Montag, 15. September 2014

Und bitte!: Yvonnes Quiche



 UND BITTE!

Bühne frei für meine Gastblogger


Hallo ihr Lieben, ich habe das große Glück, im September und Oktober ein supertolles Praktikum machen zu dürfen und komme durch meine geänderte Wohnsituation und einen straffen Zeitplan erst mal nicht zum backen. Einige liebe Bloggerfreunde und auch Leser haben sich aber bereit erklärt, einen Gastpost für meinen Blog zu schreiben und mich zu vertreten. Da es sich bei meinem neuen Job um ein Praktikum beim Film handelt, habe ich die Gastblogger - Reihe kurzerhand "UND BITTE!" getauft, was so viel heißt wie: Bühne frei für eine Reihe toller Blogger- und Bloggerinnen! Danke für eure Unterstützung - ihr seid toll! :) Der zweite Beitrag kommt von Yvonne, Bloggerin bei "Freude am Kochen".
Und bitte!
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Die liebe Julia hat nach Gastbloggern für ihren tollen und liebevollen Blog gesucht. Da habe ich mich natürlich sehr gerne gemeldet. Und nachtdem Julia ja "baked" hab ich etwas für sie und Euch gebacken:


Brennessel Zucchini Quiche #vegan

Zutaten:

1 Packung pikanter Mürbteig (manchmal muss es schnell gehen)

250 g Brennesselblätter (bereits ohne Stiele)
etwas Margarine oder Öl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

1 große gelbe Zucchini (420 g)
1 große rote Zwiebel
1 Solo-Knoblauch (entsprechend ca 4 Zehen)
10 g getrocknete eingelegte Tomaten

Für den Guß:

120 g Cashewmus
1 kleine Zitrone, Saft
1 Knoblauchzehe
2 Tl Bierhefe
1 Tl Himalaya Salz
Pfeffer
ca 80-100 ml Wasser

Petersilie
Tomaten-Granulat - optional zur Deko

und nicht zu vergessen: Liebe, viel Liebe zum Drüberstreuen!


Zubereitung:

Das Backrohr auf 190° C vorheizen.

Eine 30 cm Tarte-Form mit Öl einstreichen und mit dem Mürbteig auslegen. Den überstehenden Teig abschneiden und die Ränder damit verstärken. Ein Backpapier rund zuschneiden, auf den Teig legen, Hülsenfrüchte darauf verteilen und den Teig ca 20 Minuten blind backen.

In der Zwischenzeit die Brennessel in Salzwasser weich kochen, abropfen lassen und gut ausdrücken. Mit etwas Margarine oder Olivenöl, Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Zwiebel und Knoblauch schälen und klein würfeln und in etwas Öl anbraten. Zucchini längs vierteln und in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in die Pfanne geben und braten bis das Gemüse bissfest ist. Mit Salz abschmecken.

Die getrockneten Tomaten grob hacken.

Für den Guß alle Zutaten mit dem Pürierstab mixen. So viel Wasser beigeben das eine dickflüssige Sauce entsteht.

Den vorgebackenen Teig aus dem Rohr nehmen und die Temperatur auf 180° C zurückschalten.

Bohnen und Papier entfernen, die gut ausgedrückten Brennesseln, dann das Zucchini-Gemüse und die getrockneten Tomaten auf dem Teig verteilen und anschließend mit dem Guß übergießen und ca 30-35 Minuten backen bis der Guß ganz leicht hellbraun wird.

Zur Deko noch etwas frische Petersilie und Tomatengranulat vor dem Servieren auf der Quiche verteilen.

  serve it with love ♡  


Love, Angelhugs and Fairydust
Eure Wonni von Freude am Kochen

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Danke Yvonne!!

Sonntag, 7. September 2014

Und bitte!: Luisas Apfelkuchen



UND BITTE!
Bühne frei für meine Gastblogger



Hallo ihr Lieben,
ich habe das große Glück, im September und Oktober ein supertolles Praktikum machen zu dürfen und komme durch meine geänderte Wohnsituation und einen straffen Zeitplan erst mal nicht zum backen. Einige liebe Bloggerfreunde und auch Leser haben sich aber bereit erklärt, einen Gastpost für meinen Blog zu schreiben und mich zu vertreten.
Da es sich bei meinem neuen Job um ein Praktikum beim Film handelt, habe ich die Gastblogger - Reihe kurzerhand "UND BITTE!" getauft, was so viel heißt wie: Bühne frei für eine Reihe toller Blogger- und Bloggerinnen!
Danke für eure Unterstützung - ihr seid toll! :)
Den Anfang macht heute die liebe Luisa von "All of my stars".
Und bitte!
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Hallo liebe Leser von Julia,

mein Name ist Luisa und ich blogge normalerweise auf luisasstars.blogspot.com, aber unter Bloggern hilft man doch gerne aus ☺ Deswegen gibt es für euch heute den leckeren Apfel-Kuchen den ich neulich gemacht habe. Er schmeckt am besten frisch aus dem Ofen oder zumindest am Tag, wo er gebacken wurde und geht wirklich leicht.


Ihr braucht:

150g Joghurt
150g Quark
5 Eier
250g Zucker
1 TL Backpulver
425g Mehl
75g gem. Mandeln
100g Butter
3 Äpfel

Als erstes werden die Äpfel gewaschen und in kleine Würfel geschnitten und der Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorgeheizt.
Dann wird die Butter mit dem Zucker vermengt. Nach und nach werden die Eier untergerührt.
Gebt nun den Quark und den Joghurt dazu. 
Als nächstes werden Mehl, Mandeln und Backpulver untergerührt und als letztes auch die Äpfel untergehoben.
Der Teig kommt in eine 28er Springform, die man am besten vorher mit Backpapier auslegen sollte und wird ca 50 Minuten gebacken.
Wenn er etwas erkaltet ist, kann der Kuchen aus der Form gelöst und mit etwas Puderzucker serviert werden.

Guten Appetit!

Ich hoffe euch gefällt das Rezept, wenn ihr es nachmachen solltet schickt mir doch Fotos.
Ich würde mich freuen, den ein oder anderen von euch mal bei mir auf dem Blog zu sehen und hoffe ich war eine gute Vertretung für Julia!

LG Luisa von All of my stars ♥♥♥
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 Danke Luisa!!


Sonntag, 24. August 2014

Geschmacksexperimente oder: Peanut Butter Cups

Es dürfte im Jahr 1999 gewesen sein, dass ich zum ersten Mal von Erdnussbutter hörte. Verantwortlich dafür war ein junger Rotschopf aus Amerika, der Star meines absoluten Kindheits-Lieblingsfilms: Lindsay Lohan. Im Film "Ein Zwilling kommt selten allein" spielt die junge Dame  "Hallie" und "Annie", zwei Mädels die sich im Ferienlager kennenlernen und entdecken, dass sie Zwillinge sind. Die wunderbare Natasha Richardson spielt die Mutter der beiden, Dennis Quaid den coolen Papa. Ich habe diesen Film wirklich unglaublich geliebt, meine Schwester und ich konnten sogar den gesamten Text auswendig sprechen.
In einer bestimmten Szene holt Linday Lohan eine Packung "Oreos" aus dem Schrank. Damals hatte ich noch KEINE Ahnung, was Oreos überhaupt sind und in der deutschen Synchronfassung wird auch "Schokokekse" gesagt, nicht "Oreos". Dann offenbart sie, dass sie ihre Schokokekse am liebsten mit Erdnussbutter isst. Auch dieser Begriff war damals noch ein Fremdwort für mich, aber die Kombination Schokolade und Erdnuss ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf.
Jahre gingen ins Land und irgendwann fand die Erdnussbutter Einzug ins heimische Supermarktregal. Es sollte aber noch viele Jahre dauern, bis ich meine ersten Schoko-Erdnussbutter-Experimente machen konnte, dazu musste ich nämlich erst mal nach England reisen und dort gibt's diese Geschmackskombi wie Sand am Meer.


Der Klassiker sind wohl die "Peanut Butter Cups", eine Art Praline mit Erdnussbutterfüllung.
Inzwischen gibt es die auch bei uns im Fachhandel zu kaufen (JA sogar INNSBRUCK hat endlich seinen eigenen British-Food-Store!!!), aber ich wollte einfach mal selbst probieren, solche Pralinen herzustellen.
Gar nicht so einfach, denn hier müssen erst mal Hohlkörper hergestellt werden und das hab ich noch nie gemacht. Nicht nur deshalb sind einige meiner Pralinen zerquetscht aus der Silikonform gekommen, aber ein paar wenige haben es überlebt und die präsentiere ich euch heute! Denn auch zerquetscht schmecken die Peanut Butter Cups einfach lecker, vielleicht sind sie nicht für jedermans Gaumen, aber Linday Lohan und ich sind schon mal große Fans.
Was ich als nächstes probieren möchte, sind diese Cups mit Vollmilchschokolade. Obwohl ich Zartbitterschokolade liebe, interessiert mich die Kombi Vollmilch & Erdnussbutter sehr :)


PEANUT BUTTER CUPS
(für ca. 15 Pralinen)

Zutaten
100 - 150g Zartbitterkuvertüre
8TL Erdnussbutter
25g weiße Schokolade

Utensilien
eine Silikonpralinenform (am besten "Cups")
kleiner Pinsel

Die Kuvertüre klein hacken und die Hälfte der Schokolade in einer hitzefesten Schüssel  überm Wasserbad schmelzen. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, die Schüssel vom Wasserbad nehmen, die restlichen Schokostückchen dazu geben und das ganze mit einer Spachtel oder einem Schneebesen gründlich verrühren, so dass der zweite Teil der Schokolade schmelzen kann. Die Schüssel dabei nicht wieder aufs Wasserbad stellen! Diesen Vorgang nennt man "temperieren" und damit verhindert man, dass die Pralinen später einen Grauschleier bekommen.
Mit einem Pinsel die Böden und Wände der Pralinenmulden mit Schokolade bedecken. Die Pralinenform drei Minuten in den Gefrierschrank geben, dann den Vorgang zwei bis drei Mal wiederholen. Wichtig ist, dass die Wände dick genug sind, sonst passiert euch dasselbe wie mir: die Pralinen zerquetschen beim Lösen aus der Form.
Wenn die letzte Schicht getrocknet ist, jeweils einen halben Teelöffel Erdnussbutter in die Förmchen geben. Wer mag, kann noch geviertelte Erdnüsse dazugeben. Die Erdnussbutter fest drücken und dann mit der restlichen Schokolade die Förmchen ausgießen, so dass die Erdnussbutter komplett bedeckt ist.
Die Pralinenform in den Kühlschrank geben und die Pralinen einige Stunden lang fest werden lassen.
Dann die Pralinen vorsichtig aus der Form lösen und die weiße Schokolade überm Wasserbad schmelzen. Mit einem kleinen Palettenmesser oder ähnlichem die weiße Schokolade auf die Pralinen streichen und fest werden lassen.


Wer sich gerne öfters mal in der Pralinen - Herstellung probieren möchte, sollte sich ein kleines Handbuch oder ein "Profi" - Set zulegen, ich verwende das Pralinenset von Kaiser, wobei bei mir vor allem das Abtropf/Abkühlgitter ständig im Einsatz ist, nicht nur bei der Pralinen- oder Cake Pop - Produktion. Vor kurzem habe ich auch die im Set inkludierten Ausstechformen für Fondant - Deko benutzt und bin damit sehr zufrieden. Das Pralinenset findet ihr entweder in einem großen Supermarkt oder im Internet, wie beispielsweise beim Ottoversand. Dieselbe Etagere wie auf meinen Fotos habe ich dort übrigens auch gefunden. Die verwende zwar ich nur sehr selten, meistens für Mini-Cupcakes und Cake Balls, aber ich finde es trotzdem sehr praktisch, eine kleine Etagere zu besitzen. Ich leide in diesen Dingen sowieso unter unheilbarer Kaufsucht....

Sonntag, 10. August 2014

Verliebt oder: Kardamomtorte mit Blaubeeren

"Call Me Cupcake" ist meiner Meinung nach einer der wunderschönsten Foodblogs auf diesem Planeten. Ich folge Linda Lomelino bereits seit Jahren und lasse mich immer wieder gerne von ihren zauberhaften Fotos inspirieren. Im Januar wurden dann endlich ganz viele ihre Rezepte in dem Backbuch "Torten" veröffentlicht und obwohl das Buch erst kürzlich seinen Weg ins heimische Backbuchregal gefunden hat, war ich sofort ganz verliebt.
Immer wenn ich in einem Buchladen war, habe ich in ihrem Werk geblättert und sehnsüchtig auf den Moment gewartet, in dem ich endlich wieder Mal Geld für mein inzwischen hunderttausendstes Backbuch und - vor allem - Zeit fürs Nachbacken haben würde.
Jetzt ist er da, der Moment.


Nachdem ich auf Instagram ein paar Blaubeertörtchen gesehen und mir ein Freund beim Nachmittagskaffee von seinem gerade gebackenen Blaubeerkuchen erzählt hatte, fiel mir die Entscheidung nicht schwer, welche Torte ich als erstes backen wollte. Dass ich zufällig auch noch Kardamom im Haus hatte, war ein echter Glücksfall. Ich vergesse immer wieder, welche Gewürze sich bei mir im Regal tummeln und staune regelmäßig, wie vielfältig meine Sammlung inzwischen geworden ist...


Nun zur Torte: etwas nervös war ich vor dem Backen schon, denn Lindas Torten sehen immer so traumhaft schön aus, dass die Messlatte doch recht hoch angesetzt war.
Spätestens nach dem gründlichen Studieren des Rezeptes war mir aber klar: Linda setzt auf einfach und lecker. Die Torte war in null komma nix fertig. Nicht nur fertig gebacken, sondern auch fertig gefuttert.
Gut, natürlich hab ich noch so einige Stücke übrig, aber ganze zwei wanderten nach dem Fotoshooting sofort als Abendessen *räusper räusper* in meinen Mund.
Diese Torte ist DER HIMMEL.


Die kommt auf meine Klassikerliste. Die wird wieder gebacken. Die wird weiterempfohlen. Die ist einfach SUPER.
Da ich im Moment wahnsinnig auf Curd abfahre, habe ich das Rezept kurzerhand etwas abgeändert und statt Blaubeer-Marmelade Blaubeer-Curd gemacht. Das geht ebenfalls sehr schnell und die Reste lassen sich super für weitere Kuchen-, Pralinen- oder Tartefüllungen verwenden.

Hier kommt es also, das Rezept für ein herrlich fruchtig - frisches Sommertörtchen von Linda Lomelino, meiner neuen Kuchenkönigin!!



KARDAMOMTORTE MIT BLAUBEEREN

für den Blaubeer - Curd
50g Blaubeeren, frisch oder gefroren
1/2EL Wasser
110g Feinkristallzucker
25g Butter, in Stückchen
2 kleine Eier, verquirrelt

für den Teig
3 Bio - Eier, L
240g Feinkristallzucker
100ml Milch
1/2TL Vanillepulver - gibt's bei uns im Reformhaus von "Sonnentor"
180g Mehl
2TL Backpulver
1TL Kardamom


für das Frosting 
400ml Sahne
200g türkischer Joghurt (bei mir war's griechischer)
2EL Zucker (hab ich weggelassen, der Curd ist süß genug!)
125g Blaubeeren, frisch


Für den Curd die Blaubeeren mit dem Wasser in einem Topf erhitzen und so lange köcheln lassen, bis die Blaubeeren sehr weich sind. Mit einem Pürierstab die Beeren zerkleinern, alternativ die Beeren mit dem Löffel zerkleinern und dann durch ein Sieb drücken. Überm Wasserbad die Blaubeeren in einer großen Schüssel mit Butter und Zucker vermengen und dann unter Rühren langsam die Eier dazu geben. Die Masse muss nun 10 - 15 Minuten lang ständig gerührt werden, dann dickt sie ein und bekommt eine puddingartige Konsistenz. Den Curd in Gläser füllen und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform mit 15cm Durchmesser einfetten und mit Backpapier auskleiden. Wer keine solche Backform hat, kann sich die mit einem Tortenring basteln. Ich mache das immer so: ein halbes Stück Backpapier auf ein großes Stück Alufolie legen, den Tortenring draufstellen und dann die Alufolie über den oberen Rand des Rings klappen und fest an dem Tortenring befestigen. Dann die Form auf ein Backblech stellen.
Die Eier mit dem Zucker etwa 5 Minuten lang schaumig schlagen. Die Milch mit dem Vanillepulver mischen und leicht erhitzen. Die Milchmischung unter Rühren langsam zur Eiermischung geben. Das Mehl mit dem Backpulver und Kardamom auf die Mischung sieben und mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben.
Den Teig in die Form füllen und ca. 50 Minuten backen. Mit dem Stäbchentest kontrollieren, wann der Kuchen fertig gebacken ist.
Für das Frosting die Sahne steif schlagen (ich mach das immer mit Sahnesteif), dann das Joghurt unterheben und das Frosting bis zur Verwendung kalt stellen.

Den ausgekühlten Kuchen in drei Scheiben schneiden. Den untersten Boden zuerst mit einem Klecks Frosting, dann mit einem Klecks Curd bestreichen. Den zweiten Boden draufsetzen und den Vorgang wiederholen. Die Torte mit dem restlichen Frosting einstreichen und dann mit Blaubeeren dekorieren.



Mittwoch, 30. Juli 2014

Nachgekocht oder: Buchweizen - Pancakes mit Joghurtdressing an Salat

Ich bin nun seit etwa einem Jahr bekennende Instagram - Süchtige. Nach dem morgendlichen Weckerklingeln schau ich meistens erst mal, was die anderen heute so machen, frühstücken, vorhaben oder wo sie gerade auf Urlaub sind. Ich weiß, das ist etwas bedenklich und verursacht bei so manchen Internet-fremden Menschen bestimmt nur Kopfschütteln, aber ich finde es einfach unglaublich motivierend und inspirierend, am Morgen erst mal schöne Bilder zu betrachten und erst danach mein Radio einzuschalten und mit den heutzutage meist unschönen Geschehnisse der restlichen Welt konfrontiert zu werden....


Manchmal gehen mir bestimmte Instagram - Bilder auch nicht mehr aus dem Kopf...wie diese Buchweizenpancakes von Fräulein Moonstruck. Einmal gesehen, nicht mehr vergessen.
Früher gab's bei uns zuhause öfters mal Waffeln oder Pizza mit Buchweizenmehl und deshalb verbinde ich diesen Geschmack immer ein wenig mit meiner Kindheit. Es war aso ein wirklich wunderbares Erlebnis, in diese Pancakes zu beißen! Dass man sie dank Zucker-Verzicht im Rezept auch pikant genießen kann, freut mich umso mehr, denn so habe ich jetzt immer die Möglichkeit, auch mal Mittags Pancakes zu essen, ohne ein großes schlechtes Gewissen zu haben, enn die runden Dinger sind tatsächlich richtig gesund!


Ich präsentiere euch heute meine Variation von Ramonas Rezept: meine Pancakes durften auf einem Salatbett Platz nehmen und sich mit einem Joghurtdressing verbünden. Außerdem habe ich eine alte Idee aufgegriffen und meinen Salat mit frischen Früchten verfeinert. Das habe ich zuletzt in Kanada gegessen und absolut geliebt...keine Ahnung, warum ich das nicht einfach viel, viel öfter mache....für die süße Variante der Pancakes schaut doch einfach bei Ramona vorbei!


PIKANTE BUCHWEIZEN - PANCAKES
für ca. 12 Stück

150g Buchweizenmehl
1/2TL Backpulver
1TL Natron
Prise Salz & Pfeffer
1 Bio - Ei
250ml Mandelmilch/Reismilch/Hafermilch


Den Backofen auf ca. 30°C vorheizen.
Das Mehl mit dem Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben, dann Salz und Pfeffer sowie das Ei und die Milch dazugeben. Die Masse gut verrühren.
Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und etwas Kokos-/Oliven- oder Rapsöl in die Pfanne geben. Dann mit einem Esslöffel kleine Teig - Häufchen in die Pfanne geben.
Nach etwa 2 - 3 Minuten sollten sich Bläschen auf der Oberfläche bilden und die Pancakes können gewendet werden. Nochmal ein paar Minuten backen lassen, bis die Pancakes beideitig goldbraun sind. Aus der Pfanne nehmen und in den leicht vorgeheizten Backofen geben, so bleiben die fertigen Pancakes schön warm, während die anderen gebacken werden.
Für mein Joghurtdressing habe ich Naturjoghurt mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch vermischt.


Donnerstag, 17. Juli 2014

Gläserne Liebe oder: Kuchen im Glas mit leckerem Maracuja - Curd

Vor etwa zwei Jahren bin ich in meine kleine, feine Studentenbude eingezogen und in diesen zwei Jahren habe ich mich in (sehr) kleinen Schritten immer weiter von zusammengewürfelten, von Eltern und Verwandten ausrangierten Tellern, geschenkten Coca Cola Gläsern, Plastikgabeln und rumstehenden Cornflakesschachteln entfernt.
Anfangs war das ja alles noch ganz in Ordnung, aber ich hege eine mir unerklärliche Liebe zu stylisch eingerichteten Küchen, zu finden in Filmen wie "Wenn Liebe so einfach wäre", "Was das Herz begehrt" oder der Serie "Revenge". Tatsächlich träume ich geheim davon, irgendwann in einem kleinen, feinen Beach - House im Hamptons - Stil zu wohnen.
Deshalb habe ich versucht, mein Interior ein wenig an meinen irgendwann - Traum anzupassen und stelle mich unter anderem beim monatlichen Ikea - Besuch immer wieder minutenlang in die größte, stylischte Küche, damit ich meinem Traum irgendwie nah sein kann.
Den ersten Schritt weg von der Studentenbude und hin zum "erwachsenen" Eigenheim habe ich getan, indem ich alles was sich in Plastikdosen oder Kartonverpackungen befand, in Schraubverschlussgläser gefüllt habe.


Ich liebe Gläser, vor allem Flaschen. Bei mir findet man Blumen, Pasta, Haferflocken und Backdekor in großen Flaschen. Sogar den Zahnputzbecher habe ich kurzzeitig mal durch ein hübsches Glas ausgetauscht....was ein Fehler war. Ich neige spät abends ein wenig zur Tollpatschigkeit.
Gläser sind nicht nur hübsche, stylische Aufbewahrungsbehälter, sondern inzwischen auch ein neuer Back - Trend. Wer kennt ihn noch nicht, den Kuchen im Glas?
Das tolle an dieser Backweise ist, dass der Kuchen, konserviert im Glas, sehr lange hält und sich somit zum Beispiel super in Paketen verschicken lässt.
Ich bin aber auch ein großer Freund hausgemachter Marmeladen und Curds geworden, letztes Jahr gab's bei mir Erdbeer - Limetten - Marmelade und Lemon Curd.


Wer sich mit Gläsern aller Art eindecken möchte - seien es Flaschen, Weck - Gläser oder Schraubverschlussgläser - wird inzwischen schon gut in Supermärkten oder Interior - Shops fündig, wer wie ich in einer immer-noch Kleinstadt lebt, muss da schon eher auf Onlineshops zurückgreifen. Für Österreicher habe ich diesen Link für euch: www.etivera.com
Die Flaschen wurden sehr schnell geliefert, es gab keine Probleme und ich bin bis heute sehr glücklich mit meinem Kauf.
Der zweite Link ist eher was für meine Leser aus Deutschland: www.edingershops.de
Dieser Shop führt neuerdings auch ein großer Sortiment an Glasfalschen und Gläsern, klickt euch mal durch, vielleicht animiert euch mein heutiges Rezept ja für den einen oder andren Kuchen im Glas oder einen leckeren, frischen Curd. Speziell für Kuchen-im-Glas-Bäcker gibt es dort eine tolle Auswahl an Gläsern (*klick*) in verschiedenen, hübschen Designs.


KUCHEN IM GLAS MIT MARACUJA - CURD
für 3 Kuchen im Glas und 300ml Maracuja Curd

für den Kuchenteig
65g zimmerwarme Butter
65g Feinkristallzucker
1 großes, zimmerwarmes Bio - Ei
1/2 Päckch. Vanillezucker
65g Mehl
1/2TL Backpulver

für den Maracuja Curd
3 große Bio - Eier
60g Butter
115g Feinkristallzucker
ca. 8 reife Maracujas (ca. 120g Fruchtmark), die Maracujas sollten schön schrumpelig sein!

für die Joghurt - Sahne Creme
100ml Sahne
150g griechisches Joghurt
1/2TL Vanillezucker

Zubehör
3 Gläser mit Schraubverschluss, in der Größe eines kleinen/normalen Marmeladenglases
1 Glas für den Maracuja Curd


Den Maracuja - Curd könnte ihr luftdicht verpackt wochenlang im Kühlschrank aufbewahren, also könnt ihr den Curd zubereiten, wann immer ihr wollt. Am besten jedoch mindestens einen Tag / ein paar Stunden vor dem Servieren.
Dazu die Butter mit dem Zucker und dem Maracuja - Mark (wer möchte, kann das Maracujamark mit einem Pürierstab passieren, dann verschwinden die dunklen Kerne, ich fand sie jedoch optisch sehr passend) in einer hitzefesten Schüssel überm Wasserbad erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die verquirrlten Eier unter ständigem Rühren schnell dazugeben. Die Masse gut verrühren und die Schüssel dann wieder auf das Wasserbad stellen. Nun bedarf es ein wenig Geduld, unter ständigem Rühren wird die Masse innerhalb der nächsten 10 Minuten eindicken. Wenn der Curd die Konsistenz von Pudding hat, könnt ihr die Schüssel wieder vom Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Dann den Curd in ein Schraubverschluss- oder Weck-Glas füllen, das Glas zuschrauben und im Kühlschrank aufbewahren.
Für den Kuchen drei sterile Gläser (die Größe bleibt euch überlassen, je nachdem ob ihr den Kuchen pur oder mit Topping servieren wollt) vorbereiten und den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
 Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und Vanillezucker drei Minuten lang hell aufschlagen, dann das Ei dazugeben und die Masse nochmals drei Minuten lang mixen. Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben, dann nochmal kurz mixen. Nun die Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und den Teig auf die drei Gläser aufteilen. Dabei darauf achten, dass die Kuchen noch aufgehen, also befüllt höchstens die Häflte des Glases!
Die Gläser in den Backofen geben und für 20 - 25 Minuten goldbraun backen. Nach der Backzeit einen Zahnstocher in den Teig stecken, wenn kein Teig kleben bleibt, sind die Kuchen fertig.
Wer die Kuchen aufbewahren oder verschicken möchte, schraubt nun sofort die Deckel auf die Gläser So werden Geschmack und Frische konserviert. Für sofortigen Weitergebrauch lasst ihr die Kuchen erstmal auskühlen.
Für die Creme die Sahne steif schlagen und den Joghurt unterheben. Mit Vanillezucker süßen und dann mit einem Spritzbeutel auf die ausgekühlten Kuchen spritzen. Dabei lasst ihr etwa 2cm vom Glas noch leer, für den Curd.
Zuletzt den Curd auf die Creme geben und eventuell noch mit etwas übriggebliebener Creme dekorieren.


Montag, 7. Juli 2014

Die Regieanweisung oder: Himbeer-Vanille-Cupcakes mit Zartbitterganache

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich auf so ziemlich jede Party Kuchen mitbringe. Aber nicht nur auf Partys. Ich habe bereits diverse Zugfahrten, Park-Picknicke, Urlaubsautofahrten und Wohnungen (liebes)kranker Freundinnen mit lecker Gebackenem versorgt.
Jetzt kommt eine neue Lokalität hinzu: das Theater.


Als ich vor etwa einem halben Jahr das Manuskript für unser zweites Abschlussstück las, konnte ich es kaum glauben: der Regisseur und Autor, der auch vier Jahre lang unser Lehrer war und die regelmäßige Kuchenlieferung in die Schule wohl irgendwie bemerkt hatte, hat doch glatt schwarz auf weiß in den Text geschrieben, dass meine Rolle immer überallhin Kuchen mitbringt. Und der wird dann am Ende des Stücks von uns allen verspeist.
Das ehrt mich natürlich sehr und deshalb habe ich mich für die Premieren - Cupcakes auch so richtig ins Zeug gelegt.


Nach ausgiebiger Befragung des restlichen Schauspieler - Ensembles (dieses Mal MÜSSEN sie nämlich meinen Kuchen essen, ob sie wollen oder nicht, ist ja immerhin eine Regieanweisung!) habe ich mich für eine Kombination aus Vanille - Spongeteig, Früchten und Schokolade entschieden. Da kann man kaum was falsch machen, oder? ;)


Wie die Prachtstücke ankommen, kann ich euch leider erst heute Abend sagen. Um etwa 22 Uhr haben die Cupcakes dann nämlich ihren großen Auftritt und dürfen kurze 5 Minuten mit uns auf den Bretter stehen, die für mich die Welt bedeuten. Aber für mich haben sie sich schon jetzt einen Platz in der Top 5 meiner Lieblingscupcakes verdient....sie sind einfach SO hübsch!


HIMBEER - VANILLE - CUPCAKES MIT ZARTBITTERGANACHE
(für 12 Stück)

für die Ganache
200g Zartbitterkuvertüre
115ml Sahne
1/2EL Butter
1EL Honig

für den Sponge - Teig
130g weiche Butter (Raumtemperatur)
130g Feinkristallzucker
2 große Eier (alternativ 3 kleine Eier), Raumtemperatur
1 Päck. Vanillezucker
130g Mehl
1TL Backpulver
200g frische Himbeeren

Dekoration
12 Himbeeren
Minze 

Die Ganache muss 8 Stunden vor der Verwendung oder am bestens schon am Vortag zubereitet werden. Dazu die Kuvertüre klein hacken, die Sahne in einem Topf leicht aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und die Kuvertürestückchen zur Sahne geben. Vorsichtig, aber gut umrühren, bis die gesamte Schokolade geschmolzen ist. Butter und Honig unterrühren und dann die Ganache abdecken und für mindestens 8 Stunden an einem kühlen bzw. zimmerwarmen Ort aufbewahren. Nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird die Ganache zu hart.
Für den Sponge-Teig ist eines sehr wichtig: Butter und Eier müssen dieselbe Temperatur haben, also entweder ihr nehmt die Zutaten am Vortag schon aus dem Kühlschrank und lasst sie über Nacht warm werden oder (falls ihr das vergessen habt) ihr gebt die Butterstückchen sowie die aufgeschlagenen (aber nicht verquirrlten) Eier in zwei separate hitzefeste Schüsseln und stellt beides während dem Vorheizen für 5-7 Minuten in den Backofen. Die Butterstücke dürfen dabei ruhig ein wenig schmelzen, jedoch nicht mehr als 1/3.
Den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden. Die Himbeeren waschen und gut abtrocknen.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker etwa 2 Minuten lang hell aufschlagen. Dann die Eier einzeln dazugeben und die Masse nochmal 2 - 3 Minuten kräftig mixen. Je länger ihr mixt, desto fluffiger werden die Cupcakes!
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und vorsichtig unterheben, dann mit dem Mixer kurz durchrühren, jedoch nicht mehr lange, sonst fällt der Teig wieder zusammen.
Mit zwei Esslöffeln den Teig auf die Förmchen verteilen und dann je zwei Himbeeren in den Teig drücken.
Die Cupcakes für ca. 20 Minuten goldbraun backen. Nun lasst ihr die Cakes komplett auskühlen.
Inzwischen könnt ihr die vorbereitete Ganache weiterverarbeiten. Dazu schlagt ihr die Masse mit einem Handmixer etwa 3 - 5 Minuten kräftig auf, so dass sie heller und fester, also zu einer spritzfähigen Masse wird. Sollte die Ganache sich nicht richtig aufschlagen lassen, stellt sie für 5 Minuten in den Kühlschrank und probiert es dann nochmal. Gerade im Sommer ist der Ganache die Raumtemperatur manchmal etwas zu warm.
Die Ganache in einen Spritzbeutel mit offener Sterntülle füllen und kleine Tuffs auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen. Mit Himbeeren und Minze dekorieren.