Donnerstag, 17. Juli 2014

Gläserne Liebe oder: Kuchen im Glas mit leckerem Maracuja - Curd

Vor etwa zwei Jahren bin ich in meine kleine, feine Studentenbude eingezogen und in diesen zwei Jahren habe ich mich in (sehr) kleinen Schritten immer weiter von zusammengewürfelten, von Eltern und Verwandten ausrangierten Tellern, geschenkten Coca Cola Gläsern, Plastikgabeln und rumstehenden Cornflakesschachteln entfernt.
Anfangs war das ja alles noch ganz in Ordnung, aber ich hege eine mir unerklärliche Liebe zu stylisch eingerichteten Küchen, zu finden in Filmen wie "Wenn Liebe so einfach wäre", "Was das Herz begehrt" oder der Serie "Revenge". Tatsächlich träume ich geheim davon, irgendwann in einem kleinen, feinen Beach - House im Hamptons - Stil zu wohnen.
Deshalb habe ich versucht, mein Interior ein wenig an meinen irgendwann - Traum anzupassen und stelle mich unter anderem beim monatlichen Ikea - Besuch immer wieder minutenlang in die größte, stylischte Küche, damit ich meinem Traum irgendwie nah sein kann.
Den ersten Schritt weg von der Studentenbude und hin zum "erwachsenen" Eigenheim habe ich getan, indem ich alles was sich in Plastikdosen oder Kartonverpackungen befand, in Schraubverschlussgläser gefüllt habe.


Ich liebe Gläser, vor allem Flaschen. Bei mir findet man Blumen, Pasta, Haferflocken und Backdekor in großen Flaschen. Sogar den Zahnputzbecher habe ich kurzzeitig mal durch ein hübsches Glas ausgetauscht....was ein Fehler war. Ich neige spät abends ein wenig zur Tollpatschigkeit.
Gläser sind nicht nur hübsche, stylische Aufbewahrungsbehälter, sondern inzwischen auch ein neuer Back - Trend. Wer kennt ihn noch nicht, den Kuchen im Glas?
Das tolle an dieser Backweise ist, dass der Kuchen, konserviert im Glas, sehr lange hält und sich somit zum Beispiel super in Paketen verschicken lässt.
Ich bin aber auch ein großer Freund hausgemachter Marmeladen und Curds geworden, letztes Jahr gab's bei mir Erdbeer - Limetten - Marmelade und Lemon Curd.


Wer sich mit Gläsern aller Art eindecken möchte - seien es Flaschen, Weck - Gläser oder Schraubverschlussgläser - wird inzwischen schon gut in Supermärkten oder Interior - Shops fündig, wer wie ich in einer immer-noch Kleinstadt lebt, muss da schon eher auf Onlineshops zurückgreifen. Für Österreicher habe ich diesen Link für euch: www.etivera.com
Die Flaschen wurden sehr schnell geliefert, es gab keine Probleme und ich bin bis heute sehr glücklich mit meinem Kauf.
Der zweite Link ist eher was für meine Leser aus Deutschland: www.edingershops.de
Dieser Shop führt neuerdings auch ein großer Sortiment an Glasfalschen und Gläsern, klickt euch mal durch, vielleicht animiert euch mein heutiges Rezept ja für den einen oder andren Kuchen im Glas oder einen leckeren, frischen Curd. Speziell für Kuchen-im-Glas-Bäcker gibt es dort eine tolle Auswahl an Gläsern (*klick*) in verschiedenen, hübschen Designs.


KUCHEN IM GLAS MIT MARACUJA - CURD
für 3 Kuchen im Glas und 300ml Maracuja Curd

für den Kuchenteig
65g zimmerwarme Butter
65g Feinkristallzucker
1 großes, zimmerwarmes Bio - Ei
1/2 Päckch. Vanillezucker
65g Mehl
1/2TL Backpulver

für den Maracuja Curd
3 große Bio - Eier
60g Butter
115g Feinkristallzucker
ca. 8 reife Maracujas (ca. 120g Fruchtmark), die Maracujas sollten schön schrumpelig sein!

für die Joghurt - Sahne Creme
100ml Sahne
150g griechisches Joghurt
1/2TL Vanillezucker

Zubehör
3 Gläser mit Schraubverschluss, in der Größe eines kleinen/normalen Marmeladenglases
1 Glas für den Maracuja Curd


Den Maracuja - Curd könnte ihr luftdicht verpackt wochenlang im Kühlschrank aufbewahren, also könnt ihr den Curd zubereiten, wann immer ihr wollt. Am besten jedoch mindestens einen Tag / ein paar Stunden vor dem Servieren.
Dazu die Butter mit dem Zucker und dem Maracuja - Mark (wer möchte, kann das Maracujamark mit einem Pürierstab passieren, dann verschwinden die dunklen Kerne, ich fand sie jedoch optisch sehr passend) in einer hitzefesten Schüssel überm Wasserbad erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die verquirrlten Eier unter ständigem Rühren schnell dazugeben. Die Masse gut verrühren und die Schüssel dann wieder auf das Wasserbad stellen. Nun bedarf es ein wenig Geduld, unter ständigem Rühren wird die Masse innerhalb der nächsten 10 Minuten eindicken. Wenn der Curd die Konsistenz von Pudding hat, könnt ihr die Schüssel wieder vom Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Dann den Curd in ein Schraubverschluss- oder Weck-Glas füllen, das Glas zuschrauben und im Kühlschrank aufbewahren.
Für den Kuchen drei sterile Gläser (die Größe bleibt euch überlassen, je nachdem ob ihr den Kuchen pur oder mit Topping servieren wollt) vorbereiten und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
 Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und Vanillezucker drei Minuten lang hell aufschlagen, dann das Ei dazugeben und die Masse nochmals drei Minuten lang mixen. Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben, dann nochmal kurz mixen. Nun die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und den Teig auf die drei Gläser aufteilen. Dabei darauf achten, dass die Kuchen noch aufgehen, also befüllt höchstens die Häflte des Glases!
Die Gläser in den Backofen geben und für 20 - 25 Minuten goldbraun backen. Nach der Backzeit einen Zahnstocher in den Teig stecken, wenn kein Teig kleben bleibt, sind die Kuchen fertig.
Wer die Kuchen aufbewahren oder verschicken möchte, schraubt nun sofort die Deckel auf die Gläser So werden Geschmack und Frische konserviert. Für sofortigen Weitergebrauch lasst ihr die Kuchen erstmal auskühlen.
Für die Creme die Sahne steif schlagen und den Joghurt unterheben. Mit Vanillezucker süßen und dann mit einem Spritzbeutel auf die ausgekühlten Kuchen spritzen. Dabei lasst ihr etwa 2cm vom Glas noch leer, für den Curd.
Zuletzt den Curd auf die Creme geben und eventuell noch mit etwas übriggebliebener Creme dekorieren.


Montag, 7. Juli 2014

Die Regieanweisung oder: Himbeer-Vanille-Cupcakes mit Zartbitterganache

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich auf so ziemlich jede Party Kuchen mitbringe. Aber nicht nur auf Partys. Ich habe bereits diverse Zugfahrten, Park-Picknicke, Urlaubsautofahrten und Wohnungen (liebes)kranker Freundinnen mit lecker Gebackenem versorgt.
Jetzt kommt eine neue Lokalität hinzu: das Theater.


Als ich vor etwa einem halben Jahr das Manuskript für unser zweites Abschlussstück las, konnte ich es kaum glauben: der Regisseur und Autor, der auch vier Jahre lang unser Lehrer war und die regelmäßige Kuchenlieferung in die Schule wohl irgendwie bemerkt hatte, hat doch glatt schwarz auf weiß in den Text geschrieben, dass meine Rolle immer überallhin Kuchen mitbringt. Und der wird dann am Ende des Stücks von uns allen verspeist.
Das ehrt mich natürlich sehr und deshalb habe ich mich für die Premieren - Cupcakes auch so richtig ins Zeug gelegt.


Nach ausgiebiger Befragung des restlichen Schauspieler - Ensembles (dieses Mal MÜSSEN sie nämlich meinen Kuchen essen, ob sie wollen oder nicht, ist ja immerhin eine Regieanweisung!) habe ich mich für eine Kombination aus Vanille - Spongeteig, Früchten und Schokolade entschieden. Da kann man kaum was falsch machen, oder? ;)


Wie die Prachtstücke ankommen, kann ich euch leider erst heute Abend sagen. Um etwa 22 Uhr haben die Cupcakes dann nämlich ihren großen Auftritt und dürfen kurze 5 Minuten mit uns auf den Bretter stehen, die für mich die Welt bedeuten. Aber für mich haben sie sich schon jetzt einen Platz in der Top 5 meiner Lieblingscupcakes verdient....sie sind einfach SO hübsch!


HIMBEER - VANILLE - CUPCAKES MIT ZARTBITTERGANACHE
(für 12 Stück)

für die Ganache
200g Zartbitterkuvertüre
115ml Sahne
1/2EL Butter
1EL Honig

für den Sponge - Teig
130g weiche Butter (Raumtemperatur)
130g Feinkristallzucker
2 große Eier (alternativ 3 kleine Eier), Raumtemperatur
1 Päck. Vanillezucker
130g Mehl
1TL Backpulver
200g frische Himbeeren

Dekoration
12 Himbeeren
Minze 

Die Ganache muss 8 Stunden vor der Verwendung oder am bestens schon am Vortag zubereitet werden. Dazu die Kuvertüre klein hacken, die Sahne in einem Topf leicht aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und die Kuvertürestückchen zur Sahne geben. Vorsichtig, aber gut umrühren, bis die gesamte Schokolade geschmolzen ist. Butter und Honig unterrühren und dann die Ganache abdecken und für mindestens 8 Stunden an einem kühlen bzw. zimmerwarmen Ort aufbewahren. Nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird die Ganache zu hart.
Für den Sponge-Teig ist eines sehr wichtig: Butter und Eier müssen dieselbe Temperatur haben, also entweder ihr nehmt die Zutaten am Vortag schon aus dem Kühlschrank und lasst sie über Nacht warm werden oder (falls ihr das vergessen habt) ihr gebt die Butterstückchen sowie die aufgeschlagenen (aber nicht verquirrlten) Eier in zwei separate hitzefeste Schüsseln und stellt beides während dem Vorheizen für 5-7 Minuten in den Backofen. Die Butterstücke dürfen dabei ruhig ein wenig schmelzen, jedoch nicht mehr als 1/3.
Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden. Die Himbeeren waschen und gut abtrocknen.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker etwa 2 Minuten lang hell aufschlagen. Dann die Eier einzeln dazugeben und die Masse nochmal 2 - 3 Minuten kräftig mixen. Je länger ihr mixt, desto fluffiger werden die Cupcakes!
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und vorsichtig unterheben, dann mit dem Mixer kurz durchrühren, jedoch nicht mehr lange, sonst fällt der Teig wieder zusammen.
Mit zwei Esslöffeln den Teig auf die Förmchen verteilen und dann je zwei Himbeeren in den Teig drücken.
Die Cupcakes für ca. 20 Minuten goldbraun backen. Nun lasst ihr die Cakes komplett auskühlen.
Inzwischen könnt ihr die vorbereitete Ganache weiterverarbeiten. Dazu schlagt ihr die Masse mit einem Handmixer etwa 3 - 5 Minuten kräftig auf, so dass sie heller und fester, also zu einer spritzfähigen Masse wird. Sollte die Ganache sich nicht richtig aufschlagen lassen, stellt sie für 5 Minuten in den Kühlschrank und probiert es dann nochmal. Gerade im Sommer ist der Ganache die Raumtemperatur manchmal etwas zu warm.
Die Ganache in einen Spritzbeutel mit offener Sterntülle füllen und kleine Tuffs auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen. Mit Himbeeren und Minze dekorieren.



Montag, 23. Juni 2014

Gemüsesucht oder: Dinkel - Pizzatartelettes mit Tomaten & Zucchini

Als meine Mama vor etwa 15 Jahren versucht hat, mir Zucchinikuchen aufzutischen, erntete sie den bösesten Blick den ich in petto hatte, sowie ein einziges, kaltes: "NEIN."
Zucchini und ich waren nie Freunde, ich hasste dieses Gemüse. Grün UND gesund, das war einfach zu viel für mich.


Das alles änderte sich allerdings, als ich im Alter von 12 Jahren plötzlich aus einer seltsame Laune heraus zur Vegetarierin wurde. Meine Familie war schon immer eine begeisterte Grillgemeinschaft und so stand ich sehr bald vor einem Problem: WAS grillt eine Vegetarierin? Die Antwort: Zucchini! Plötzlich war ich ganz verliebt in das saftige Gemüse und das ist bis heute so geblieben. Momentan bin ich sogar eeeeetwas süchtig danach....ob kalt oder gegrillt auf dem Sandwich, mit Pasta oder eben auf der Pizza, Zucchini kommt bei mir momentan fast täglich auf den Teller.


Heute hatte ich mal wieder Lust auf selbstgemachte Pizza und da ich gerade wieder ein bisschen mehr auf meine Ernährung achten möchte, habe ich mich für Dinkelvollmehl entschieden.
Pizzateig geht wirklich erstaunlich schnell und kostet gar nicht viel, schmeckt aber selbstgemacht tausend mal besser als die Fertigprodukte aus dem Supermarkt. Dies hier ist das Rezept, mit dem ich schon seit ein paar Jahren meine Pizza backe.


DINKEL - PIZZATARTELETTES MIT TOMATEN & ZUCCHINI
(für ca. 8 Tartelettes)

für den Teig
1/2 Würfel Hefe
125ml lauwarmes Wasser
250g Dinkelvollmehl
1EL Olivenöl
1/2TL Salz

für den Belag
1 mittelgroße Zucchini
2 handvoll Cherrytomaten
125g Mozzarellakäse
Prise Salz
Gewürze (z.B. Basilikum)


Für den Teig das Mehl in eine mittelgroße Schüssel geben. Das Wasser mit der Hefe, dem Salz und dem Öl in einer Tasse vermischen und dann zum Mehl geben. Mit den Händen sofort gut durchkneten, ruhig etwas länger, damit der Teig schön geschmeidig wird.
Dann die Schüssel mit einem nassen Tuch abdecken und für ca. 40 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen. (Im Sommer eignet sich ein Balkon oder eine Terrasse, im Winter tut's auch ein vorgeheiztes Backrohr. Bitte nicht vergessen, das Backrohr auszuschalten, während der Teig rastet!)
Nun die Zucchini in feine Scheiben schneiden und die Tomaten vierteln. Den Mozzarella in kleine Stücke rupfen.
Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen. Wer den Teig im Backrohr ruhen lässt, sollte die Schüssel zuvor aus dem Rohr nehmen.
Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben (inzwischen sollte er aufgegangen sein!) und kleine Bällchen formen, ca. golfballgroß. Den Teig auseinanderziehen, so dass eine runde Fläche entsteht. Nun den Teig in Tarteletteförmchen geben und zuerst mit der Zucchini, dann mit den Tomaten und zuletzt mit den Mozzarellastückchen belegen. Mit Salz und Gewürzen bestreuen.
Die Pizzatartelettes für 20 - 25 Minuten backen, bis Rand und Käse leicht gebräunt sind.
Dann aus dem Ofen nehmen und sofort oder etwas später auch gerne kalt genießen :)


Rezept gefunden auf chefkoch.de

Sonntag, 15. Juni 2014

Hallo Sommer oder: Zitronen - Cheesecakes

Sommer in Österreich ist oftmals sehr unberechenbar. Erst regnets Anfang Juni in Strömen und man packt die Winterstiefel wieder aus und dann kommt plötzlich die Sonne und hört gar nicht mehr auf, vom Himmel zu knallen (ja, knallen, tatsächlich!) und zwar tagelang, mit voller Wucht, ohne ein Tröpfchen Regen.


All die Menschen, die an solchen Tagen die Badetasche packen und an den nächstgelegenen See düsen dürfen, sind wahrlich glückliche Menschen.
Ich hingegen stecke noch immer mitten im Abschluss-Stress und verbringe die 35°C - Tage in der nicht klimatisierten Schule und kämpfe mich gemeinsam mit acht schwitzenden, erschöpften Mitschülern durch Texte von den bedeutensten Schriftstellern der letzten 100 Jahre.
Und obwohl ich meinen Beruf über alles liebe, fällt es in diesen Momenten manchmal etwas schwer, die gute Laune beizubehalten.
Wie hält man mich bei Laune? Genau - mit Cheesecake! Und da ich so viel Sommer wie möglich in mein Leben bringen möchte, habe ich leckere Zitronen - Cheesecakes gebacken.


ZITRONEN - CHEESECAKES
(für 12 Stück)

für den Boden
65g Vollkornbutterkekse
25g Butter

für die Füllung
75g Zucker
200g Frischkäse (Philadelphia Doppelrahmstufe)
125g Mascarpone
1 kleines Ei
1/2 Eigelb
2EL Vanillezucker
1EL gesiebtes Mehl
50ml frisch gepresster Zitronensaft

für die Deko
3 Zitronenscheiben, geviertelt
4 -5EL Keksbrösel
brauner Zucker

Ein Muffinblech mit Muffinförmchen auskleiden. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Die Butterkekse in der Küchenmaschine oder mittels Plastiksäckchen und Nudelholz zerkleiner, so fein wie möglich. Die Butter in einem Topf schmelzen und dann die Keksbrösel dazugeben.
Die Masse auf die Muffinförmchen aufteilen und mit einem Glas festdrücken. Dann beiseite stellen.
Für die Füllung alle Zutaten gut miteinander verrühren und dann auf die Keksböden verteilen. Dabei die Förmchen zu etwa 3/4 befüllen.
Eine/n hitzefesten Topf oder Auflaufform mit Wasser befüllen und in den Ofen stellen. Dann das Muffinblech ebenfalls in den Ofen geben und die Cheesecakes für 30 - 40 Minuten backen. Sie sollten nicht zu dunkel gebacken werden aber von der Konsistenz her recht fest sein.
Den Backofen ausschalten, einen Kochlöffel zwischen die Tür klemmen und die Cakes noch weitere 45 Minuten im Ofen lassen.
Danach die Cakes bei Raumtemperatur etwas auskühlen lassen und dann die Cheesecakes für 8 Stunden bzw. über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.
Nach der Kühlzeit die Cheesecakes mit den Keksbröseln, den Zitronenvierteln und etwas braunem Zucker dekorieren und am besten gut gekühlt servieren.


Sonntag, 25. Mai 2014

Beflügelt oder: Schokoladen - Beeren - Tartelettes

Ich bin wieder da, erstmal. Ich weiß noch gar nicht, wie lange das andauern wird, da ich im Moment kaum zum Backen und schon gar nicht zum Bloggen komme.
Der Grund dafür ist ein eigentlich sehr schöner: ich erlebe gerade die wohl aufregenste Zeit meines bisherigen Lebens.


Vor drei Tagen feierte ich mit meiner lieben Abschlussklasse der Schauspielschule die Premiere unserer Abschlussarbeit, einem bunten Mix aus Shakespeare-Stücken.
"Blind, aber Flügel" hat nicht nur mich, sondern auch ganz viele andere Leute beflügelt und dafür bin ich unendlich dankbar. Das machen zu dürfen, was man am allermeisten liebt auf der Welt und dann dafür auch noch so viel Lob und Anerkennung zu bekommen, lässt mein kleines Herzchen vor Liebe überquellen.
Wenn man vier Jahre lang hart arbeitet und dann in diesem einen Moment am Ende der allerersten Vorstellung mit tosendem Applaus dafür belohnt wird, dann lässt sich das gar nicht so einfach beschreiben. Ich hatte jedenfalls mit den Tränen zu kämpfen (und den Kampf habe ich übrigens hoffnungslos verloren.)


Langsam beginne ich, die Aufregung der letzten Wochen zu verdauen und kann mich mental auch auf meine Diplomprüfung vorbereiten, die nun ansteht. Und zum ersten Mal seit Wochen habe ich auch endlich wieder Zeit und Lust, zu backen.
Mein heutiges Rezept ist ein sehr einfaches, aber dafür ein herrlich sommerliches mit dreifach Schokolade und beeriger Fruchtnote.


Lasst es euch schmecken!
Und an alle Menschen aus Tirol und Umgebung: wer mich und die anderen verrückten Schauspielschüler mal live erleben will, der hat am 25., 28., 29., 30. und 31. Mai immer um 20 Uhr Gelegenheit dazu. "Blind, aber Flügel", im Freien Theater Innsbruck.
 


SCHOKOLADEN - BEEREN -TARTELETTES
(für 8-10 Tartelettes)

für den Teig
115g Butter, weich  175g Feinkristallzucker 1/2 Päckch. Vanillezucker 1 großes Bio - Ei 175g Mehl 40g ungesüßter Back - Kakao 1 kleine Prise Salz 1/2TL Backpulver

für die Ganache
300g Zartbitterkuvertüre
150ml Sahne

für die Deko
geraspelte Zartbitterschokolade
frische Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren...) 
  Die Tarteletteförmchen mit Butter einfetten. Für den Teig die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker fluffig aufschlagen, etwa 3 - 4 Minuten lang. Dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten. Das Mehl, Kakaopulver, Salz und Backpulver zur Butter - Ei - Masse geben und alles gut miteinander verkneten, entweder mit einem Mixer oder mit den Händen. Nun den Teig zu zwei Bällen formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 20 Minuten in den Kühlschrank legen.
Nun den gekühlten Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ca. 0,5cm dick ausrollen. Die Folie verhindert, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt.
Je nach Größe der Tarteletteförmchen Kreise ausstechen und die Förmchen mit dem Teig auskleiden.
Nun die Förmchen mit Teig nochmal 30 Minuten kühlen, diesmal am besten im Tiefkühlfach.

Während der Teig kühlt, die Ganache zubereiten.
Dazu die Schokolade fein hacken, die Sahne erhitzen und kurz vor dem Kochen von Herd nehmen. Die gehackte Schokolade zur Sahne geben und so lange verrühren, bis die Schokolade sich komplett aufgelöst hat.
Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und nach der Kühlzeit die Tarteletteböden ca. 30 Minuten backen.
Die Böden auskühlen lassen und dann die Förmchen mit Ganache auffüllen. Mit Schokosplittern und Beeren dekorieren.
Die Tartelettes sollten nun mindestens 8 Stunden bei Raumtemperatur auskühlen und fest werden, sonst lassen sie sich nicht gut anschneiden.


Dienstag, 29. April 2014

Die Muttertagsentschuldigung oder: Erdbeer - Rosenwasser - Cupcakes

Jetzt steht er wieder vor der Tür, der Muttertag.
Der Tag, an dem meine Mama immer wieder ein kleines bisschen durch die Hölle gehen musste....denn gut gemeint ist oftmals nicht genug.


Um Punkt 6 Uhr früh an besagtem Sonntag jedes Jahr springen meine Schwester und ich putzmunter aus den Bettchen mit einem Masterplan im Ärmel: ein "Überraschungs"frühstück für Mama machen!
Mission 1: leise und heimlich in die Küche schleichen. Mindestens drei Mal stoßen wir uns lautstark unsre Zehen an und hüpfen dann fluchend-kichernd in die Küche.


Mission 2: Kaffee kochen. Ist ja eigentlich gar nicht schwer, bisschen Pulver in die Maschine und fertig. Nur - wieviel Pulver eigentlich? Und wo haben wir diese Kaffeefilter verstaut?!
Also auf Richtung Elternschlafzimmertür, klopf klopf.
"Papa? - PAPA!" - "Jaaaaah?!" - "Wo sind die Kaffeefilter?" - "Im Schrank über der Spüle." - "Ok danke." Dann schaltet sich Mama ein. "Neeein, die sind über dem Herd....." - "Ok, danke, danke...danke."
Dann wieder zurück in die Küche, wo Schwestern inzwischen den Tisch deckt.
Nachdem Filter gefunden und Pulver ungefähr abgemessen ("So die halbe Packung für zwei Leute, oder?!") sind, läuft die Maschine endlich und produziert eine tiefschwarze Flüssigkeit.
Mission 3: Frische Blumen müssen her! Im Garten blüht der Flieder, also schnapp ich mir die Küchenschere und poltere zur Tür raus, nur um dann im Garten festzustellen, dass ich leider keinen Schlüssel mitgebracht habe. Schnipp schnapp, Flieder ab, und dann zurück zur Haustür, mal klopfen.
Vielleicht hörts ja wer.
Nö.
Also klingeln.
Mehrmals.


Meine Schwester drückt den Türöffner und schimpft mich leise, wie blöd ich doch bin, "da wachen doch alle auf!". Zeitgleich geht im elterlichen Schlafzimmer mit einem Seufzer der Rolladen hoch.
Jetzt gilt es schnell zu sein. Blumen auf den Tisch, Brot geschnitten (und zwar in richtig schöne, 5cm dicke sowie schiefe Scheiben), Kaffee randvoll in die Jumbotassen gefüllt und dann aufgestellt für's Muttertagsgedicht.
Mama und Papa schlurfen hundemüde und nur minder überrascht in die Küche und unterdrücken gequält ein Grinsen, als meine Schwester und ich dreimal den Einstieg zum Gedicht versemmeln.

Eine halbe Stunde später ist dann neuer Kaffe gekocht und die 5cm-Brotscheiben wurden in 2,5cm-Scheiben verwandelt. Es gibt jetzt auch andere essenzielle Dinge am Frühstückstisch, die wir irgendwie....vergessen haben. Milch, Honig und Messer zum Beispiel.

Den restlichen Tag über versuchen meine Schwester und ich aufrichtig, nicht zu viel zu streiten und Mama nicht zu nerven, was uns wie jedes Jahr einfach nicht gelingt.
Und den Tisch abräumen musste sie im Endeffekt auch allein, weil um 8 Uhr nämlich Tom Turbo startet und wir das sehen müssen.


Damit meine Mama uns diverse Muttertage verzeiht, backe ich ihr heuer lieber viel Kuchen. Diese Cupcakes wären schon mal ein guter Start. Und heuer versuchen die Schwester und ich NOCH aufrichtiger, weniger zu streiten. Ehrlich.

ERDBEER - ROSENWASSER - CUPCAKES
(für 12 Cupcakes)

für den Teig
100g Butter
150g Feinkristallzucker
2 Eier
250g Mehl
2 EL Milch oder Wasser
2TL Backpulver
1TL Vanille-Extrakt / Vanillezucker
1TL Rosenwasser
6 - 8 mittelgroße Erdbeeren, klein geschnitten
eine handvoll Marzipanstückchen

für das Frosting
115g weiche Butter

150g Puderzucker
225 g Frischkäse, Doppelrahmstufe
1TL Vanillezucker
getrocknete Rosen(blätter) und Zuckerperlen

Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Butter und Zucker sowie Vanillezucker einige Minuten lang cremig rühren, die Eier einzeln dazugeben, schön glatt rühren. Dann das Mehl und Backpulver in die Mischung sieben, Milch und Rosenwasser dazugeben und die Masse nochmal gut glatt rühren.
Zuletzt die Erdbeer- und Marzipanstückchen unterheben.
Das ganze nun in Förmchen füllen und bei 180°C für ca. 25 Minuten in den Backofen geben.
Mittels Stäbchentest könnt ihr überprüfen, wann die Cupcakes fertig sind.
Bevor das Frosting aufgetragen wird, die Cupcakes komplett auskühlen lassen.


Für das Frosting die Butter mit dem Puderzucker einige Minuten lang hell aufschlagen. Den Frischkäse kurz verrühren und dann vorsichtig zur Buttermasse geben. Zuletzt die Vanille dazugeben.
Nun das Frosting in einem Spritzbeutel geben und das Frosting mit einer offenen Sterntülle auf die Cupcakes spritzen.
Mit den Rosen bzw. Blüten und Zuckerperlen dekorieren.


Sonntag, 20. April 2014

Der Reishunger oder: Milchreis - Cupcakes mit Grießpudding - Sahnetopping

Vor einigen Wochen fand ein Testpaket der deutschen Firma "Reishunger" seinen Weg in mein Postfach. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal herzlich bei den Bremer Reishungrigen, die mir eine große Freude gemacht haben! Die Mitarbeiter der Firma machten auf mich einen sehr freundlichen, offenen Eindruck, wer mehr über das Team hinter Reishunger und deren Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V. (Projekt "Ernährungssicherung in Laos, Phongsaly") erfahren möchte, wird hier fündig.


Reishunger.de bietet eine riesengroße Auswahl an Reis- und weiteren Produkten an, ihr könnt hier zum Beispiel auch Hirse, Couscous, Quinoa und Zutaten wie Gewürze und Öle kaufen. Es gibt auch verschiedene Boxen, wie zB. die Sushi Box. Für Kochfaule gibt es die Risotto- und Suppen-Mischungen.




Nun wollte ich euch natürlich etwas aus dem großen Reisvorrat BACKEN und dabei stieß ich recht schnell an meine Grenzen. Reis wandert bei mir eigentlich nie in die KitchenAid, ich musste sehr lange überlegen und tüfteln, bis ich zufrieden mit meiner Idee war.
Und so präsentiere ich euch heute Milchreiscupcakes mit einem leckeren Grießpudding-Sahnetopping.


Wer Milchreis mag, wird auch die gebackene Version dieser Mehlspeise mögen. Wer möchte, kann noch ein wenig Frucht in die Cupcakes geben, oder Kakao, oder Sirup...tobt euch aus und besucht doch auch mal die Webseite von Reishunger!
Ich habe sofort nach Erhalt des Pakets das Tomaten - Basilikum - Risotto ausprobiert und war wenig später im Reishimmel...Risotto war eigentlich nie mein Lieblingsreisgericht, aber dieses hat es mir ganz ehrlich angetan...wenig später wanderte auch die Reissuppe in meinen Topf und auch davon war ich sofort restlos überzeugt.

Viel Spaß beim Reishunger - Stöbern und Milchreis - Schlemmen!

MILCHREIS - CUPCAKES mit GRIESSPUDDING - SAHNE - TOPPING
(für ca. 20 Mini - Cupcakes)

für den Milchreis
500ml Milch
120g Milchreis
2-3EL Zucker
10g Butter
1 Bio - Ei, M

für das Topping
700ml Vollmilch
1 Pack. Puddingpulver Vanille
70g Weichweizengrieß
60g Kristallzucker
100ml Sahne

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Minimuffinblech mit kleinen Cupcakeförmchen auskleiden.
Zuerst wird der Milchreis gekocht - am besten nach Anleitung auf der Reispackung. Die Milch mit dem Zucker und Reis etwa 30 - 40 Minuten lang köcheln lassen, bis der Reis die Milch beinahe ganz aufgenommen hat und eine cremige Masse entstanden ist.
Zimt dazumischen und dann Butter und Ei einrühren.
Die Masse in Cupcakeförmchen füllen und dann für ca. 20 Minuten leicht goldbraun backen.

In der Zwischenzeit den Grießpudding vorbereiten.
Dazu das Puddingpulver mit ein paar Esslöffeln der Milch glattrühren, die restliche Milch in einem Topf erhitzen.
Den Grieß mit dem Zucker mischen und kurz bevor die Milch kocht den Topf vom Herd nehmen und die Grieß-Zucker-Mischung einrühren.
Dann das Puddingpulver einrühren und den Topf wieder auf die Herdplatte stellen. Unter Rühren aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze ein paar Minuten lang köcheln lassen, bis der Grieß anzieht. Dann den Pudding abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen und in den abgekühlten Pudding mischen.

Wenn die Cupcakes fertiggebacken sind, lasst ihr sie vollständig auskühlen, danach kann das Topping auf die Cupcakes gespritzt werden. Ich habe das ganze noch mit ein paar Apfelspalten verfeinert.
Ich liebe Milchreis mit Äpfeln!! :)