikanische Cheesecakebombe ist der deutsche Käsekuchen auch....


BROMBEER - KÄSEKUCHEN
(für eine Springform mit 18cm Durchmesser)

für den Teig
105g Mehl
Prise Salz
1TL Zucker
60g Butter, kalt, in Stückchen
25g Palmin, kalt, in Stückchen
35ml Wasser, kalt

für die Füllung
500g Sahnequark (Quark mit 40% Fett)
100g Feinkristallzucker
2 Bio - Eier, M
Prise Salz
Abrieb einer halben Bio - Zitrone
25g Speisestärke
1 Päckch. Vanillezucker

für das Topping
50g frische Brombeeren
15g Feinkristallzucker
weiße Schokoglasur und Brombeeren


Zuerst wird der Teigboden vorbereitet. Hierzu alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einer krümmeligen Masse verkneten, dabei ist es nicht schlimm, wenn Butter- oder Palminstückchen unverknetet bleiben, das sorgt dann später für einen blättrigen Mürbteig und macht dieses Rezept erst richtig aus! Den Teig zu einem Klumpen formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Den Teig dann ca. 3mm dünn ausrollen und einen Kreis ausstechen, der den Boden der Backform ausfüllt, also für dieses Rezept mit Durchmesser 18cm. Aus dem Rest des Teiges den Rand für den Käsekuchen ausschneiden, also einen ca. 6 - 7cm hohen Teigstreifen. Die Backform dann mit dem Teigstreifen auskleiden und mit dem Teigboden verbinden.
Die Backform nochmal in den Kühlschrank geben und den Backofen dann auf 180°C Umluft vorheizen. Eine hitzefeste Schale mit Wasser in den Backofen stellen, dann reisst der Käsekuchen später nicht so schnell ein.
Für die Füllung die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit dem Quark, Zucker, Vanillezucker und der Zitronenschale glatt rühren. Die Speisestärke auf die Masse sieben und einrühren, dann den Eischnee mit einem Kochlöffel vorsichtig unterheben.
Die Masse nun auf den gekühlten Teigboden gießen und glatt streichen.
Den Käsekuchen für ca. 60 Minuten backen, nach 25 Minuten den Käsekuchen mit einem Stück Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.
Da das Topping nach der Zubereitung sofort auf den Kuchen kommt, heißt es nun erstmal abwarten und Küche aufräumen ;)
Den fertig gebackenen Käsekuchen aus dem Backofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Dann das Topping zubereiten und den Kuchen vorsichtig aus der Form lösen.
Die Brombeeren mit ein bisschen Wasser in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Hitze erwärmen, so dass die Früchte zerfallen. Nach ca. 10 Minuten den Zucker dazugeben und die Früchte nochmal 5 Minuten köcheln lassen. Mit einer Gabel die Früchte etwas flach drücken, so dass sie schneller zerfallen. Die Masse durch ein Sieb drücken, so bleiben die Kerne und festen Teile zurück. Das Mus mit einem Spritzer Wasser in den Topf geben und nochmal 2 - 3 Minuten köcheln lassen.
Das fertige Topping in die Mitte des Käsekuchens gießen und verteilen.
Nach Belieben mit Brombeeren und weißer Schokoglasur dekorieren. Bis zum Verzehr kühl stellen.
 


Rezepte von Cynthia Barcomi und aus dem Backbuch "Backen lernen" von DK

Mittwoch, 22. Juli 2015

Nachbarn oder: Ribiselkuchen mit Knusperhaube

Lange habt ihr jetzt nichts mehr gehört. Das liegt zum einen an der unglaublichen Hitze, die es mir seltenst erlaubt, meinen Backofen anzuwerfen und zum andern an meinem Umzug, denn so ein Umzug hat es in sich.
Wer sich 24 Jahre lang nicht um "Kleinigkeiten" wie WLAN kümmern musste, der fällt schon mal aus allen Wolken, wenn die nette Dame am Telefon sagt, dass es "bis zu 6 Wochen dauern kann", bis ich in meiner Wohnung endlich surfen kann. Himmel! Ein Leben ohne Internet ist nämlich echt kein Spaß...nun sitze ich in einem Internetcafe (JA! die gibt's noch!!) und versuche, so schnell wie möglich zu tippen, damit mir die Zeit nicht ausgeht ;)


So ein Umzug hat aber auch viele schöne Seiten. Dass man plötzlich im eigenen Garten Früchte ernten kann, ohne sich um deren Pflege zu kümmern, weil das die Nachbar tun, zum Beispiel.
Oder dass man Kuchen in einem Backofen backen kann, in dem noch NIEMAND vorher gebacken hat.
Und ganz nebenbei handelt es sich dann auch noch um einen topmodernen Backofen mit für mich sehr luxuriösen Gadgets. Ich sag nur TIMER. Hatte ich noch nie ;)


Ich bin also mehr als nur gut angekommen in meiner neuen Heimat und Küche, die ich wahnsinnig gerne benutze und die sich schon sehr auf ein paar kühlere Backtage freut...
Dieser Kuchen hier entstand an einem der wenigen Regentage in München. Und ich habe ihn (natürlich) für meine neuen Nachbarn, die Wächter der Ribiseln, gebacken!


Da der Teig sehr einfach ist (wieder mal Rührteig....), habe ich ein etwas aufwändigeres Topping gewählt, Sahne - Mascarpone - Creme mit selbstgemachten Baiser - Stückchen.
Passt geschmacklich wunderbar zu den säuerlichen Ribiseln und die Baiser - Stückchen sorgen noch für den extra Knusperkick!


RIBISELKUCHEN MIT KNUSPERHAUBE
(für eine Springform mit 26cm Durchmesser)

für den Teig
175g Butter, Raumtemperatur
175g Feinkristallzucker
3 Bio - Eier, M/L, Raumtemperatur
1 Päck. Vanillezucker
175g Mehl
1 1/2TL Backpulver
200g frische Ribisel, gewaschen und abgetrocknet

für die Knusperhaube
1 Eiweiß
50g Feinkristallzucker
200g Schlagsahne
100g Mascarpone

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.
Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker 4 - 5 Minuten fast weiß und sehr cremig aufschlagen. Dann die Eier einzeln dazugeben, nach jedem Ei wieder gut verrühren. Die ganze Masse nochmal 3 - 5 Minuten mixen.
Das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver auf den Teig sieben, mit einem Kochlöffel unterheben und dann ganz kurz (15 Sekunden) mit dem Mixer vorsichtig glatt rühren.
Die Ribiseln zum Teig geben und unterheben, dann den Teig in die Form geben und glatt streichen.
Für ca. 30 Minuten backen, nach 25 Minuten den Stäbchentest machen (Zahnstocher in die Mitte des Kuchen stecken und checken, ob noch Teig kleben bleibt), eventuell ist der Kuchen früher schon fertig.
Dann den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Erst ausgekühlt aus der Form lösen.

Für die Baisers das Eiweiß fast ganz steif schlagen und dann den Zucker unter Rühren löffelweiße einrieseln lassen. Teelöffelgroße Portionen auf ein Backblech mit Backpapier geben und im Backofen bei 120°C ca. 60 Minuten lang backen. Wenn man die Baisers vom Blech nehmen kann und sie sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhören, sind sie fertig. Die Baisers auskühlen lassen.

Für die Sahne - Mascarponecreme die Sahne steif schlagen und dann die Mascarpone unterheben. Mit dem Mixer vorsichtig und kurz glattrühren. Eventuell mit Zucker süßen, aber das braucht's gar nicht, wegen der Süße der Baisers. Die Creme auf den ausgekühlten Kuchen streichen.

Die ausgekühlten Baisers zerbrechen und auf die Creme streuen.



Rezepte aus dem Buch "Backen lernen"

Mittwoch, 1. Juli 2015

Der Neustart oder: Sponge - Schnittchen

Heute blogge ich zum ersten Mal aus meiner neuen Heimat. Ich bin diese Woche nämlich in die "Weltstadt mit Herz", die Heimat des Oktobersfestes, gezogen: MÜNCHEN!


Hier wage ich einen Neustart, beruflich sowie privat, denn nach 24 Jahren in Tirol hatte ich irgendwie das Gefühl, ich müsste mal alles hinter mir lassen, die schlechten genauso wie die schönen Erinnerungen. Ich tausche eine Single - Erdgeschosswohnung (mit wenigen Möglichkeiten auf hübsche Fotos) gegen eine schmucke Dachgeschosswohnung mit viiiiel Licht, die ganz nebenbei auch noch von meiner Lieblingsschwester bewohnt wird. Berge gegen U-Bahn, Tirolerisch gegen Bayrisch. Nicht zu vergessen: die Versandkosten bei diversen Backzubehör - Shops verringern sich ins Unermessliche! Juchu!




In diesem Sinne bekomme heute nicht nur ich, sonder auch ein ganz "alter", klassischer Kuchen einen Neustart. Nämlich der Rührkuchen - auch "Sponge Cake" genannt.
Dieser Kuchen ist wohl der einfachste Kuchen der Welt, wenn man ihn richtig zubereitet. Er schmeckt in seiner reinsten Form wunderbar fluffig-vanillig und lässt sich prima variieren.


Seinen Neustart bekommt der Rührkuchen bei mir heute als Sponge - Schnittchen, das süße pendant zum Butterbrot, sozusagen.
Sieht superhübsch aus, eröffnet ganz neue Möglichkeiten und kommt bei meiner Wohnungseinweihungsparty in ein paar Wochen bestimmt auch auf den Buffet-Tisch!




SPONGE - SCHNITTCHEN
(für eine Kastenform, ergibt ca. 10 Schnitten)

für den Teig
175g Butter, Raumtemperatur
175g Feinkristallzucker
3 Bio - Eier, M/L, Raumtemperatur
1 Päckchen Vanillezucker
175g Mehl
1 1/2TL Backpulver

Topping - Ideen
"Coco Cream" Brotaufstrich & frische Erdbeeren
Nektarinen, Honig & Walnüsse
Quark - Joghurt mit SONNENTOR Flower Power Gewürz

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Kastenform einfetten und mit etwas Mehl bestäuben.
Die weiche Butter mit dem Feinkristall- und Vanillezucker etwa 2 - 3 Minuten hell aufschlagen. Die Masse sollte fast weiß und sehr fluffig sein.
Die Eier nun einzeln dazugeben und gut einrühren. Die Masse nun nochmal ca. 3 Minuten schaumig schlagen, so dass sich auf der Oberfläche kleine Bläschen bilden.
Nun das Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und mit einem Löffel oder Küchenschaber vorsichtig unterheben. Die Masse sollte locker bleiben, also nicht zu kräftig rühren!
Nun den Teig in die Form geben, glasststreichen und für 30 - 35 Minuten backen. Nach 30 Minuten einen Zahnstocher in die Mitte des Kuchens stecken, bleibt noch Teig kleben, braucht der Kuchen noch ein wenig länger, bis er durch ist.
Den Kuchen etwas auskühlen lassen, dann mit einem Messer vorsichtig die Ränder lockern. Den Kuchen auskühlen lassen, bis er nur noch leicht warm ist, dann auf ein Gitter stürzen, wieder umdrehen und komplett auskühlen lassen.
In Scheiben schneiden und mit beliebligen Toppings bestreichen.

Wer möchte, kann den Kuchen durch Vollkornmehl, Zugabe von Gewürzen, Früchten, gehackten Nüssen oder Schokolade noch etwas aufpeppen. Auch beim Topping sind euch keine Grenzen gesetzt!





Rezept aus dem Buch "Backen Lernen" von DK

Dienstag, 23. Juni 2015

Der Ritterschlag oder: drei Sommerrezepte für MPreis

Für einen Foodblogger gibt es Momente, da lohnen sich das stundenlange Stehen in der Küche, die verzweifelten Versuche, Backwerke zu retten, das Grübeln über Rezeptbüchern, das Warten auf die Sonne, um hübsche Fotos zu machen, die Suche nach dem perfekten Foto-Winkel und das damit verbundene Turnen auf Sesseln und Sofas aller Art, die mühsame Auswahl der tausend geknipsten Fotos und die Suche nach dem passenden Text für den neuen Blogeintrag.
Ja, Bloggen ist nicht immer einfach. Es macht zwar großen Spaß, aber die damit verbundene Arbeit und geopferte Zeit (nicht zu vergessen die Kosten, die so ein Blog mit sich bringt) dürfen auch nie vergessen werden. Immerhin möchte man den teuren Lesern auch etwas bieten können und legt sich bei jedem einzelnen Post ins Zeug.
Umso dankbarer bin ich für diese wertvollen Momente, wenn ich zum Beispiel ein Foto eurer nachgebackenen Backwerke bekomme, ihr meine Fotos in den Himmel hoch "liked" oder nette Kommentare hinterlasst.
Und so macht es mich wahnsinnig stolz euch heute zu verkünden, dass meinem Blog vor ein paar Wochen eine sehr, sehr große Ehre zuteil wurde.


Ab sofort finden ihr nämlich drei meiner Sommerrezepte in der aktuellen Ausgabe des Rezeptheftes "Rezept des Moments" der Tiroler Supermarktkette "MPreis".
MPreis legt großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit, das neue Rezeptheft ist voll mit Rezepten von jungen Hobbyköchen und  -innen, die ihre liebsten Rezepte mit Tirol-Bezug mit euch teilen.
Das Shooting für das Heft fand bereits im April statt und ich durfte einen ganzen Tag in einem Küchenstudio verbringen, umgeben von jungen Schülern, die gerne kochen und ihre Köstlichkeiten mit uns teilten. Es war SO lecker!!
Für die TirolerInnen unter euch gibt es das Heft ab sofort an jeder MPreis-Kasse, für meine anderen Leser habe ich hier den Link zu den Online-Rezepten für

- Erdbeer - Limetten - Cheesecake
- Himbeermacarons
und
- Marillencurd - Joghurt - Schichtdessert


Die Bilder stammen vom MPreis-Shooting, ich finde, meine Werke wurden superschön in Szene gesetzt - und meine Hand natürlich auch ;)
DANKE DAFÜR, LIEBES MPREIS TEAM!!

Schönes sommerliches Backen und Kochen euch allen!!

Mittwoch, 17. Juni 2015

Angesteckt oder: Schoko - Marillen - Pinwheel

Vor ein paar Tagen überfluteten ganz viele Pinwheel - Bilder meinen Instagram - Feed, Schuld daran sind Anett (herznah), Sarah (dasknusperstübchen) und Anita (olleshimmelsglitzerdings), die zu einer gemeinsamen Pinwheel - Backaktion aufriefen. Die hab ich zwar leider verpasst, aber angesteckt wurde ich trotzdem und deshalb habe ich meine Vorsätze über Bord geworfen und gestern gebacken.
Vorsätze?! Naja. In der letzten Woche stand ich beinahe täglich in der Küche, da ich einige Partys zu beliefern hatte und manchmal muss ich mich dann ermahnen, nicht NOCH mehr zu backen, damit "die Freude erhalten bleibt" - und, um ehrlich zu sein, damit ich nicht zu viel Kuchen esse.
Nun denn, hat nicht geklappt.


Die Marillen - Saison steht vor der Tür, deshalb gibts heute eine leckere Idee für Marillenverwertung: ein fluffiges Hefegebäck mit Marillen, Schokolade und Pistazien! Hefeteig und ich sind nicht unbedingt beste Freunde, meistens wurde der bei mir nämlich immer zu trocken.
Mit dem Rezept von Sarah bin ich aber sehr glücklich, denn es hat mir einen saftigen Hefeteig beschert, deshalb gebe ich das heute direkt an euch weiter.



SCHOKO - MARILLEN - PINWHEEL
(für eine Kuchenform mit 20cm Durchmesser, für eine 26cm - Form die Mengenangaben verdoppeln!)

für den Teig
Hefemischung
4g Trockenhefe
25ml lauwarme Milch
1/2 EL Honig
Teigzutaten
200g Mehl
Prise Salz
1 Bio - Ei, M, verquirrlt
60ml lauwarme Milch
25g weiche Butter
1EL brauner Zucker
1/2TL Vanilleextrakt

für die Füllung
etwas geschmolzene Butter
1EL brauner Zucker
240g Marillen (ohne Kerne)
60g Zartbitterschokolade
10g Pistazien, gehackt

für die Deko
2 - 3TL geschmolzene Schokolade

Wer keinen warmen Platz zuhause hat (im Winter zB eine Heizung, im Sommer eine sonnige Fensterbank), der kann wie ich den Backofen ca. 10 Minuten lang vorheizen und ihn dann ausschalten. Ich stelle meinen Hefeteig dann immer luftdicht verpackt in den warmen Ofen.

Die Hefemischung vorbereiten, dazu die 25ml lauwarme Milch, Trockenhefe und den Honig vermischen und abgedeckt zur Seite stellen. Etwa 10 Minuten ruhen lassen, so entsteht ein dicker Schaum.
Das Mehl mit dem Salz vermischen und nach der Ruhezeit die Hefemischung, das verquirrlte Ei, die lauwarme Milch, Butter, Zucker und Vanilleextrakt zum Mehl geben und gut durchkneten. Wenn eine homogene Masse entstanden ist, den Teig in einen leicht geölten Behälter geben, abdecken und mindestens eine Stunde lang an einem warmen Ort ruhen lassen. So kann der Teig schön aufgehen.
Eine Kuchenform einfetten und mit Mehl bestäuben.
Die Marillen waschen und klein schneiden, die Zartbitterschokolade ebenfalls klein hacken.
Wenn der Teig eine Stunde lang geruht hat, kann er auf einer bemehlten Fläche nochmal kräftig durchgeknetet werden. Den Teig relativ dünn (ca. 5mm) zu einem Rechteck ausrollen und in Längsstreifen schneiden. Mit der geschmolzenen Butter einpinseln und den Zucker auf die Butter streuen. Dann die Marillen, Schokolade und Pistazien auf die Teigstreifen verteilen.
Einen Streifen zu einer Schnecke aufrollen und die Schnecke in die Mitte der Kuchenform setzen.
Nun die restlichen Streifen um die Schnecke herum modellieren, so dass ein große Schnecke entsteht. Anita zeigt hier wie das aussieht. Wenn Füllung rausfällt, einfach nach dem Modellieren über das Pinwheel streuen.
Wenn die Kuchenform nicht ganz voll wird ist das absolut in Ordnung, denn jetzt wird die Kuchenform nochmal mit Frischhaltefolie abgedeckt und für 30 Minuten zurück an den warmen Ort gestellt, damit der Teig nochmal aufgehen kann.
Wer den Teig im Backofen gehen lässt, nimmt die Kuchenform nach 20 Minuten aus dem Ofen und lässt ihn den Rest der Zeit bei Raumtemperatur ruhen, damit der Ofen vorgeheizt werden kann. Das tut ihr bei Ober- und Unterhitze, 170°C.
Wenn der Ofen vorgeheizt ist, die Frischhaltefolie von der Kuchenform nehmen und das Pinwheel dann für 40 Minuten backen. Nach ca. 25 - 30 Minuten die Kuchenform mit Alufolie abdecken, damit das Pinwheel nicht zu dunkel wird.
Das Pinwheel aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen.
Die Schokolade für die Dekoration schmelzen und dann das abgekühlte Pinwheel damit dekorieren.

Da Hefeteig eigentlich immer am Tag des Backens am besten schmeckt, würde ich das Pinwheel sofort verspeisen :) luftdicht verpackt kann man das Gebäck aber natürlich auch aufbewahren und später genießen.


Rezept für Hefeteig von www.knusperstuebchen.net

Montag, 8. Juni 2015

Sommerfrische oder: Mohn - Zitronen - Törtchen

Heute erwartet euch ein wirklich, wirklich WAHNSINNIG leckeres Törtchen.
Ich bin ja nicht so die große Mohn - Bäckerin, um ehrlich zu sein habe ich heute zum ersten Mal mit Mohn gebacken.
WARUM?! - Keine Ahnung! Das frage ich mich wirklich! Denn dieses Sommertörtchen ist so lecker, dass ich es zu meinem offiziellen Sommer-Lieblingsrezept küren werde. Die Kombi Mohn und Zitrone ist ja nicht gerade unbekannt, zurecht, denn diese zwei Komponenten passen wirklich hervorragend zueinander. Einfach zu Backen ist das Törtchen obendrauf auch noch - und dank der Zitrone auch noch herrlich sommerfrisch, perfekt für laue Grillabende oder sonnige Sonntagsbrunches.


Ja, ihr merkt: ich bin sowas von begeistert!
Vielleicht schmeckt das Törtchen auch wegen seiner tollen Eltern so gut. Das sind nämlich Renate Gruber ("130g Liebe") und Linda Lomelino ("Torten"). Die Backbücher der beiden Traumfrauen sind bei mir ständig im Einsatz, ich liebe Renates bodenständige Kuchenrezepte und Lindas kreative Dekoideen. Was passiert, wenn man Renates Kuchen mit Lindas Frosting verbindet, zeige ich euch jetzt:



MOHN - ZITRONEN - TÖRTCHEN
(Springform-Durchmesser 18cm)

für den Lemon Curd
Saft und Abrieb einer Bio - Zitrone, ca. 50ml
60g Feinkristallzucker
1 Bio - Ei, M
25g Butter, in Stückchen, Raumtemperatur
für den Teig
4 Bio - Eier, M, Raumtemperatur
70g Feinkristallzucker
100g Butter, Raumtemperatur
40g Puderzucker
1 Prise Salz
1EL Zitronensaft
3EL Rum
150g Mohn, gemahlen
50g Haselnüsse, gemahlen

für das Frosting
250ml Sahne
Päckchen Sahnesteif
Lemon Curd

Für den Lemon Curd eine hitzefeste Schüssel auf ein leicht köchelndes Wasserbad stellen und Zitronensaft, Zitronenzeste, das Ei und den Zucker in der Schüssel gut verrühren. Die Masse nun unter ständigem Rühren erhitzen, dabei darf das Ei nicht stocken, deshalb wirklich ständig rühren!
Wenn die Masse einheitlich und heiß geworden ist, die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die Butterstückchen zur Masse geben. Die Masse rühren, bis die Butter geschmolzen und die Masse glatt geworden ist. In ein sauberes Gefäß geben und beiseite stellen.
Im sauberen, verschlossenen Behälter bleibt der Lemon Curd im Kühlschrank eine Woche lang frisch!

Eine 18cm-Springform oder einen Tortenring einfetten und bereitstellen. Für eine "normale" 26cm - Springform das Rezept einfach verdoppeln.
Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Eier in zwei separate Schüsseln trennen. Eiweiß kurz aufschlagen (ca. 30 Sekunden) und dann unter Rühren den Feinkristallzucker einrieseln lassen. Die Masse nun zu einem "schmierigen" Schnee schlagen, also nicht zu festem Eischnee, sondern zu einer glänzenden, fließenden Masse.
In einer weiteren Schüssel die Butter mit dem Puderzucker, Salz, Zitronensaft und Rum drei bis fünf Minuten hell aufschlagen, so dass eine fluffige, homogene Masse entsteht.
Die Eigelb unter Rühren einzeln dazugeben und die Masse dann wieder glatt rühren.
Nun abwechselnd Mohn, Haselnüsse und Eischnee unter die Masse geben, dabei in mehreren Schritten und mit einem Kochlöffel oder einer Spachtel arbeiten. Alles vorsichtig unterheben!
Den Teig in die Kuchenform geben und für 30 - 35 Minuten backen. Sollte der Kuchen oben zu dunkel werden, mit etwas Alufolie abdecken, also den Kuchen lieber im Auge behalten! Mit einem Zahnstocher lässt sich gut überprüfen, wann der Kuchen fertiggebacken und im Innern nicht mehr flüssig ist.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen etwas abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und nun komplett auskühlen lassen.
Mit einem Brotmesser den Kuchen in drei Scheiben schneiden.

Für das Frosting die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und dann nach Geschmack mit Lemoncurd verfeinern.
Die unterste Kuchenschicht mit Frosting und übrigem Lemoncurd bestreichen, dann die zweite Schicht auflegen und ebenfalls mit Frosting und Curd bestreichen. Den Deckel auflegen und nun den gesamten Kuchen mit Frosting einkleiden.



Dienstag, 26. Mai 2015

Rapppabab oder: Rhabarber - Erdbeer - Tartelettes

Ich gestehe: ja, ich habe den Songcontest gesehen. Ich war zwar schon etwas "lustig drauf" (wir haben an dem Abend meinen Geburtstag nachgefeiert) und musste von meiner Schwester ständig ermahnt werden "endlich mal die Klappe zu halten und nicht immer alles zu kommentieren", aber ja, gesehen und mitgefiebert habe ich.
Obwohl die Songs nicht wirklich meinen Geschmack getroffen haben und mich das ewig politische Punkte-hin-und-her-schieben gradezu wahnsinnig macht (DANKE Europa für NULL Punkte!), blieb einer der Song in meinem Kopf hängen.


Nämlich der Belgische. Der Song erinnert SEHR an Lorde's "Royals" und geht dank einiger Songzeilen sofort ins Ohr. Wie zum Beispiel das hier: "We gonna rapppabab tonight!".
Keine Ahnung, was genau das beudeten soll, aber es erinnert mich an Rhabarber.
Achtung, höchst elegante Einleitung zum heutigen Rezept!


Mit diesen köstlichen Rhabarber-Erdbeer-Tartelettes begrüße ich offiziell den (Früh)sommer auf meinem Blog. Dass diese zwei roten Schönheiten super zusammenpassen weiß eh fast jeder, gibt man dann aber noch etwas Blätterteig und Creme Fraiche dazu, ergibt sich ein superleckeres Backwerk.
Viel Spaß beim Nachbacken, das geht übrigens ganz unaufwändig und schnell :)


RHABARBER - ERDBEER - TARTELETTES (upside down!)
(für 8 Tartelettes)

für den Teig
eine Rolle Fertig-Blätterteig

für die Füllung
80g Zucker

200 - 250g frische Erdbeeren
150g Rhabarber


für die Deko
100g Creme Fraiche

Den Blätterteig ausrollen. Die Tartelette-Förmchen als Schablonen nehmen und acht Blätterteig-Kreise ausschneiden. Dabei die Tartelette-Förmchen aber mit der großen Öffnung auf den Teig legen, damit die Kreise später perfekt als "Deckel" passen. Die Tartelettes dann wieder umdrehen und bereitstellen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Rhabarber in etwa 3cm lange und 1cm dicke Stifte schneiden. Die Erdbeeren ebenfalls klein schneiden, am besten in Scheiben.
Den Zucker in einen Topf geben und vorsichtig erhitzen, so dass er schmilzt. Dabei nur mit mittlerer Hitze arbeiten und den Zucker stets überwachen, sonst verbrennt er. Während der Schmelzens den Zucker nicht verrühren! Er schmilzt von ganz alleine :)
Nun muss man schnell sein, sobald der Zucker geschmolzen ist wird er auf die acht Tartelette-Förmchen verteilt. Einfach den Zucker direkt aus dem Topf in die Förmchen gießen. Pro Förmchen sollte es etwa eine esslöffelgroße Portion sein.
Die Rhabarberstifte auf dem Zucker verteilen und dann die Erdbeeren darübergeben. Jeweils einen Teig-Kreis auf die Früchte legen und festdrücken. Mit einer Gabel zwei/dreimal in den Teig stechen, damit die Luft beim Backen entweichen kann.
Die Tartelettes für 15 - 20 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen.
Mit einem Messer den Teig vorsichtg vom Förmchenrand lösen und dann die Tartelettes auf ein Kühlgitter oder Backpapier stürzen. Eventuell muss man da ein wenig mit einem Kuchenheber nachhelfen.
Am besten schmecken die Tartelettes genau jetzt, getoppt mit etwas Creme Fraiche. Aber natürlich kann man sie auch kalt essen :)