Freitag, 29. April 2016

Galileo meets Julia Bakes: Blumenkohl - Brownies

Teil 3 der "Backen mit Kohl" - Reihe ist was für Schoko - Fans!
Wobei ich gerne etwas sagen möchte: so schokoladig und buttrig wie ein "echter" Brownie schmecken die Blumenkohl - Brownies natürlicht nicht, können sie ja auch nicht, ist ja keine Butter drin.
ABER die Konsistenz ist sehr ähnlich UND natürlich haben die Blumenkohl - Brownies 1000 mal weniger Kalorien, als ein "echter". Wer also nicht auf Brownies verzichten möchte, trotzdem gerne den Brownie - Biss und die Schokolade nicht missen und nebenbei noch gesund naschen möchte, ist hier genau richtig!

Ich sag nochmal DANKE an euch alle da draußen, an Galileo, an das Filmteam und ganz besonders an Milena, an meine Familie und Freunde und freue mich, wenn ihr weiterhin auf dem Blog vorbeischaut!


BLUMENKOHL - BROWNIES
für eine mittelgroße Auflaufform

240g Blumenkohlpüree
120ml Mandelmilch
6 Stück Zartbitterschokolade mit 70 - 90% Kakao
100g Butter
60g Frischkäse
2 Eier
100g gemahlene Mandeln
45g Kakaopulver
70g Kokosnussmehl
2TL flüssiges Stevia
4TL Ahornsirup
1TL Zimt
Prise Salz

Eine mittelgroße Aulaufform mit Butter einfetten und Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden und dann gemeinsam mit der Mandelmilch in einem Standmixer zu einem feinen Püree verarbeiten.
Die Schokolade über einem Wasserbad bei mittlere Hitze zusammen mit der Butter schmelzen, dann den Frischkäse dazu geben und gut verrühren. Die Schokolade etwas auskühlen lassen.
Nun alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und zu einem Teig verarbeiten.
Ein paar kleine Hinweise noch: probiert den Teig, bevor ihr ihn in die Backform gebt und testet selbst, ob's euch süß genug ist, oder ob ihr den Teig noch mit Stevia und Ahornsirup nachsüßen müsst. Durch die Bitterschokolade wird der Teig nicht gesüßt, sondern eher bitter, also eventuell reicht die Süße aus dem Grundrezept nicht ganz aus!
Außerdem könnt ihr für mehr 'Schokoerlebnis' im Brownie auch Schokolade mit weniger Kakaoanteil verwenden, denn die Schokolade mit 90% schmeckt natürlich sehr bitter und nicht so sehr nach Schokolade wie welche mit zB. 60% Kakaoanteil.
Die Masse in die Auflaufform geben und glatt streichen.
Für 35 Minuten in den Backofen geben und backen.
Den Brownie auskühlen lassen und dann in kleine Rechtecke schneiden.
Wer möchte, kann die Brownies noch mit etwas geschmolzener Zartbitterschokolade überziehen.

(c) galileo.tv




Donnerstag, 28. April 2016

Galileo meets Julia Bakes: Apfel - Sauerkraut - Kuchen

Weiter geht's mit der gesunden Back - Sause!
Im zweiten Rezept aus der Reihe "Backen mit Kohl" von Galileo und Julia Bakes wagen wir uns an was ganz Pikantes: Sauerkraut!
Klingt erstmal seltsam, aber Sauerkraut funktioniert tatsächlich nicht nur im bayrischen Biergarten oder auf der Tiroler Alm. Auch in der Backstube macht sich das Sauerkraut richtig gut, nicht nur als Garant für supersaftigen Kuchen, sondern auch als Lieferant wichtiger Vitamine.
Wer keine Angst vor etwas Zucker hat, kann den Kuchen mit etwas Puderzucker pimpen - ich schwöre euch, dann erkennt niemand mehr den Unterschied zwischen "richtigem" Apfelkuchen und der gesunden Sauerkraut - Variante!

APFEL - SAUERKRAUT - KUCHEN
für eine Springform mit 26cm Durchmesser

250g Blumenkohlmehl
Prise Salz
1 1/2TL Zimt
1/2TL Muskat
1 Apfel, säuerlich, mittelgroß
160g Sauerkraut, ausgepresst
3 Bio - Eier, M
240ml Pflanzenöl
200g Kokosblütenzucker
Mark 1/2 Vanilleschote oder 1/2TL Vanillepaste
250g Haselnüsse, gemahlen

Für das Blumenkohlmehl einen Blumenkohl klein schneiden und dann in einem Standmixer zu einem feinen Püree verarbeiten. In ein Geschirrtuch geben und die Feuchtigkeit auspressen.
Den Blumenkohl dann auf ein Backblech geben und bei 90°C Heißluft für ca. eine Stunde im Backofen trocknen lassen.
Das Blumenkohlmehl auskühlen lassen.
Den Backofen dann auf 180°C Ober - und Unterhitze vorheizen und eine Backform einfetten und mit etwas Grieß oder gemahlenen Nüssen auskleiden.
Das Sauerkraut ebenfalls in ein Geschirrtuch geben und die Feuchtigkeit aus dem Kraut pressen. Mehrmals unter fließendem Wasser auswaschen und wieder auspressen. Das nimmt dem Kraut ein wenig vom starken Sauerkraut - Geschmack, jedoch nicht von der Saftigkeit!
Den Apfel schälen und fein reiben, das Sauerkraut ebenfalls noch etwas feiner hacken.
Nun alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und gut verrühren.
Wer keine Vanillepaste kennt, findet die bei uns in Deutschland zum Beispiel bei REWE in der Back - Abteilung. Ich arbeite gerne mit der Paste, weil Vanilleschoten sehr teuer sind, ich aber trotzdem gerne mit echter Vanille arbeite. Ein halber Teelöffel der Paste entspricht ungefähr dem Mark einer halben Vanilleschote.
Den Teig in die Backform geben und für mindestens eine Stunde backen.
Da der Kuchen sehr feucht ist, dauert es sehr lange, bis er durch ist, passt also auf, dass er an der Oberfläche nicht zu dunkel wird! Wenn doch, dann einfach mit etwas Alufolie abdecken.

(c) galileo.tv


Dienstag, 26. April 2016

Galileo meets Julia Bakes: Grünkohl - Limetten - Törtchen

Erstmal ein RIESENGROSSES Danke an alle, die mich heute nach dem Galileo - Beitrag angeschrieben, geliked, gefreundschaftet und gelobt haben, es hat mir den Abend sowas von versüßt!
Ich selbst saß zum Zeitpunkt der Ausstrahlung mit meiner lieben Schwester gemütlich beim Tapas essen und wurde dann ganz plötzlich von einer Lawine überrollt, mit der ich nicht gerechnet habe.
Es freut mich unglaublich, dass so viele von euch Interesse an (gesundem) Backen haben und nach den Rezepten gefragt haben.
Die werde ich euch natürlich nicht vorenthalten und sie hier posten.
Vielen Dank für euer großes Interesse an meinem Blog, das geht direkt ins Herz!!
Danke auch an Galileo für diese tolle Möglichkeit, es war mir ein Volksfest!

Den Anfang machen heute die Grünkohl - Limetten - Törtchen, mein persönliches Lieblingsrezept aus der Kohl - Backreihe.
Ich liebe diese Geschmackskombination von Avocado, Limette, Kokos und dem frischen Grünkohl.
Da die Törtchen direkt aus der Kühlung kommen eignen sie sich auch perfekt für einen lauen Sommerabend, als Eis - Ersatz nach dem Grillfest oder als kühle, gesunde Erfrischung zwischendurch.


GRÜNKOHL - LIMETTEN - TÖRTCHEN
für 12 Stück

für den Törtchenboden
130g Blumenkohlmehl
40g Kokosflocken
30g Butter

für die Füllung 
300g Avocado (ca. 2 Stück)
30g Grünkohl
80g Datteln, in Wasser eingeweicht
80g Dattelwasser
3TL Limettensaft
1TL Abrieb Bio - Limette
2TL Kokosraspeln
2TL Ahornsirup
Prise Salz

Zu Beginn widmen wir uns dem Blumenkohlmehl.
Dazu einen Blumenkohl klein schneiden und in einem Standmixer zu einem feinen Püree hacken.
In ein Geschirrtuch geben und die Feuchtigkeit ausdrücken, so dass der Blumekohl nun noch leicht feucht ist.
Das Blumenkohlmehl nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und für ca. 1h in einem vorgeheizten Backofen bei 90°C Heißluft trocknen lassen.
Dann aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen.
Die Butter bei niedriger Hitze schmelzen und die Kokosflocken kurz im Topf anrösten. Dann 130g Blumenkohlmehl mit in den Topf geben und gut vermischen.
Ein Muffinbackblech mit Förmchen auslegen und nun jeweils 2 Teelöffel der Blumenkohl - Kokos - Masse auf die Förmchen verteilen. Gut festdrücken und beiseite stellen.
Für die Füllung die Avocados von Schale und Kern befreien und gemeinsam mit dem Grünkohl, den eingeweichten Datteln und 80g des Wassers, dem Limettensaft, den Zesten, den Kokosraspeln, dem Ahornsirup und dem Salz in den Standmixer geben. Alle Zutaten zu einer feinen Masse verarbeiten und dann circa einen Esslöffel der Masse auf die Törtchenböden geben und verstreichen.
Die Förmchen nur für 2 - 3 Stunden in die Tiefkühltruhe stellen und fest werden lassen.
Kurz vor dem Verzehr aus der Kühlung nehmen, mit Limettenscheiben und Kokosflocken dekorieren, etwas antauen lassen und dann eiskalt und frisch genießen! ;)
Übrigens: wer die Butter durch Margarine ersetzt, hat hier ein absolut veganes Rezept!

Zuletzt noch ein paar Worte zum Blumenkohlmehl:
auch wenn es "Mehl" genannt wird, hat es natürlich nicht dieselben Wirkungen wie richtiges Mehl. Es bindet zum Beispiel nicht so, wie Weizenmehl, weshalb es schwierig ist, einfach jedes Rezept abzuändern und den Mehlanteil mit Blumekohl zu ersetzen. Gerade weil es aber erst sehr wenige Rezepte dafür gibt, könnt ihr hier sehr gerne einfach etwas rumexperimentieren und ausprobieren.
Je trockener das Blumenkohlmehl ist, desto besser, also lasst es ruhig auch mal für zwei Stunden im Backofen trocknen!

(c) galileo.tv

Donnerstag, 31. März 2016

Prinzessinen oder: Schoko - und Zitronen - Macarons

Wer gerne bäckt, sich viel auf Backblogs, Instagram und Youtube - Backkanälen rumtreibt, der stößt mit ziemlicher Sicherheit irgendwann mal auf die Königinnen der Patisserie:
Macarons.
Wobei: eigentlich sind sie keine Königinnen.
Viel eher sind es kleine, zickige, launische Prinzessinnen. Eigentlich total liebeswert, aber SO zickig, dass man sie (im wahrsten Sinne des Wortes) ab und zu mal sehr gerne gegen die Wand klatschen möchte.
Aber wie andere Prinzesinnen auch (ich bin etwas besessen von Herzogin Catherine), war ich von Anfang an fasziniert und konnte es nicht lassen, mich an diese Macarons zu machen.


Mein erster Versuch liegt nun bereits auf die Woche genau drei Jahre zurück.
Und von damals auf heute hat sich viel verändern, gezwungenermaßen.
Denn irgendwann hat man die Nase voll von "vielleicht wird's was". Irgendwann will man eine Garantie haben. Und Erfolgserlebnisse.
Nach zwei Jahren Macaron - Misere mit seltensten Erfolgserlebnissen stieß ich im vergangenen Jahr bei Dani vom Klitzeklein - Blog auf ein Rezept, in dem die Macarons nicht nach der französischen, sondern nach der italienischen Methode gemacht werden.
Der kleine, feine Unterschied: Zuckersirup.


Mit Zuckersirup habe ich bereits meine Erfahrungen gemacht, denn auch bei der Italian Meringue Buttercream werden Eiweiße mit Zuckersirup "gekocht" und aufgeschlagen.
Voller Enthusiasmus machte ich mich also an diese neue, Erfolg versprechende Rezept und ich kann bestätigen: das bisschen mehr Arbeit lohnt sich absolut.
Diese Macarons gelingen nicht nur zu 50%, sondern zu 90%.
Die 10%, die nicht funktionieren, haben nicht mit dem Rezept zu tun, sondern mit Backöfen, die es den Macarons gleichtun und rumzicken, oder ein etwas zu muskulöser Arm, der die Macaronmasse zu dolle mischt.


Ich zeige euch heute zwei verschiedene Macaronrezepte, eines für ganz gewöhnliche Macarons, die ihr beliebig einfärben und mit verschiedensten Geschmäckern versetzen könnt, und eines für Schokoladen - Macarons, wo die Schokolade bereits in den Schalen zu finden ist.
Viel Spaß beim Ausprobieren, Tüfteln und Genießen!



ZITRONEN - MACARONS nach italienischer Art
Rezept von Dehly & deSander, gefunden bei klitzekleinesblog.de

für ca. 30 Stück

für die Schalen
100g Mandelmehl aus blachierten Mandeln
100g Puderzucker
2 x 38g Eiweiß (Eiergröße M)
100g Feinkristallzucker
25g Wasser
Prise Salz
Pastenfarbe zB. "Melon" von Sugarflair

für die Zitronenganache
150g weiße Kuvertüre
75ml Sahne
Zitronenschalenabrieb

Die Füllung wird zuerst zubereitet, am besten einen Tag vorher. Dazu die Kuvertüre kleinhacken und die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen. Die Schokolade zur Sahne geben, kurz bevor diese aufkocht. Vorsichtig umrühren, dann die Ganache abkühlen lassen und beiseite stellen.
Kurz bevor die Macarons mit der Ganache befüllt werden, den Zitronenabrieb zur Ganache geben und die Ganache dann mit einem Mixer fluffig aufschlagen.

Für die Zubereitung der Macarons ist wichtig, dass ihr alle Zutaten parat habt und nicht während der Zubereitung noch irgendwelches Equipment zusammensuchen müsst.
Was ihr auf jeden Fall braucht, ist ein Zuckerthermometer, das gibt's online oder in einem Back-Shop zu kaufen.
Außerdem müssen die Mandel sehr, sehr fein gemahlen werden. Am besten, ihr kauft das fertige Mandelmehl (gibt's inzwischen auch bei Netto!) und siebt es dann noch ein - bis zweimal.
Die Eiweiße müssen exakt abgewogen sein, hier gibt's keine Ausreden, arbeitet zum Beispiel mit einer Spritze, mit der ihr etwas Eiweiß absaugen könnt, um die genauen Gramm Eiweiß zu erhalten.
Weiters solltet ihr euch auf Papier eine Macaron-Vorlage ausdrucken und die unter euer Backpapier legen. Für dieses Rezept benötigt ihr zwei Backbleche! Von Macaron - Backmatten rate ich ab, die haben von vielen Bloggern und Bäckern keine guten Bewertungen bekommen. Arbeitet lieber mit einem Backblech und gewöhnlichem Backpapier.
Um die Macarons aufzuspritzen, solltet ihr euch einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle vorbereiten, ich arbeite mit einer Tülle mit einer Öffnung von 8mm.
Wenn ihr alles breit habt, kann's losgehen.

Die gesiebten Mandeln mit dem gesiebten Puderzucker vermengen. Ein Eiweiß (38g) dazu geben und das ganze zu einer marzipanähnlichen, glatten Masse vermengen. Bereits jetzt könnt ihr die Masse mit der Pastenfarbe einfärben. Verwendet keine flüssige Farbe, das verändert die Konsistenz der Macarons.
Das Wasser mit dem Feinkristallzucker in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Mit dem Zuckerthermometer könnt ihr die Temperatur überprüfen. Der Zuckersirup sollte am Ende 116°C haben.
Wenn das Termometer bei 105°C steht, könnt ihr das zweite Eiweiß und die Prise Salz mit einem Mixer aufschlagen, bis sich weiche (nicht steife!) Spitzen bilden.
Wenn der Zuckersirup 116°C erreicht hat, gebt ihr den Sirup unter Rühren zum Eischnee. Nun wird die Masse so lange gemixt, bis sie abgekühlt ist. Das kann bis zu 5 Minuten dauern.
Nun mit einem Teigschaber vorsichtig, langsam und mit ruhigen Bewegungen den Eischnee unter die Mandelmasse heben.
Dieser Schritt ist essentiell, arbeitet nicht zu hastig, sonst kommt zu viel Luft in die Masse.
Die Macaron - Masse sollte nun glänzend und zäh, aber nicht zu fest und nicht zu flüssig sein.
Füllt die Masse in euren Spritzbeutel und spritzt nun nach der Vorlage kleine Tuffs auf eure beiden Backbleche.
Die Macarons laufen nun von alleine etwas aus und werden flacher, trotzdem solltet ihr die Bleche vorsichtig mehrmals auf eine flache Oberfläche klopfen, so dass eventuelle Luftbläschen an die Oberfläche kommen.
Nun könnt ihr den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Die Macarons müssen nun für mindestens 25 Minuten trocknen.
Lasst sie einfach bei Raumtemperatur stehen und gönnt euch einen Kaffee ;)
Nach der Trockenzeit und wenn der Backofen aufgeheizt ist, könnt ihr eines der Bleche auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Das zweite Backblech lasst ihr noch etwas stehen, ich würde immer nur ein Blech backen.
Stellt euch einen Timer mit 9 Minuten und versucht, euch vom Backofen fernzuhalten.
Der Nervenkitzel der nächsten 9 Minuten ist ziemlich unerträglich...nach 3 - 5 Minuten bilden sich die kleinen Füßchen und es zeigt sich, ob ihr irgendwas flasch gemacht habt.
Macarons können im Ofen aufbrechen, was bedeutet, dass ihr die Masse zu kräftig oder zu wenig gemischt habt.
Nach diesen 9 Minuten der Angst könnt ihr eure kleinen Kunstwerke aus dem Ofen nehmen und das nächste Blech in den Ofen schieben.
Lasst die Macarons auf dem Blech auskühlen und nehmt sie erst nach ca. 20 Minuten vom Blech.

Wenn die Schalen ausgekühlt sind, könnt ihr sie mit der Zitronenganache befüllen und danach bis zu einer Woche gekühlt aufbewahren.
Am besten schmecken die Macarons, wenn sie 1 - 2 Tage Zeit hatten, durchzuziehen. Manchmal sind die Schalen nämlich etwas zu hart und müssen erst etwas Feuchtigkeit von der Ganache aufsaugen, um den typischen Macaron - Crunch zu erhalten.




SCHOKOLADEN - MACARONS nach itaienischer Art
gefunden auf mein-macaron.de

für ca. 25 Stück

für die Schalen
120g Mandelmehl, aus blachierten Mandeln
120g Puderzucker
2 x 40g Eiweiß (2 große Bio - Eier)
50g Zartbitterschokolade mit mind. 70% Kakaogehalt
132g Feinkristallzucker
30g Wasser

für die Schokoladenganache
150g Zartbitterkuvertüre
75ml Sahne

Auch hier wird zuerst die Füllung vorbereitet.
Dazu die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen und kurz bervor die Sahne kocht die zerhackte Kuvertüre zur Sahne geben. Die Schokoalde schmelzen lassen und die Ganache dann beiseite stellen und mindestens 6 Stunden auskühlen lassen. Diese Ganache wird nicht mehr aufgeschlagen, sondern nur abgekühlt.
Für die Zubereitung der Macarons benötigt ihr wieder dieselben Utensilien wie oben, also Zuckerthermometer, Backbleche mit Vorlagen und Backpapier, Spritzbeutel und Tülle, ...
Den Backofen bereits jetzt auf 160°C Umluft vorheizen.
Die Zartbitterschokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Das Mandelmehl mit dem gesiebten Zucker vermengen und ein Eiweiß einarbeiten. Die Masse sollte nun marzipanähnlich sein. Die abgekühlte Kuvertüre dazugeben und gut einarbeiten.
Das Wasser mit dem Kristallzucker in einem Topf erhitzen, dabei das Zuckerthermometer beobachten.
Wenn der Sirup 105°C erreicht hat, das zweite Eiweiß steif schlagen.
Den 116°C heißen Zuckersirup unter Rühren zum Eischnee geben und die Meringue so lange schlagen, bis sie abgekühlt ist.
Die abgekühlte Meringue unter die Mandelmasse heben, dabei vorsichtig und langsam arbeiten.
Nun die Masse in den Spritzbeutel geben und kleine Tuffs auf eines der Backbleche spritzen. Die Masse, die nicht im Spritzbeutel Platz hat, luftdicht abdecken.
Das Backblech mehrmals auf eine flache Oberfläche klopfen, um Luftbläschen an die Oberfläche zu bringen. Dann die Macarons ohne sie anzutrocknen in den Backofen geben und für 12 - 13 Minuten backen.
Da diese Macarons nicht trocken müssen, solltet ihr die Masse erst kurz bevor die Macarons in den Ofen kommen aufs Backpapier spritzen.
Nehmt also erst die gebackenen Macarons aus dem Ofen und startet dann die zweite Runde.
Die ausgekühlten Schalen könnt ihr nun mit der Ganache füllen.
Speziell bei diesen Macarons habe ich festgestellt, dass sie "durchgezogen" wirklich besser schmecken.
Zwei Tage im Kühlschrank wirken wie Magie!


Mittwoch, 16. März 2016

Weitermachen oder: Nougat - Brandteigkringel

Frühling steht für Aufblühen.
Neubeginn.
Die Sonne kommt zurück und erinnert uns, dass die Welt bunt, warm und schön sein kann.
Mich persönlich erinnert Frühling auch immer daran, dass ich ein Mensch bin, der in den dunklen, kalten Wintermonaten etwas runterfährt und sich langsamer bewegt.
Manchmal falle ich dann unbewusst in ein Motivationsloch und fange an, alles anzuzweifeln.
Ich fange an meine eigenen Entscheidungen und meine Pläne anzuzweifeln. Und dann geht es mir nicht mehr gut.

Erst wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen und Tage ihren Weg in mein Herz finden wird mir klar, wie viel Energie wirklich in mir steckt und dass ich meine Entscheidungen niemals bereuen muss. Ich muss die Alten nur hinter mir lassen und Neue treffen. Neue Pläne schmieden.


Genau das tue ich im Moment. Ich sauge die guten Gedanken und Dinge, die um mich herum passieren, auf, lasse mich von allem möglichen motivieren, beginne meine Pläne neu zu organisieren und bereite mich auf den Neubeginn vor, der in unserem Leben immer wieder mal notwendig wird.



Mit den Nougat - Brandteigkringeln ist es nicht anders. Auf der Suche nach einem neuen Rezept habe ich mich von meiner Umgebung inspirieren lassen und trotzt eines Brandteig - Misserfolgs vor ein paar Wochen einen erneuten Versuch gestartet.
Erstmal bin ich gescheitert. Falsches Rezept, falsche Ofentemperatur, falsche Motivation.
Also noch mal von vorne und siehe da - diesmal hat's geklappt.
So ist das eben manchmal. Je öfter wir versuchen, den perfekten Brandteigkringel zu backen oder den richtigen Weg im Leben zu finden, desto eher kommen wir irgendwann ans Ziel!
Und mein heutiges Ziel ist sogar richtig, richtig lecker.



NOUGAT - BRANDTEIGKRINGEL
für ca. 8 Kringel

für den Brandteig
60g Mehl
50g Butter
2 Bio - Eier, M

für die Nougatfüllung
200ml Sahne
5 gehäufte Esslöffel Nuss - Nougat - Creme
Haselnusskrokant

für die Deko
Puderzucker
Vollmilchglasur

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen und einen Spritzbeutel mit einer offenen Sterntülle bereitlegen.
Die Butter gemeinsam mit 150ml Wasser bei mittlerer Hitze in einem Topf erhitzen und schmelzen.
Das Mehl in den Topf sieben und mit einem Kochlöffel gut einarbeiten. Dabei den Teig kräftig schlagen, so dass sie Masse sich gut verbindet und sich leicht vom Topfboden lösen lässt.
Den Topf von der Hitze nehmen und für 10 Minuten auskühlen lassen.
Die Eier verquirrlen und in zwei Schritten unter die ausgekühlte Masse schlagen. Dabei nach jedem Schritt das Ei gut einrühren.
Die Masse mit dem Kochlöffel kräftig zu einer glatten, glänzenden Masse schlagen.
Den Brandteig dann in den Spritzbeutel füllen.
Runde Kreise auf das backblech spritzen, dabei etwa 3 - 4 Zentimeter Abstand zwischen den Kringeln lassen.
Die Kringel im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten goldbraun backen und dann aus dem Ofen nehmen.
Etwas abkühlen lassen, dann in Hälften schneiden und die Mitte der Kringel komplett auskühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen, dann die Nuss - Nougt - Creme vorsichtig unterheben. Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Creme auf die untere Hälfte der Kringel spritzen.
Mit Haselnusskrokant bestreuen, den Deckel wieder aufsetzen und mit Puderzucker oder Vollmilchglasur dekorieren.




Freitag, 4. März 2016

Der Baumarkt oder: Mandel - Kokos - Miniguglhupfs

Es gibt viele Wege, Frauen glücklich zu machen.
Ich zum Beispiel bin eine, die sich über frische Blumen, Klebezettel mit lieben Worten oder eine neue Packung Kaffee - Kapseln freut. Ich brauch keinen teuren Schmuck und Designer - Kleider.
Ich bin praktisch veranlagt.
So praktisch, dass ich neulich im Baumarkt totale Glücksgefühle empfunden hab und der Mann an meiner Seite mich superglücklich gemacht hat, in dem er mit mir ein Brett gekauft hat.
Ja, richtig gehört, ein Brett.


Ich suche schon seit über einem Jahr einen neuen Hintergrund für meine Blog - Fotos und wurde einfach nicht fündig. Durch Stöbern auf anderen Foodblogs und dank Instagram kam ich dann auf die Idee, im Baumarkt in der Bodenbelags-Abteilung zu suchen und siehe da, ich wurde fündig.
Ein paar Bretter Laminatboden haben es mir angetan und wurden gekauft. Und vom Mann dann tapfer zum Auto geschleppt, das ich leider nicht besitze.
Wirklich lustig, wie euphorisch mich so ein Baumarktbesuch machen kann!
Natürlich wurde das neue Brett in meinem Leben so bald wie möglich ausprobiert und erneut wurde ich von Glücksgefühlen überschwemmt, denn ich bin richtig, richtig verknallt in mein hübsches Brett...seht selbst!


Was sich auf dem neuen Brett befinden, ist übrigens mein Betrag zum baldigen Osterfest.
An Ostern darf ein großes Frühstück nicht fehlen und zu Frühstück gehört auch immer Kuchen. Wenn's dann auch mal was andres als Osterlamm und Karottenkuchen sein darf, dann zum Beispiel diese supersaftigen Mandel - Minigugls mit weißer Schokolade und Kokosflocken.
Egal ob fürs Frühstück oder nett verpackt als kleines Mitbringsel für Familie und Freunde, schmecken tun sie immer gut und aussehen sowieso.
Ich bin so vernarrt in kleine Kuchen! Meine Mini - Guglhupf - Förmchen sind eine meiner absoluten Lieblingsbackformen geworden, gekauft habe ich die übrigens im letzten Frühjahr bei Tschibo.

Nun aber genug gesäuselt, hier kommt das Rezept und noch mehr Bilder von meinem Brett, ääääh...von den Guglhupfs, natürlich!!

MANDEL - KOKOS - MINIGUGLHUPFS
für ca. 25 Mini - Gugls

für den Teig
65g zimmerwarme Butter
1/4TL Vanilleextrakt oder 1/2TL Vanillezucker
1/2TL Zitronenzesten oder -saft
2 Bio - Eier, M
65g Feinkristallzucker
kleine Prise Salz
35g Mehl
70g gemahlene Mandeln, mit Schale

für die Glasur und Deko
100g weiße Schokoladenkuvertüre
Kokosflocken




Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Backformen bereitlegen.
Die Eier trennen und die Eigelbe beiseite stellen.
Die Eiweiß kurz und kräftig aufschlagen, dann den Kristallzucker einrieseln lassen und die Masse zu einem schmierigen Schnee schlagen, also nicht ganz fest.
Die Butter mit der Vanille und Zitrone  3 - 4 Minuten lang zu einer fast weißen, fluffigen Masse aufschlagen. Dann die Eigelbe einzeln dazugeben und gut einrühren.
Salz und Mehl zur Butter - Eier - Masse geben, gut einrühren, zuletzt die Mandeln dazugeben und die ganze Masse nochmal kurz und kräftig rühren.
Nun den Eischnee mit einem Küchenschaber oder Kochlöffel vorsichtig unter die Butter - Eier - Masse ziehen und gut einarbeiten.
Die Masse sofort in die Förmchen füllen, ich gehe dabei mit folgender Technik vor:
einen großen Klecks Teig auf die linke Seite des Förmchens geben und dann mit dem Küchenschaber nach rechts über die Form ziehen, so dass der Teig sich gleichmäßig auf alle Mulden verteilt. Überschüssigen Teig ebenfalls mit dem Schaber abziehen und wieder in die Schüssel geben. Die Form ein paar Mal auf die Arbeitsplatte klopfen, so dass sich der Teig besser in den Mulden verteilt Eventuell mit einem kleinen Löffel nachbessern.
Die Förmchen dann sofort in den Backofen geben, dabei die Temperatur auf 160°C verringern und einen Kochlöffel in die Ofentür klemmen, so dass die Gugls bei offenem Zug backen.
Nach 20 - 25 Minuten den Stäbchentest durchführen und, wenn kein Teig am Stäbchen kleben bleibt, die Gugls aus dem Ofen nehmen.
Vollständig auskühlen lassen und dann aus den Förmchen lösen.
Die Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen und die Kokosflocken in eine tiefe Schüssel geben.
Die Gugls dann kopfüber oder mit dem Boden voraus in die Kuvertüre und anschließend sofort in die Kokosflocken tunken.
Die Kuvertüre etwas fest werden lassen, dann können die Gugls verzehrt oder verpackt werden.



Rezept für die Guglhupfs nach Renate Gruber, "130g Liebe"

Montag, 8. Februar 2016

Der Kitsch oder: Tartelettes au Chocolat

Mir kommt so vor, als wäre eben erst Weihnachten gewesen, und jetzt steht schon das nächste Event vor der Tür: Valentinstag!
Ja ja, ich weiß: Valentinstag wird total überbewertet, ist furchtbar kitschig, wir sind alle Konsumopfer und es hat nichts mit wahrer Liebe zu tun, an einem einzigen Tag im Jahr seinen Liebsten zu sagen, dass man sie gerne hat.
Aber wie jedes Jahr schreibe ich auch dieses Jahr, wie ich über den Valentinstag denke:
es ist ein Tag wie jeder andere.
Viele Menschen müssen wegen diesem Tag extra Stunden arbeiten (Konditoren, Floristen, Gastronomen, Paketdienste...).
Ein "Ich liebe dich" am 13. Februar ist mindestens genauso wichtig wie eines am 14. Februar.
Und trotzdem finde ich, dass man Verliebte verliebt sein lassen muss, denn die Liebe ist eines der wichtigsten Dinge auf dieser Welt und man kann sich nicht oft genug besinnen und darüber nachdenken, wen man liebt und von wem man geliebt wird.


Aufmerksame Leser meines Blog wissen, dass ich in diesem Jahr die große Ehre habe, mit jemandem den Valentinstag zu feiern. Noch ist es ja ein bisschen hin, aber ich nutze meinen Blog heute, um ihm schon vorab etwas zu schenken.
Vor ein paar Jahren, als das ganze Bloggen und Backen begann, sagten meine Freunde: "Julia, dein Zukünftiger kann sich wirklich glücklich schätzen. Er darf immer Kuchen essen. Er wird fett werden, aber: er darf Kuchen essen!"

 

Fakt ist, dass der Mann an meiner Seite kein Gramm Fett am Körper hat und Süßes eigentlich gar nicht so gern isst. Aber wenn ich was backe, dann isst er das gerne, sagt er.
Wer aber so wählerisch bei Süßem ist, macht es einem manchmal gar nicht einfach. Also habe ich ihn gefragt, womit ich ihm eine Freude machen kann.
Und die Antwort war: "Irgendwas mit Schokolade, aber schlotzig."
Well, schlotzig it is.
Diese französischen Tartelettes au Chocolat sind so was von schlotzig. Und schokoladig.
Perfekt also für Schokoladen - Liebhaber und Verliebte, die sich am Valentinstag mal so richtig was gönnen möchten. Und an jedem anderen Tag im Jahr natürlich auch ;)



TARTELETTES AU CHOCOLAT
für 8 Tartelettes

für den Schokoladenboden
150g Schokokekse (zum Beispiel Oreos ohne Füllung)
60g Butter

für die Tartefüllung
100g Halbbitterschokolade
100g Butter
100g Zucker
2 Bio - Eier, M
40g Mehl

für die Deko 
Puderzucker
frische Beeren

Die Schokoladenkekse in einem Standmixer zu feinen Bröseln mahlen. Die 60g Butter in einem kleinen Topf schmelzen und die Keksbrösel zur geschmolzenen Butter geben. Gut vermengen.
Die Keksmasse auf die Tarteförmchen aufteilen und den Boden damit bedecken. Gut festdrücken.
Den Backofen auf 210°C Umluft vorheizen.
Die Schokolade mit den 100g Butter über einem Wasserbad langsam schmelzen, dann von der Hitze nehmen und etwas abkühlen lassen.
Inzwischen den Zucker mit den Eiern schaumig rühren. Die geschmolzene Schokolade zur Eier-Masse geben und gut einrühren. Dann das Mehl auf die Masse sieben und unterheben.
Den Schokoladenteig in die Tarteförmchen geben, dabei die Förmchen bis knapp unter den Rand füllen.
Nun die Tartelettes ca. 10 Minuten backen. Sie sollten im Inneren noch weich und nur am Rand festgebacken sein.
Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.
Mit Puderzucker und frischen Beeren dekorieren und am besten sofort genießen ;)