Montag, 11. Mai 2015

Comfort Food oder: Griechische Grießküchlein

Ich muss es einfach mal sagen: ich LIEBE Grieß.
Ob als Grießpudding aus der Packung (erinnert mich an meine Schul - Mittagspausen), als Brei zum Frühstück (hello childhood!) oder als Kuchen beim Griechen (Sommererinnerungen...), Grieß schmeckt mir einfach und ich esse ihn so oft ich kann.


Inspiriert durch meine momentane extra - große Grießliebe habe ich mich auf die Suche nach Rezepten für Grießkuchen gemacht. Anfangs wollte ich noch sehr deutsch backen, also angelehnt an diverse "Landliebe" - Puddings, mit Himbeeren oder Erdbeeren.
Doch dann kam mir die griechische Variante wieder in den Sinn, die ich bis jetzt nur ein paar wenige Male probiert habe und wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hätte ich jedes Mal ein ganzes Blech von der Köstlichkeit futtern können.


Da ja auch der Sommer vor der Tür steht habe ich mich also für die zitrusfruchtige Variante entschieden.
Die Wahl der Form fiel etwas schneller, ich backe momentan einfach lieber "klein", da sich die Küchlein dann gut transportieren lassen und verschenkt werden können.
Deshalb gibt's heute also griechische Grießküchlein mit Orange im Teig und lecker - frischer Zitrone in der Glasur.

Ps: wer einen großen Kuchen backen möchte, der nimmt die folgenden Mengenangaben mal 3.


GRIECHISCHE GRIESSKÜCHLEIN
(für ca. 20 Mini-Guglhupfs)

für den Teig
40g Mehl
1TL Backpulver
45g Hartweizengrieß
2 Eier
eine kleine Prise Salz
65g Butter, weich
1/2TL Vanillepulver/zucker
40g Zucker
40ml frischgepresster Orangensaft
1TL Orangenschalenabrieb

für die Glasur 
40g Zucker
1EL Zitronensaft
20ml Wasser
Abrieb einer Bio-Zitrone

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Wer nicht mit Silikonbackformen bäckt, sollte die Form einfetten und mit etwas Grieß auskleiden.
Mehl, Backpulver und Grieß in einer Schüssel zusammenmischen. Die Eier trennen und die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen.
Die Butter mit dem Zucker und der Vanille einige Minuten hell aufschlagen, dann die Eigelb einzeln dazugeben und gut einarbeiten. Nun ein Drittel der Mehlmischung und ein Drittel des Orangensafts zur Buttermischung geben und gut verrühren. Diesen Schritt dann zweimal wiederholen.
Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.
Den Teig in die Mulden geben, dabei sollten die Mulden nur etwa zu 2/3 voll sein.
Die Küchlein für ca. 15 - 20 Minuten goldbraun backen.
Inzwischen den Sirup vorbereiten.
Dazu Zucker, Zitronensaft und Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Mischung so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und ein Sirup entstanden ist (also etwas dicker geworden ist).
Die fertiggebackenen Küchlein aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und mit dem Sirup einpinseln. Mit dem Abrieb der Zitrone dekorieren.



Rezept gefunden auf www.edeka.de

Montag, 27. April 2015

Hübsche Dinger oder: Bananen - Karamell - Cupcakes

Im Moment bin ich ganz verliebt in hübsche Torten und Törtchen, ich könnte wirklich täglich in der Küche stehen und backen, nur leider geht das natürlich nicht, wer soll denn den ganzen Kuchen essen?! (#bikinifigur)


Umso mehr genieße ich es, wenn ich dann man doch ran darf und mich ausleben kann. Meine absoluten Lieblings-Insprationsquellen sind dabei die Mehlspeisenfräulein aus Graz und die großartige Linda Lomelino.
Das heutige Rezept stammt auch aus Linda's Backbuch "Torten", dort zaubert Linda eine wunderschöne Bananen - Karamell - Torte, ich habe daraus kleine Cupcakes gebacken.
Geschmacklich sind die Dinger einfach BOMBE, ich liebe ja Bananenkuchen und in Verbindung mit der Karamellcreme schmeckt die Banane sogar noch besser.



BANANEN - KARAMELL - CUPCAKES nach Linda Lomelino
(für 12 - 14 Cupcakes)

für die Karamellsoße
125ml Sahne
80g Feinkristallzucker
15g Butter
oder: einfach ein Glas "Bonne Maman" Caramel kaufen!

für den Teig
80g heller Muskovado - Zucker (wer den nicht findet, nimmt einfach braunen Zucker!)
80g Feinkristallzucker
50g zimmerwarme Butter
1 großes Bio - Ei
180g Weinzenmehl
1/2TL Natron
1 große, reife Banane
125ml Milch

für die Creme
75g zimmerwarme Butter
100g Puderzucker
100g Frischkäse, Doppelrahmstufe
25 - 50ml Karamellsoße

Für die Karamellsoße wird die Sahne in einem kleinen Topf leicht erhitzt.
In einem zweiten Topf den Zucker auf mittlerer Stufe erhitzen, bis er zu schmelzen beginnt und am Rand braun wird. Dann mit einem Kochlöffel vorsichtig den Zucker Richtung Mitte rühren. so dass der gesamte Zucker schmilzt und goldbraun wird. Das kann sehr schnell gehen, deshalb wirklich nur mit mittlere Hitze arbeiten und den Zucker früh genug vom Herd nehmen.
Die Sahne in einem kleinen Strahl langsam einrühren, die Butter dazugeben und die Soße gut durchrühren. Etwas abkühlen lassen und dann in ein sauberes Gefäß füllen.


Nun werden die Cupcakes gebacken. Dazu den Backofen auf 170°C vorheizen, ich backe eigentlich immer mit Ober- und Unterhitze.
Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Die beiden Zuckersorten mit der Butter circa 5 Minuten lang ganz hell aufschlagen. Die Butter sollte dann fast weiß sein. Das Ei dazugeben und gut einrühren.
Das Mehl mit dem Natron mischen und auf die Masse sieben. Vorsichtig unterheben.
Die Banane mit der Milch in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zerkleinern ODER die Banane mit einer Gabel gut zerdrücken und dann zur Milch geben.
Die Bananenmilch nun zum Teig geben und glatt rühren.
Den Teig auf die Förmchen verteilen, wie in den meisten Fällen werden die Förmchen nur zu 2/3 befüllt.
Nun pro Förmchen noch einen halben Teelöffel Karamellsoße zum Teig geben und mit einem Zahnstocher einrühren.
Die Cupcakes in den Backofen geben und für 45 - 50 Minuten backen. Je nach Backofen varriert die Backzeit, also nach 35 Minuten schon mal checken, wie weit die Cupcakes sind.
Wenn die Cupcakes durch und goldbraun gebacken sind, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.


Für die Karamellcreme die Butter mit dem Puderzucker einige Minuten hell aufschlagen, so dass die Butter fast weiß und fluffig wird.
Nun den Frischkäse mit einer Spachtel oder Schneebesen (nicht Mixer!) vorsichtig unterheben und die Masse vorsichtig glatt rühren.
Je nach Geschmack etwas Karamellsoße dazugeben, aber achtung, die Creme wird sehr schnell sehr süß, also ruhig mit dem Karamell ein wenig sparen! ;)
Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, die Creme in einen Spritzbeutel mit Tülle geben. Ich habe eine offene Sterntülle verwendet.
Mittig ansetzen und dann einen Kringel auf die Cupcakes spritzen.
Wer möchte, kann noch mit Karamellbonbons dekorieren.


Mittwoch, 15. April 2015

Getestet: Dr. Oetker Mini - Törtchen - Set

Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich denn das neue Mini - Törtchen - Set von Dr. Oetker testen wollte.
Ich hege eine große Liebe zu Backformen, eine ZU große Liebe, denn langsam aber sicher platzt meine Küche aus allen Nähten, es ist einfach nicht genug Platz für mein Hobby.
Deshalb (?) sagte ich natürlich sofort JA! HER MIT DEN BACKFÖRMCHEN! und kurz nach Ostern kam das Päckchen auch an.


Die Förmchen sind aus Silikon, was ich super finde, gerade wenn man wie bei Mini-Guglhups oder eben Mini - Törtchen ohne die Muffin - Papierförmchen arbeitet, ist man mit Silikon meiner Meinung nach immer auf der sicheren Seite.
Mit der Dr. Oetker - Backform kann man vier Mini - Törtchen backen, die Rezepte im beiliegenden Büchlein sind bereits auf diese Summe abgestimmt, was ich ziemlich gut finde. Ich habe auch gleich eines der Rezepte getestet, das "Alles - Liebe - Minitörtchen" - Rezept. Der Teig schmeckt supernussig und etwas nach Zitrone, sehr lecker.


Die Rezepte im Buch umfassen nicht nur Mini - Törtchen, sondern auch Pudding-, Eis- und klassische Muffin- und Cheesecakerezepte. Die "Mango - Marillen - Cheesecakes" und das "Mango -Pfirsich - Eis" haben es sofort auf meine to-bake Liste geschafft.
Was ich an dem Buch toll finde: hier werden die Backofeneinstellungen für Ober-Unterhitze, Heißluft UND Gas beschrieben, ziemlich praktisch, wie ich finde.
Auch werden die Nährwerte angegeben, ist manchmal ja auch ganz gut zu wissen, was man da eigentlich isst.
Die Form an sich bedarf etwas Übung: so ist es hier zum Beispiel wichtig, dass man die Form wirklich fast bis zum Rand mit Teig füllt, nicht so wie bei normalen Cupcakes nur zu 2/3. Später kann man dann die Kuppe abschneiden, aber nur so bekommt man eine schöne, flache Unterseite und ein "regelmäßig" gestuftes Mini - Törtchen.
Da die Förmchen sehr tief sind, ist wichtig, die Törtchen auch trotz goldbrauner Färbung mit dem Zahnstocher-Check zu überprüfen, sonst sind sie im unteren Teil vielleicht noch nicht fertig gebacken. Auch wichtig: die Törtchen gut auskühlen lassen, bevor man sie aus der Form löst .



NUSS - ZITRONEN - TÖRTCHEN aus dem Backbuch "Mini-Törtchen, Cupcakes & Muffins"
(für 4 Törtchen)

für den Teig
90g weiche Butter
50g gesiebter Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei, Raumtemperatur
70g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
30g geriebene Mandeln
1TL geriebene Zitronenschale
  
für die Glasur
200g Vollmilchkuvertüre, am besten "Glasur"

Den Backofen auf 18ß°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Förmchen vor dem ersten Gebrauch mit heißem Wasser und etwas Spülmittel waschen und gut trocknen. Es schadet nie, auch Silikonförmchen einzufetten.
Die Butter mit dem Puder- und Vanillezucker hell aufschlagen, etwa 3 - 4 Minuten lang. Dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten. Das Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und vorsichtig gemeinsam mit Mandeln und Zitrone unterrühren.
Die Masse auf die Förmchen verteilen und für ca. 25 Minuten goldbraun backen.
Wie oben beschrieben empfiehlt sich hier die berühmte "Stäbchenprobe", da man ja von außen nicht genau sieht, ob die Törtchen am Boden schon durch sind.
Die Törtchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Die Glasur schmelzen und ein Gitter auf eine kleine Schüssel setzen. Ein ausgekühltes Törtchen aufs Gitter setzen und mit der Schokoladenglasur übergießen. Die überschüssige Schokolade wird in der Schüssel aufgefangen und kann später wieder zur anderen Schokolade gegeben werden.
So glasiert ihr jetzt alle Törtchen und könnt sie dann nach Belieben dekorieren.


FAZIT: wer gerne mal eine Alternative zu Cupcakes und Co. haben möchte, ist mit der Törtchen - Backform gut versorgt. Geschmacklich ähneln die Törtchen eher einem Stück Kuchen, da sie aus viel Teig und wenig Glasur sowie keinem klassichen Creme-Topping bestehen.
Die Rezepte im Buch sind neu und interessant, sowie sehr einfach nachzubacken.


Vielen Dank an DR.OETKER, dass ich die neue Backform testen durfte!

Dienstag, 7. April 2015

Schöne Zeiten oder: Apfel - Walnuss - Pie nach Cynthia Barcomi

So schnell ist Ostern nun auch schon wieder vorbei.
Ich habe meine paar freien Tage genutzt, um nach Berlin zu fahren und ein paar ganz liebe Freunde zu besuchen. Und weil ich zum ersten Mal NICHT beruflich dort war, standen bei diesem Trip auch ein paar Museums- und Cafebesuche an.
 


 In der "elf Gaststätte", zu finden im Stadtteil Prenzlauer Berg, probierte ich ein getoastetes Ciabatta-Brötchen mit Ziegenkäse, Honig, Birnen und Thymian.War megalecker und die Athmosphäre dort ist unschlagbar, man fühlt sich einfach nur wohl. Eine Freundin von mir schwört übrigens auf das Müsli dort.

Gaststätte ELF in Prenzlberg, Foto: Google

 Next stop war bei "Fräulein Wild", ich habe in irgendeinem Backmagazin über dieses Cafe gelesen und wollte danach unbedingt mal dort hin. Die Kuchenvitrine ließ keine Kuchenwünsche offen und das Frühstück war auch wirklich gut. Die Räumlichkeiten laden zu langem, gemütlichen Sitzen ein. Nur den Kaffee fand ich nicht so lecker, aber das lag vielleicht einfach daran, dass ich am Tag zuvor einen wirklich überdurchschnittlich feinst gerösteten Kaffee kosten durfte: bei Kuchengöttin Cynthia Barcomi im "Barcomi's Cafe & Kaffeerösterei".

Frühstück bei Fräulein Wild, Foto: Julia Bakes

Dort gönnte ich mir einen umwerfend leckeren Pecan-Pie und superköstlichen Kaffee. Der Pecan-Pie hat mich so geprägt, dass mein heutiges Rezept auch gleich eines von Cynthia ist. Also, teilweise. Denn was mich an diesem Pie am meisten umgehauen hat, war der Boden. Das war kein gewöhnlicher Mürbteig, wie ich ihn seit Jahren backe, sondern ein Teig, der geschmacklich und auch von der Konsistenz an Blätterteig erinnert - und doch sehr einfach herzustellen ist!


Mein heutiger Apfel-Walnuss-Pie ist eine perfekte Kombination aus altbewährt und neu entdeckt, denn die Füllung backe ich nun tatsächlich schon seit über fünf Jahren. Ist ja auch supereinfach, Äpfel mit Walnüssen und als Extraschmankerl noch Cranberries.
Das Teigrezept kommt von Cynthia und ich kann euch nur anflehen, es mal auszuprobieren...es ist nämlich wirklich, wirklich superklasse. Um es nachbacken zu können, bin ich sogar spätabends noch in drei verschiedene Berliner Supermärkte gejoggt, um PALMIN zu kaufen. Gibts nämlich soweit ich weiß in Tirol nirgends...und grade das Palmin macht den Teig so "flaky" und knusprig.


APFEL - WALNUSS - PIE
(für eine Pie-Form mit ca. 23cm Durchmesser)

für den Teig
420g Mehl
1TL Salz
2EL Zucker
240g Butter
90g Palmfett
140ml eiskaltes Wasser

für die Füllung
4 mittelgroße Äpfel (am besten Boskoop oder andre Kochäpfel)
2EL brauner Zucker
1TL Zimt
1/2TL geriebene Muskatnuss
eine handvoll Walnüsse
eine handvoll Cranberries

Für die Zubereitung des Teigs die Butter und das Palmfett in kleine Stückchen schneiden und für 3 - 5 Minuten einfrieren.
Die restlichen Zutaten vorbereiten: Mehl mit Salz und Zucker mischen, dann die kalten Butter und Palmfett-Stücke dazugeben und mit dem (Stand)mixer vermischen, so dass eine krümelige Masse entsteht. Dabei ist es egal, wenn kleine Butter- oder Fettstücke "ganz" bleiben, das sorgt dann später dafür, dass der Teig knuspriger wird. Das Wasser dazugeben und den Teig kurz zu einer einheitlichen Masse verarbeiten. Auch hier ist es egal, wenn Stücke von Butter oder Palmfett zu sehen sind.
Die Masse halbieren und jeweils ca 1cm-dick ausrollen. Dann in Frischhaltefolie packen und eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
Nach der Kühlzeit den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen und eine Pie- oder Tarteform (im Notfall tuts auch eine einfache Springform) einfetten und bemehlen.
Die Äpfel waschen und schälen. Feine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Die Walnüsse fein hacken und gemeinsam mit Zucker und Cranberries unter die Äpfel mischen. Die Gewürze dazugeben.
Nun eine Teigfläche dünn ausrollen, die Pieform damit auskleiden und mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen. Die Apfelmasse auf den Teigboden geben.
Nun die zweite Teigfläche ausrollen. Ich könnt die gesamte Fläche als Deckel auf den Pie geben oder verschiedenste Muster ausprobieren, wie zB. ein Gitter. Vergesst aber nicht, dass bei einem Deckel immer Messer-Einschnitte im Teig sein sollten, damit die heiße Luft etwas entweichen kann.
Den Pie ca. 20 - 25 Minuten goldbraun backen und dann auskühlen lassen.
Schmeckt hervorragend zu Vanilleeis und Sahne, übrigens...



Montag, 23. März 2015

Ein Hoch auf die Sonne oder: Karotten-Kokos-Cupcakes

Lustig, aber wahr: dieser Post ist was ganz besonderes. Nicht nur, weil es mein tatsächlich allererster Oster-Post ist, sondern auch, weil er in einer ganz besonderen Stunde geboren und fotografiert wurde:
SONNENFINSTERNIS!
Es ergab sich leider einfach kein anderer Tag, an dem ich die hübschen Cupcakes ablichten hätte können und deshalb musste ich am vergangenen Freitag einen bitteren Kampf mit der Sonne ausfechten.


In meiner kleinen Studentenwohnung lässt es sich ohnehin nur an sonnigen Tagen und dann auch nur zu bestimmten Uhrzeiten fotografieren, wenn dann der Mond spontan (ok, sooo spontan auch nicht) entscheidet, mal eben die Sonne für die wenigen paar Stunden, in denen ich fotografieren kann, zu verdecken, hab ich echte Probleme. Anfangs dachte ich noch "ach was, das geht auch so". Ging nicht. Und deshalb bin ich heute mit meinen Bilder ein kleines bisschen weniger zufrieden als sonst.


Nebenbei sei gesagt, dass ich alle 10 Minuten die Cupcakes im Stich lassen musste um auf die Terrasse zu hüpfen, meine superschicke SoFi-Brille aufzusetzen und in die Sonne zu starren. Der liebe Herr Papa hat am Donnerstag nämlich zwei Minuten vor Ladenschluss einen Optiker ausgeraubt und es mir möglich gemacht, live dabei zu sein. Danke!
Und DANKE liebe Sonne, dass es dich gibt und du so schön vom Himmel strahlst. Ohne dich wäre und BIN ich wirklich aufgeschmissen.



KAROTTEN - KOKOS - CUPCAKES für Ostern
(ergibt 12 - 14 Cupcakes)

für den Teig
200g Karotten
4 Eier
130g Feinkristallzucker
1 1/2TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
2EL heißes Wasser
170g geriebene Haselnüsse
5EL Semmelbrösel (im Notfall tun's auch zerbröselte Vollkornkekse)
1/2TL Backpulver
1TL Zimt
ein Schuss Rum
ein Schuss Zitronensaft

für das Frosting
80g zimmerwarme Butter
100g Puderzucker
150g zimmerwarmer Frischkäse
ein Glas "Cocos Cream-Brotaufstrich" - gibts bei uns bei SPAR
1TL Vanilleextrakt oder 1/2 Päckchen Vanillezucker

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Die Karotten waschen, schälen und fein raspeln.
Die Eier trennen und die Eiweiß steif schlagen.
Die Eigelb mit Zucker, Vanille und Wasser einige Minuten lang hell-schaumig schlagen.
In einer dritten Schüssel die Haselnüsse, Semmelbrösel, Backpulver, Zimt, Rum und Zitrone vermischen. Nun die Hälfte dieser Masse sowie die gesamten Karotten zur Eigelb-Masse geben und gut verrühren. Dann die zweite Hälfte der Nuss-Mischung dazugeben.
Zuletzt den Eischnee mit einem Löffel oder Spachtel vorsichtig unterheben und den Teig dann sofort in die Förmchen füllen und in den Ofen schieben.
Der Teig geht nicht allzu auf, also könnt ihr die Förmchen ruhig voll machen. Die Cupcakes werden nun für 20 - 25 Minuten schön goldbraun gebacken. Mit dem Stäbchentest könnt ihr feststellen, wann die Cakes fertig gebacken sind.
Während die Cupcakes backen, wird das Frosting zubereitet.
Wichtig dabei ist, dass Butter und Frischkäse wirklich dieselbe Temparatur haben.
Die Butter mit dem Puderzucker 3 - 5 Minuten hell aufschlagen. Nun mit einem Schneebesen (nicht Mixer!) den Frischkäse unterheben und die Vanille dazugeben. Zuletzt noch den Kokos-Aufstrich unterheben. Das Frosting bis zum Verwenden kühl stellen.

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, könnt ihr das Frosting aus dem Kühlschrank nehmen und die Cupcakes dekorieren. Ich habe dazu eine offene Sterntülle verwendet. Die kleinen Schokoeier sind von Milka und haben eine Milchfüllung.


Montag, 16. März 2015

Grüne Gedanken oder: Irish Brown Soda Bread

Ihr Lieben, morgen ist SAINT PADDY'S DAY!!
Als Irin im Herzen wird der bei mir natürlich gefeiert, manchmal mit eklig grünem Bier im "authentic" Irish Pub, letztes Jahr mit leckerem Baileys Cheesecake und heuer mal mit schönen Erinnerungen und einem knusprig - saftigem Brot.


Als ich vor ein paar Jahren den ganzen Sommer in Irland verbrachte, hatte ich ziemlich schnell die Nase voll von Toastbrot. Schwierig, dort was andres zu finden.
Aber auch wenn der lokale Supermarkt oftmals den Anschein macht, als gäbe es in diesem Land tatsächlich NUR Toastbrot, gibt es viele wunderbare irische Brotsorten. Man muss sie nur finden.
Ich erinnere mich an einen Sonntagslunch in einem Pub an der Atlantikküste, es gab hausgemachte Gemüsesuppe und ein umwerfend fantastisches Brot dazu. Das war BROWN SODA BREAD.
Der Geschmack dieses Brotes schafft es jeden Mal, mich an viele wunderbare irische Orte zurückzuschicken. Kein Wunder also, dass ich es seit Jahren immer wieder backe.


Das Rezept ist wirklich supereinfach und lässt sich leicht variieren, man kann zum Beispiel ein paar gehackte Walnüsse in den Teig mischen oder das Brot vor dem Backen mit Haferflocken bestreuen.
Am köstlichsten ist das Brown Soda Bread übrigens frisch aus dem Ofen mit gesalzener Butter.
Da knicken bei mir jedes Mal die Knie ein.



IRISH BROWN SODA BREAD

(für einen Laib Brot)

250g Weizen - Vollkornmehl (wer möchte, kann auch gerne mit Dinkel backen!)
200g Weizenmehl
1TL Natron
1TL Salz
1 Bio-Ei, M
350ml Buttermilch
1TL Honig

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Das Mehl mit dem Natron und Salz gut vermischen.
Das Ei mir der Buttermilch und dem Honig mischen und dann zur Mehl-Mischung geben.
Mit einem Knethaken oder mit den Händen den Teig verarbeiten.
Der Teig ist nicht besonders fest, deshalb kippe ich ihn einfach immer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech, das sieht dann ein wenig aus wie eine Kuhflade, hihi ;)
Nun mit einem Messer ein tiefes Kreuz in den Teig schneiden und eventuell noch etwas mit Mehl bestäuben.
Das Brot nun 20 - 30 Minuten backen. Ein guter Test um zu checken, ob das Brot fertig gebacken ist: wenn man auf die Unterseite des Brot klopft, sollte es hohl klingen.




Sonntag, 1. März 2015

Ganz bald! oder: Marmor - Gugel an Frühlingsblumen

Sonne, Sonne, Sonne und das tagelang. So sahen die letzten Wochen in Innsbruch aus. Der Frühling sagte schon mal zaghaft HALLO und wenns nach mir geht, kann und darf er gerne bleiben. Jetzt hat er sich wieder zurückgezogen, aber ich versuche mal, ihn mit dem heutigen Rezept wieder etwas anzulocken.
Dass ich kein Wintermensch bin weiß hier vermutlich eh jeder (siehe Mangel an Winter- und Weihnachtsrezepten), und auch wenn der Winter sich hier seit ein paar Jahren immer sehr in Grenzen hält muss ich jedes Jahr aufs Neue entdecken, wie glücklich es mich macht, wenn die warmen Jahreszeiten wiederkommen.


Bei mir gehts wieder mal rauf und runter, ich hab einiges zu tun und habe heute deshalb kein superduper fancy Rezept für euch sondern zeige euch einen ganz einfachen, klassischen Marmorkuchen, den ich in meinem Lieblingsbackbuch gefunden habe. Da ich wie immer meine Backkreationen an Freunde und Arbeitskollegen weitergebe, habe ich keinen großen sondern viele, kleine süße Marmorgügelchen gebacken, die lassen sich gut auf eine Probe mitnehmen und sind dank mundgerechter Größe ein perfekter Snack für Zwischendurch.
Mal schauen, ob der Frühling sich bei diesen blumigen Bildern wieder bemerkbar macht....


MARMOR - GUGEL IM MINIFORMAT
(für 15 - 20 Minigugel, für einen klassischen Kuchen einfach die dreifache Menge nehmen)

für den Teig
60g weiche Butter
60g Feinkristallzucker
1 Bio - Ei, M oder L
1/2TL Vanillezucker
50g Mehl
1/4TL Backpulver
10g Kakaopulver
etwas Milch

für die Deko
einige Esslöffel Puderzucker


Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich backe Kuchen eigentlich immer mit O&U-Hitze, da der Kuchen dann schön gleichmäßig aufgeht. Die Backzeit verlängert sich dadurch zwar etwas, aber das lohnt sich!
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker hell 2- 3 Minuten  aufschlagen, dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten.
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen und zu einer Schüssel das Kakaopulver sowie ein bisschen Milch geben, so dass die Masse schön cremig wird.
Ich habe die beiden Teigsorten nun in zwei verschiedene Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle gefüllt und dann die kleinen Gugelförmchen (ich verwende eine Silikonbackform) erst mit dem hellen und dann mit dem dunklen Teig befüllt. Mit einem Zahnstocher die Teigsorten vorsichtig miteinander vermischen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Die kleinen Gugel nun ca. 20 - 30 Minuten backen, bis sie etwas aufgegangen und goldbraun gebacken sind.
Auskühlen lassen, dann die Gugel aus den Förmchen lösen und mit Puderzucker dekorieren.
Wenn ihr einen großen Marmorkuchen backen wollt, verlängert sich die Backzeit auf 45 - 50 Minuten.