Montag, 8. Februar 2016

Der Kitsch oder: Tartelettes au Chocolat

Mir kommt so vor, als wäre eben erst Weihnachten gewesen, und jetzt steht schon das nächste Event vor der Tür: Valentinstag!
Ja ja, ich weiß: Valentinstag wird total überbewertet, ist furchtbar kitschig, wir sind alle Konsumopfer und es hat nichts mit wahrer Liebe zu tun, an einem einzigen Tag im Jahr seinen Liebsten zu sagen, dass man sie gerne hat.
Aber wie jedes Jahr schreibe ich auch dieses Jahr, wie ich über den Valentinstag denke:
es ist ein Tag wie jeder andere.
Viele Menschen müssen wegen diesem Tag extra Stunden arbeiten (Konditoren, Floristen, Gastronomen, Paketdienste...).
Ein "Ich liebe dich" am 13. Februar ist mindestens genauso wichtig wie eines am 14. Februar.
Und trotzdem finde ich, dass man Verliebte verliebt sein lassen muss, denn die Liebe ist eines der wichtigsten Dinge auf dieser Welt und man kann sich nicht oft genug besinnen und darüber nachdenken, wen man liebt und von wem man geliebt wird.


Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich in diesem Jahr die große Ehre habe, mit jemandem den Valentinstag zu feiern. Noch ist es ja ein bisschen hin, aber ich nutze meinen Blog heute, um ihm schon vorab etwas zu schenken.
Vor ein paar Jahren, als das ganze Bloggen und Backen begann, sagten meine Freunde: "Julia, dein Zukünftiger kann sich wirklich glücklich schätzen. Er darf immer Kuchen essen. Er wird fett werden, aber: er darf Kuchen essen!"

 

Fakt ist, dass der Mann an meiner Seite kein Gramm Fett am Körper hat und Süßes eigentlich gar nicht so gern isst. Aber wenn ich was backe, dann isst er das gerne, sagt er.
Wer aber so wählerisch bei Süßem ist, macht es einem manchmal gar nicht einfach. Also habe ich ihn gefragt, womit ich ihm eine Freude machen kann.
Und die Antwort war: "Irgendwas mit Schokolade, aber schlotzig."
Well, schlotzig it is.
Diese französischen Tartelettes au Chocolat sind so was von schlotzig. Und schokoladig.
Perfekt also für Schokoladen - Liebhaber und Verliebte, die sich am Valentinstag mal so richtig was gönnen möchten. Und an jedem anderen Tag im Jahr natürlich auch ;)



TARTELETTES AU CHOCOLAT
für 8 Tartelettes

für den Schokoladenboden
150g Schokokekse (zum Beispiel Oreos ohne Füllung)
60g Butter

für die Tartefüllung
100g Halbbitterschokolade
100g Butter
100g Zucker
2 Bio - Eier, M
40g Mehl

für die Deko 
Puderzucker
frische Beeren

Die Schokoladenkekse in einem Standmixer zu feinen Bröseln mahlen. Die 60g Butter in einem kleinen Topf schmelzen und die Keksbrösel zur geschmolzenen Butter geben. Gut vermengen.
Die Keksmasse auf die Tarteförmchen aufteilen und den Boden damit bedecken. Gut festdrücken.
Den Backofen auf 210°C Umluft vorheizen.
Die Schokolade mit den 100g Butter über einem Wasserbad langsam schmelzen, dann von der Hitze nehmen und etwas abkühlen lassen.
Inzwischen den Zucker mit den Eiern schaumig rühren. Die geschmolzene Schokolade zur Eier-Masse geben und gut einrühren. Dann das Mehl auf die Masse sieben und unterheben.
Den Schokoladenteig in die Tarteförmchen geben, dabei die Förmchen bis knapp unter den Rand füllen.
Nun die Tartelettes ca. 10 Minuten backen. Sie sollten im Inneren noch weich und nur am Rand festgebacken sein.
Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.
Mit Puderzucker und frischen Beeren dekorieren und am besten sofort genießen ;)


Donnerstag, 28. Januar 2016

Das Warten oder: Pekannuss - Knoten

Vor zehn Tagen verließ ich das Haus und dachte, ich würde direkt auf der Stelle erfrieren. Es war so, so, so kalt und da ich meistens auch nachts unterwegs bin (Feierabend um 1 Uhr und so...), trafen mich die eisigen Temperaturen gleich nochmal härter.
Heute war ich morgens um 9 Uhr unterwegs und musste vom Fahrrad absteigen, um meinen Wintermantel auszuziehen. Weils zu warm war.


Die Welt ist so verrückt! Es fühlt sich an wie April und ist dennoch erst Januar. Eigentlich richtig schade, von mir aus könnten wir die nächsten Monate gerne überspringen und direkt in den Frühling und Frühsommer starten. Nicht nur, weil ich Bock auf neue Mode, frisches Grün in der Stadt und laue Abende auf der Sonnenterasse habe, sonder auch, weil's dann endlich, ENDLICH wieder eine große Auswahl an Früchten gibt.


Ehrlich gesagt macht mir das nämlich ganz schön Probleme. Ich bin keine Winter-Bäckerin und bin nach meinen Rezepten mit Zimt, Nelken, Nüssen, Schokolade und Äpfeln bereits ziemlich ratlos.
Mein Kopf ist voll mit Ideen für sommerliche, fruchtige, blumige Rezepte, aber wenns drum geht, ein neues Rezept für Januar vorzubereiten, stoße ich an meine Grenzen.
Deshalb habe ich heute mal nach Inspirationen auf Instagram & Co. gesucht und wurde tatsächlich fast sofort fündig. Meine heutigen Pekannuss - Knoten sind angelehnt an ein Rezept von Mara, die auf "Life is full of goodies" bloggt. Der Grundteig blieb derselbe, die Füllung hab ich etwas abgewandelt. Schmecken tun die kleinen Knoten wie der Himmel, das macht das ganze Warten auf die warme Jahreszeit schon mal etwas erträglicher.



PEKANNUSS - KNOTEN
für ca. 9 Knoten

für den Hefeteig
1/2 Würfel frische Hefe
80ml lauwarme Milch
kleine Prise Salz
30g Zucker
1 Eigelb
60g flüssige Butter
250g Mehl

für die Füllung
90g brauner Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
50g gemahlene Pekannüsse
1 Eiweiß
3 - 4 Esslöffel Milch

für die Glasur
60g Puderzucker
Schuss Milch
gehackte Pekannüsse
Zimt

Für den Hefeteig die Hefe in die lauwarme Milch bröseln, gut vermischen, den Zucker und das Salz dazu geben und die Mischung 10 Minuten lang aufgehen lassen.
Das Mehl in eine große Schüssel geben, dann die Hefemischung, das Eigelb und die flüssige Butter dazu geben. Gut verkneten, so dass ein geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig zu einem Ball formen.
Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde lang ruhen und aufgehen lassen.
Für die Füllung das Eiweiß steif schlagen und mit dem braunen Zucker, dem Vanillezucker und den gemahlenen Nüssen zu einer streichfähigen Masse verarbeiten. Etwas Milch dazugeben, falls die Masse zu fest ist.
Den Teig nochmal gut durchkneten und dann mit einer Teigrolle zu einem Quadrat ausrollen. Dabei sollte der Teig nicht dicker als 2 - 3 Millimeter sein.
Nun eine Hälfte des Teiges mit der Füllung bestreichen, dann die andere Hälfte auf die Füllung klappen. Die Teigplatte in dünne Streifen schneiden und jeden einzelnen Streifen vorsichtig eindrehen, ich denke dabei immer an diese eingedrehten Butter-Käsestangen...
Nun den eingedrehten Streifen knoten und die Enden des Streifens einmal nach vorne, einmal nach hinten kleben. Auf den Bildern könnt ihr erkennen, wie das dann aussehen sollte...
Die fertigen Teigknoten auf ein Backblech setzten und nochmal 10 Minuten gehen lassen, währenddessen den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Die Knoten für 15 - 20 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Den Puderzucker mit der Milch glatt rühren und auf die ausgekühlten Knoten streichen. Mit gehackten Pekannüssen und Zimt bestreuen.


Mittwoch, 13. Januar 2016

Neujahrsgedanken oder: Chai - Tee - Minicupcakes

Schneller als erwartet sind wir in ein neues Jahr gestartet.
Schnell deshalb, weil ich an Silvester gearbeitet habe und mir das übliche Revue-passieren, Sekunden zählen und Pläneschmieden gespart habe.
Ich bin einfach reingerutscht und übermüdet im neuen Jahr angekommen. Es dauerte einen Moment, bis ich verstanden habe, dass das neue Jahr angebrochen ist und welche Bedeutung das für mich hat.
Und dabei hatte Silvester für mich in diesem Jahr sogar gleich mehrere große Bedeutungen.
Zum einen beendete es mein erstes halbes Jahr in München, zum anderen eröffnete es das Jahr, in dem ich ein Viertel Jahrhundert alt werde. Etwas beängstigend!
Beruflich stehen auch wieder große Entscheidungen für 2016 an, ich kämpfe mich nach wie vor durch die harte Welt der Schauspielerei und versuche, die Hoffnung auch in diesem Jahr nicht zu verlieren.


Wie auch schon im letzten Jahr habe ich mir für 2016 keine Vorsätze genommen.
Wobei, für 2015 hatte ich mir einen einzigen, kleinen genommen: nämlich grundsätzlich etwas mutiger zu sein. Ich habe daran gearbeitet, meinen Vorsatz befolgt und wurde mit etwas ganz, ganz Schönem belohnt...der Liebe!
Das war aber bereits Vorsatz genug. Pläne wie "5 Kilo abnehmen", "gesünder essen", "weniger Alkohol trinken" und "endlich mal den Kleiderschrank ausräumen" funktionieren bei mir sowieso nie. Ich bin jemand, der die Dinge dann anpackt, wenn es sich richtig anfühlt. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und werde deshalb genau so ins Jahr 2016 starten, wie schon ins letzte: mit offenem Herzen, bereit für alles und mit dem üblichen Ehrgeiz und Eifer.


Um das neue Jahr trotzdem ohne Stress, sondern ganz gelassen und ruhig zu starten, gönne ich mir neuerdings immer öfter eine schöne Tasse Tee. Die perfekte Tasse dafür lag 2015 unterm Weihnachtsbaum (DANKE liebe Schwester!). Neben der klassischen Tasse Schwarztee mit Milch liebe ich auch Grün-, Pfefferminz- oder Chai-Tee.
Letzteren habe ich nun in Cupcakes verwandelt und somit zwei meiner Lieblingsdinge in einem verpackt: Tee und Kuchen!



CHAI - TEE - MINICUPCAKES
(für 16 Minicupcakes)

für die Cupcakes
60g Mehl
1/4 TL Natron
Prise Salz
60g Feinkristallzucker
1/4 TL gemahlene Nelken
1/4 TL gemahlener Zimt
1/4 TL gemahlener Kardamom
60g Butter, weich
1 Bio - Ei, M
2EL Milch
ein Teebeutel Chai - Tee

für das Frosting
250ml Sahne
3EL Puderzucker
etwas Zimt

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Mini-Cupcake-Blech mit Papierförmchen auskleiden.
Die Milch in einem kleinen Topf etwas erhitzen und den Teebeutel mit in den Topf geben. Dadurch nimmt die Milch den Chai - Geschmack an und sorgt dann später für diesen Geschmack in den Cupcakes.
Das Mehl mit dem Natron, Salz, Zucker und allen Gewürzen (Nelken, Zimt, Kardamom) in eine große Schüssel sieben. Die weiche Butter in Stückchen zusammen mit dem Ei dazumischen. Die Chai - Milch dazugeben und den Teig für etwa 30 Sekunden auf hoher Stufe zu einer galtten Masse mixen.
Den Teig in die Förmchen geben, etwa einen Teelöffel pro Förmchen. Das Blech in den heißen Ofen geben und ca. 15 - 20 Minuten backen, bis die Cupcakes goldbraun sind und beim Stäbchentest kein Teig mehr am Zahnstocher hängen bleibt.
Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen.
Für das Frosting die Sahne mit dem gesiebten Puderzucker steif schlagen, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und kleine Tupfen auf die Minicupcakes spritzen. Zum Schluss etwas gemahlenen Zimt auf die Sahne sieben.



Nach einem Rezept von Cupcake Jemma aus dem Buch "The Cake Book"

Freitag, 18. Dezember 2015

Endspurt oder: Bratapfel - Eclairs

Kurz vor Weihnachten nehme ich mir nochmal die Zeit, um euch ein neues Rezept zu zeigen.
Langsam wird es ja wirklich Zeit, ein bisschen runterzuschalten, den Kamin anzuwerfen, die Kuscheldecke auszupacken und genüsslich ein paar winterliche Bratapfel - Ecairs zu naschen.
Das Rezept ist zwar etwas zeitaufwändig, aber wirklich supereasy und die Geschmackskombination Brandteig - Apfel - Vanille sorgt in meinem Mund immer wieder für Explosionen...


Habt eine schöne Endspurt - Woche, lasst euch nicht zu sehr stressen und schickt mir bitte ein wenig Schnee, sollte es da wo ihr lebt welchen geben!!



BRATAPFEL - ECLAIRS
für 15 kleine Eclairs

für den Brandteig
75g Butter
200ml Wasser, heiß
125g Mehl, gesiebt
3 Eier, M 

für die Füllung
250ml Milch, am besten mit hohem Fettgehalt
1Vanilleschote
40g Zucker
3 Eigelb, Größe L
10g Mehl
10g Speisestärke
2 große Kochäpfel, zB. Boskoop
1TL Zimt
1/2TL Muskat
1EL brauner Rohrzucker

für die Dekoration
100g Vollmilchkuvertüre
25g Butter
Haselnusskrokant



Zuerst wird die Cremefüllung zubereitet.
Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark auskratzen und dann die Milch, die Schote und das Mark in einen kleinen Topf geben. Die Milch nun langsam erhitzen.
Während die Milch erhitzt wird, die Eigelb mit dem Zucker, Mehl und der Speisestärke einige Minuten lang hellgelb bis fast weiß aufschlagen.
Wenn die Milch gerade zu kochen beginnt, vom Herd nehmen, die Schote entfernen und dann unter ständigem Rühren (da sonst die Eier stocken) in einem dünnen Strahl die Milch in die Ei-Mischung gießen. Kräftig umrühren, dann die Mischung wieder in den Topf geben und nochmal aufkochen lassen. Ständig umrühren, damit die Creme, welche nun langsam zu einer puddingähnlichen Masse eindickt, nicht anbrennt.
Nach erneutem Aufkochen die Creme in eine separate Schüssel geben, etwas abkühlen lassen, für weitere 1 - 2 Minuten rühren und dann bis zur Weiterverwendung kühl stellen.

Die Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden, dann zusammen mit Zucker, Zimt und Muskat in einem kleinen Topf etwas erhitzen. Die Äpfel sollten dabei nur ein bisschen weich gekocht werden, also lasst sie nicht zu lange im Topf, nur etwa 5 Minuten, bis etwas Saft ausgetreten ist und der Zucker karamellisiert. Die Apfelmasse nun beiseite stellen und abkühlen lassen.

Für den Brandteig den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
In einem großen Topf die Butter mit dem Wasser erhitzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen und das gesiebte Mehl dazugeben.
Mit einem Kochlöffel so lange schlagen (ca. 3 - 4 Minuten) , bis eine glatte Masse entstanden ist, die sich leicht vom Topfboden lösen lässt. Dann die Eier einzeln dazugeben und den Teig wieder kräftig schlagen, bis die Masse sich wieder leicht vom Topfboden lösen lässt und glänzt.
Den Teig in einen Spritzbeutel füllen, ein großes Stück der Spitze abschneiden (oder eine große Lochtülle verwenden) und ca. 5cm lange Brandteig-Streifen aufs Backblech spritzen.
Das Ende des Teigstreifens mit einem scharfen Messer von der Tülle abschneiden und Unebenheiten mit etwas warmem Wasser flach drücken.
Die Eclairs für 20 - 25 Minuten oder bis sie goldbraun sind backen.
Ich fülle meine Eclairs immer mit einem Spritzbeutel und steche aus diesem Grund gleich nachdem sie aus dem Ofen gekommen sind mit einem Kochlöffelstiel zwei bis drei Löcher in die obere Seite der Eclairs. Diese Löcher lassen sich dann später durch die Kuvertüren - Glasur einfach verstecken.

Die ausgekühlte Vanillecreme mit der ausgekühlten Apfelmasse vermischen und in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen. Alternativ kann man die Eclairs auch längs durchschneiden und sie so befüllen.
Die Füllung vorsichtig in die Eclairs spritzen. Nicht zu viel Druck ausüben, da die Eclairs sonst reißen können.
Die Kuvertüre mit der Butter überm Wasserbad schmelzen, so dass eine flüssige, glänzende Masse entsteht. Mit einem kleinen Palettemesser oder Löffel nun auf die Eclairs streichen und sofort mit etwas Krokant verzieren.




Freitag, 11. Dezember 2015

Adventskalender oder: Zimtstern - Cupcakes für den HALLHUBER Styleblog

Noch 13 Mal schlafen, dann ist Weihnachten.
Vor etwa 10 Jahren hat mich diese Aussage in helle Aufregung und Freude versetzt, heute wird sie eher von aufsteigendem Stress und einem mulmigen Bauchgefühl begleitet.
Ja, es ist leider so: zusammen mit der Kindheit schwindet auch dieses schöne Weihnachtsgefühl und man empfindet das Familienfest völlig anders als früher.
Dabei mache ich mir inzwischen gar nichts mehr aus der großen Geschenke - Suche, ich beschenke nur Menschen, die mir wirklich, wirklich nahe stehen und für diese Menschen finde ich meistens ganz schnell etwas passendes. Und wenn nicht, dann wird einfach was gebastelt.
Viel eher stresst mich das ganze Drumherum. Weihnachtsfeiern, das Weihnachtsgeschäft (das bekommt man in der Gastronomie einfach mit voller Wucht zu spüren), die Planung, wie man die wenigen freien Tage gestalten soll, welche Torte es dieses Jahr zum Weihnachtsessen gibt und ob ich überhaupt schon bereit bin für ein neues Jahr. Denn das kommt ja direkt nach Weihnachten.


Für Menschen wie mich, denen die Adventszeit viel zu schnell vergeht und die manchmal vor lauter Stress nicht mal mehr das aktuelle Datum wissen, ist ein Adventskalender essentiell.
Da nimmt man sich täglich einen Moment Zeit um zu registrieren, wie bald Weihnachten vor der Tür steht, wie wahnsinnig schnell die Zeit vergeht und wie wichtig es ist, jeden Tag so gut wie möglich bewusst zu erleben. Und nicht zu vergessen: die klassische, tägliche Portion Schokolade schadet auch nie.


Die Firma Hallhuber hat sich dieses Jahr etwas ganz Tolles ausgedacht: jeden Tag wird auf ihrem Styleblog einen Beitrag eines Hallhuber - Fans veröffentlicht, in dem dieser seine liebste Weihnachtsidee teilt. Da findet man Filmtipps, den schönsten Weihnachtsmarkt, Geschenkideen und eben auch Rezepte.
Mein Rezept für die ZIMTSTERN Cupcakes findet ihr heute, am 11. 12., auf eben jenem Styleblog und das macht mich ganz, ganz stolz!
 

Schönes Backen, gutes Gelingen und eine schöne restliche Weihnachtszeit!!

Mittwoch, 2. Dezember 2015

18 Mal Keksgenuss oder: Rezept des Moments Winterausgabe 2015

Endlich ist es da, das neue Rezeptheft der Tiroler Supermarktkette MPREIS! Und wie auch schon in der Sommerausgabe findet ihr in diesem Heft eines meiner Lieblingsrezepte.


                                                                                                                          (c) MPREIS

Die KASTANIENHERZEN sind in meiner Heimat Tirol sehr berühmt und in vielen Konditoreien zu finden. Vor zwei Jahren habe ich mich dann erstmals selbst rangewagt, das Rezept dazu findet ihr ab sofort an jeder MPREIS Kassa, im Internet oder hier auf dem Blog.
Ich bin wirklich sehr begeistert von dieser Ausgabe, denn sie ist vollgepackt mit leckeren Keksrezepten, von denen ich beim Keks - Shooting im September schon einige probieren durfte.
Also, fleißig nachbacken und genießen!


                                                                                                                                         (c) Kathrin Koschinski


KASTANIENHERZEN aus der Winterausgabe REZEPT DES MOMENTS von MPREIS

ZUTATEN

600 g Esskastanien, geschält und gekocht
ein Schuss Rum
Mark ½ Vanilleschote
100 g Staubzucker
300 g Vollmilchkuvertüre
150 g Zartbitterkuvertüre


ZUBEREITUNG
  • Die gekochten Kastanien klein schneiden und ineinem Standmixer zu einer fein-bröseligen Masse hacken (alternativ kann man die Kastanien auch mit einem Kartoffelstampfer zu einem feinen Brei verarbeiten)
  • Den Kastanienbrei mit dem Rum, der Vanille und dem Staubzucker vermengen, die Masse mit den Händen fest kneten, zu einem Ball formen und etwa eine halbe Stunde kühlstellen
  • Dann die Masse mit einem Nudelholz ca. 1 cm dick ausrollen und mit einem Keksausstecher kleine Herzen ausstechen, die Herzen wieder eine halbe Stunde kühlstellen
  • In der Zwischenzeit die Vollmilchkuvertüre über einem Wasserbad schmelzen und in einen tiefen Suppenteller, eine große Teetasse oder eine kleine, tiefe Schüssel geben
  • Die gekühlten Herzen auf eine Gabel legen und in die Vollmilchkuvertüre eintauchen, die Schokolade etwas abtropfen lassen und dann die Herzen auf ein Backpapier setzen, am besten im Kühlschrank fest werden lassen
  • Die Zartbitterkuvertüre ebenfalls schmelzen, beim nächsten Schritt am besten mit Einweghandschuhen oder sehr kalten Händen arbeiten, sonst schmilzt der Schokoladenüberzug!
  • Die überzogenen Herzen nun zur Hälfte in die dunkle Zartbitterkuvertüre tauchen und wieder gut abtropfen lassen oder alternativ einen Kaffeelöffel in die Kuvertüre tauchen und den Löffel über den Herzen schwenken, sodass eine Art Streifenmuster entsteht; anschließend wieder auf dem Backpapier trocknen lassen

TIPP
Frisch schmecken die Herzen am besten, sie lassen sich aber gekühlt bis zu einer Woche aufbewahren.


                                                                                                                      (c) Kathrin Koschinski

Freitag, 13. November 2015

Gemütlichkeit oder: Schokoladen - Granatapfel Törtchen

Es wurde mal wieder Zeit für Schokolade.
Zum einen weil Schokolade einfach der Hammer ist und zum anderen weil es langsam aber doch kälter wird hier in München und man dafür durchaus ein bisschen Winterspeck anlegen darf.
Der Herbst, insbesonders der November und frühe Dezember, wenns früh dunkel wird, abends Kerzen angezündet werden, die Luft nach verheiztem Holz riecht, die "Love Actually" DVD wieder ausgepackt wird und man sich langsam aber sicher an die Planung von Weihnachtskeksen und - geschenken macht, ist für mich der Inbegriff von Gemütlichkeit.


Da werden die Wollsocken ausgepackt, der Teekocher läuft auf Hochtouren, warmer Kerzenschein und die Klänge von Jazzmusik erfüllen die Wohnung, ein Topf Glühwein köchelt auf dem Herd und - natürlich - duftet es nach irgendetwas Gebackenem.
Nach diesem Schokoladen - Granatapfeltörtchen zum Beispiel.


Ganz ehrlich, diese oben beschriebenen Tage sind natürlich eher seltene, denn seit ich meine Kindheit hinter mir gelassen habe, ist die Herbst- und Weihnachtszeit eine hauptsächlich stressige, aber wenn ich es mir dann mal gemütlich mache, dann so richtig. Mit einer schön dekadenten Schokoladentorte. Mit zweifach Schokolade.


SCHOKOLADEN - GRANATAPFEL TÖRTCHEN
für eine Torte mit 20cm Durchmesser

für die Ganache
200g Zartbitterkuvertüre
100ml Sahne

für den Teig 
100g dunkle Schokolade (gute Qualität, 70% Kakaoanteil)
230g Mehl
40g Kakao
200g Feinkristallzucker
2/3TL Natron
Prise Salz
2 Bio - Eier, M
160ml frischer Kaffee, abgekühlt
160ml Buttermilch
140ml neutrales Öl
 
für die Füllung 
Kerne eines Granatapfels
5EL Zucker



Die Ganache am besten 4 - 6 Stunden vor Verwendung zubereiten, gerne auch am Vortag.
Die Kuvertüre klein hacken, die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen und kurz vor dem Kochen vom Herd nehmen. Die Kuvertürestückchen zur Sahne geben und vorsichtig rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Den Topf beiseite stellen und die Kuvertüre bei Raumtemperatur fester werden lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine Kuchenform einfetten und mit Mehl bestäuben.
Kleiner Tipp am Rande: ich habe für den Teig Schokolade mit Granatapfel-Stückchen gekauft, die gibt es zum Beispiel von der Firma Lindt. Dann schmeckt sogar der Teig ein wenig nach Granatapfel...natürlich kann man dafür aber auch ganz gewöhnliche dunkle Schokolade verwenden!
Die Schokolade klein hacken und dann gemeinsam mit Mehl, Kakao, Zucker, Natron und Salz in einer Schüssel vermengen.
In einer zweiten Schüssel die Eier mit dem Kaffee, der Buttermilch und dem Öl mixen und dann vorsichtig und Schritt für Schritt die Mehl-Mischung zur Eier-Mischung geben. Vorsichtig rühren, bis ein glatter, homogener Teig entsteht.
Nun den Teig in die vorbereitete Kuchenform füllen und die Torte für mindestens 45 Minuten backen. Immer wieder mit einem Zahnstocher checken, ob die Torte innen noch flüssig ist. Eventuell die Backzeit verkürzen oder verlängern.
Die Torte aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Für die Füllung die Granatapfelkerne (ihr könnt euch für die Deko später eine Hand voll beiseite stellen) in einem Standmixer kleinhacken und die Kerne samt Saft und Zucker in einem Topf erhitzen.
Nun so lange köcheln lassen, bis eine marmeladige Masse entstanden ist. Abkühlen lassen.
Die ausgekühlte Torte nun zweimal quer durchschneiden, so dass drei Böden entstehen. Zwei der Böden mit der Granatapfelfüllung bestreichen und dann wieder zusammensetzen.
Mit der Ganache einstreichen, zum Schluss die Granatapfelkerne als Deko auf die Torte setzen.


Rezept für den Teig aus dem Buch "The Cake Book" von Jemma Wilson