Sonntag, 1. März 2015

Ganz bald! oder: Marmor - Gugel an Frühlingsblumen

Sonne, Sonne, Sonne und das tagelang. So sahen die letzten Wochen in Innsbruch aus. Der Frühling sagte schon mal zaghaft HALLO und wenns nach mir geht, kann und darf er gerne bleiben. Jetzt hat er sich wieder zurückgezogen, aber ich versuche mal, ihn mit dem heutigen Rezept wieder etwas anzulocken.
Dass ich kein Wintermensch bin weiß hier vermutlich eh jeder (siehe Mangel an Winter- und Weihnachtsrezepten), und auch wenn der Winter sich hier seit ein paar Jahren immer sehr in Grenzen hält muss ich jedes Jahr aufs Neue entdecken, wie glücklich es mich macht, wenn die warmen Jahreszeiten wiederkommen.


Bei mir gehts wieder mal rauf und runter, ich hab einiges zu tun und habe heute deshalb kein superduper fancy Rezept für euch sondern zeige euch einen ganz einfachen, klassischen Marmorkuchen, den ich in meinem Lieblingsbackbuch gefunden habe. Da ich wie immer meine Backkreationen an Freunde und Arbeitskollegen weitergebe, habe ich keinen großen sondern viele, kleine süße Marmorgügelchen gebacken, die lassen sich gut auf eine Probe mitnehmen und sind dank mundgerechter Größe ein perfekter Snack für Zwischendurch.
Mal schauen, ob der Frühling sich bei diesen blumigen Bildern wieder bemerkbar macht....


MARMOR - GUGEL IM MINIFORMAT
(für 15 - 20 Minigugel, für einen klassischen Kuchen einfach die dreifache Menge nehmen)

für den Teig
60g weiche Butter
60g Feinkristallzucker
1 Bio - Ei, M oder L
1/2TL Vanillezucker
50g Mehl
1/4TL Backpulver
10g Kakaopulver
etwas Milch

für die Deko
einige Esslöffel Puderzucker


Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich backe Kuchen eigentlich immer mit O&U-Hitze, da der Kuchen dann schön gleichmäßig aufgeht. Die Backzeit verlängert sich dadurch zwar etwas, aber das lohnt sich!
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker hell 2- 3 Minuten  aufschlagen, dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten.
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen und zu einer Schüssel das Kakaopulver sowie ein bisschen Milch geben, so dass die Masse schön cremig wird.
Ich habe die beiden Teigsorten nun in zwei verschiedene Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle gefüllt und dann die kleinen Gugelförmchen (ich verwende eine Silikonbackform) erst mit dem hellen und dann mit dem dunklen Teig befüllt. Mit einem Zahnstocher die Teigsorten vorsichtig miteinander vermischen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Die kleinen Gugel nun ca. 20 - 30 Minuten backen, bis sie etwas aufgegangen und goldbraun gebacken sind.
Auskühlen lassen, dann die Gugel aus den Förmchen lösen und mit Puderzucker dekorieren.
Wenn ihr einen großen Marmorkuchen backen wollt, verlängert sich die Backzeit auf 45 - 50 Minuten.


Freitag, 13. Februar 2015

Herzchen? oder: Mini Rotwein - Cupcakes

Einmal Schulterklopfen bitte, ich habe es tatsächlich geschafft, noch VOR dem Valentinstag ein Rezept zu posten und es hat auch noch was mit Herzchen zu tun!! Juchu!
Gefeiert wird dieser Tag bei mir eher selten, fleißige Leser meines Blogs wissen aber, dass ich diesen Tag gerne nütze um meinen Freunden zu sagen, wie gern ich sie habe.
Dieses Jahr gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und setzte mich in einen knallgrünen Fernbus, um bei einer meiner Liebsten zu sein: meiner auswanderfreudigen Schwester!
Die Minicupcakes kommen natürlich mit in den Bus und vielleicht schafft es ja der eine oder andere auch bis nach München...


Der Versuch, die kleinen Rotweincupcakes etwas valentinstagstauglicher zu machen ist nicht unbedingt gelungen....man erkennt die kleinen Cranberry-Herzchen womöglich erst auf den zweiten Blick.
Ansonsten passen die Cupcakes aber wirklich gut zum Tag der Liebenden, sie sind nämlich mit ganz tollen Dingen gefüllt: Schokolade (macht glücklich), Rotwein (macht locker) und die niedliche Größe der Cupcakes sichert jeder Backfee das eine oder andere Kompliment.


Ich wünsche euch einen ganz schönen morgigen Valentinstag, egal mit wem ihr ihn verbringt. Und zu eventuellen Heulattacken (für einsame Seelen ist so ein Tag einfach kacka) passen meine Cupcakes auch. Wie gesagt: Schokolade. Rotwein.



MINI ROTWEIN - CUPCAKES
(für 20 - 24 Stück)

für die Ganache - bitte am Vortag zubereiten oder mind. 8 Stunden vor Verwendung
200g Zartbitterschokolade
100ml Sahne

für den Teig
50g Zartbitterschokolade
125g Butter, weich
75g Zucker
1/2 Päck. Vanillezucker
2 Bio-Eier (M), Raumtemperatur
125g Mehl
1TL Backpulver
1/2TL Zimt
1/2EL Kakaopulver
60ml Rotwein, trocken
50g geriebene Mandeln

Deko
Cranberries

Für die Zubereitung der Ganache die Schokolade klein hacken und die Sahne in einem Topf erhitzen. Wenn sich Bläschen am Rand bilden und die Sahne beinahe aufkocht, den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade dazugeben. Gründlich verrühren, bis alle Stückchen Schokolade geschmolzen sind. Dann die Ganache bei Raumtemperatur mindestens 8 Stunden ruhen lassen und kurz vor dem Dekorieren mit einem Handmixer fluffig aufschlagen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Mini-Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Die Schokolade kleinhacken.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker 1 - 2 Minuten hell aufschlagen, dann die Eier einzeln dazugeben und gut einarbeiten. Mehl, Backpulver, Zimt und Kakaopulver auf die Masse sieben und vorsichtig einarbeiten. Zuletzt den Rotwein, die Schokolade und Mandeln dazugeben und die Masse kurz aber gut verrühren.
Den Teig auf die Förmchen verteilen (1TL pro Förmchen reicht) und die Cupcakes ca. 15 - 20 Minuten goldbraun backen. Mit dem Zahnstochertest könnt ihr feststellen, ob die Cakes fertig gebacken sind.
Nachdem ihr die Ganache aufgeschlagen habt, könnt ihr mit Hilfe einer Spritztülle kleine Tuffs auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen und diese dann mit Cranberries dekorieren.


Mittwoch, 28. Januar 2015

Chocolate Confessions oder: Pralinen und ein Blog Award

Guten Tag ihr Lieben,
in den letzten Wochen habe ich zwei Blog-Award-Nominierungen erhalten (zum einen von meiner lieben Schwester Mirjam und zum andern von Laura - vielen Dank dafür!!) und obwohl ich eigentlich kein so großer  Fan davon bin habe ich beschlossen, einfach mal ein paar Kleinigkeiten über mich zu erzählen, wie es bei den meisten Awards ja so üblich ist.
Oben drauf gibt's für euch auch drei Pralinen - Rezeptideen, passend zum kommenen Valentinstag ;)


FACT #1: Adoptiert?!
Als ich 14 Jahre alt war besuchte ich zum ersten Mal ohne meine Eltern (es war eine Klassenreise) das Ausland, und zwar England. Nach dieser Reise musste ich feststellen, dass ich alles an diesem Land aus tiefstem Herzen liebte, angefangen vom Akzent bis hin zu den Royals und Scones. Deshalb kam mir plötzlich die seltsame Idee, dass ich vielleicht adoptiert sein könnte und meine Vorfahren Briten waren.
Nun ja, inzwischen ist mir klar: ich bin einfach nur ein Freak und genetisch eindeutig Tirolerin.

FACT #2: Catperson
Ich bin eine absolute Katzenperson. Man sagt ja, dass die meisten Menschen entweder Katzen oder Hunde mögen, also ich mag eindeutig die Katzen. Katzenbabys sind das allersüßeste auf der Welt, die WhatsApp - Unterhaltung einer guten Freundin und mir besteht manchmal tagelang nur aus lustigen oder niedlichen Katzenfotos. Ich sehe mich in Zukunft auch eindeutig als Besitzerin einer Katze, momentan ist das durch meinen "abenteuerlichen" Lebensstil leider noch nicht möglich...

FACT #3: Große Träume
Seit ich ein Kleinkind bin liebe ich das Schauspielen und seit bereits über 10 Jahren habe ich auch den Berufswunsch, Schauspielerin zu werden. Im Juli letzten Jahres hat sich dieser Wunsch dann in Wirklichkeit verwandelt, denn da habe ich mein staatliches Diplom gemacht und bin seitdem hauptberuflich Schauspielerin. Noch stehe ich ganz am Anfang meiner Karriere, aber ich zweifle nur ganz selten daran, dass mein Plan nicht funktionieren wird. Ich gebe nämlich immer alles was ich habe, wenn es ums Schauspielen geht und in meinen Augen sind Vertrauen, harte Arbeit und etwas Glück (dieses kann ich leider nicht beeinflussen) der Weg zum Erfolg.


FACT #4: Lieblingsmensch
Mein Lieblingsmensch auf dieser Welt ist meine Schwester Mirjam, die zwei Jahre nach mir auf diese Welt kam. Wir haben in den letzten 21 Jahren ALLES durchgemacht, wird haben uns geliebt, blutig gekloppt, richtig viel Blödsinn angestellt, wochenlang nicht miteinander gesprochen, die schönsten Urlaube verbracht, unsre Eltern mutig ausgetrickst, stundenlang über Männer und fiese Mädels gelästert, gelacht bis zum Umfallen und uns gegenseitig aus Lebenskrisen gerettet. Seit Jänner lebt sie jetzt fast 200 Kilometer weit entfernt, in München, und ich muss mich erst mal dran gewöhnen, dass sie (schon wieder) so weit weg von mir ist.

FACT #5: Perfektionismus
Ich bin ihm leider hoffnungslos verfallen. Nicht nur im Job, auch beim Backen, Wohnen, Sporteln und im Privatleben strebe ich stets nach Höherem und bin nur selten zufrieden mit mir. Das ist natürlich sehr gefährlich und deshalb arbeite ich seit fast 5 Jahren an diesem kleinen Problemchen. Ehrgeiz ist mir zwar unglaublich wichtig, aber man muss ihn eben mit Vorsicht genießen.
Das Positive daran: egal was ich mache, ich tue es von ganzem Herzen. Wenn ich etwas liebe, dann überschwänglich und euphorisch, wenn ich traurig bin, dann tagelang und mit ganz vielen Tränen.

FACT #6: Geschmackssünden
Ich esse manchmal McSundae-Eis mit Pommes. Und Erdnussbutter- Nutella - Brot. Eine salzige Laugenstange mit viel Honig wandert auch auf meinen Teller. Manchmal muss es einfach ungewöhnlich bei mir sein und wer weiß, welche Geschmacksverwirrungen ich in Zukunft noch so entdecke ;)

Soweit zu mir. Und nun: SCHOKOLADE!

DREIERLEI PRALINEN

Knusper-Bombe
Knusprige Dinkel-Flakes umhüllt von weißer Schokolade, getoppt mit gerösteten Mandelsplittern - mein absoluter Favourit!



Weiche Schale, harter Kern
Im Inneren dieser weißen Schokopraline verstecken sich gehackte Pistazien.


Zartbittere Schätzchen 
Fast schon gesund! Walnusskerne in Zartbitterschokolade, getoppt mit Gojibeeren und etwas Goldstaub.


Für die Zubereitung braucht ihr eine Silikon - Pralinenform, die verschiedenen Zutaten und ein wenig Geduld und Liebe. Füllt die Mulden bis zur Hälfte mit geschmolzener Schokolade, dann könnt ihr die Füllungen auf die Schokolade legen. Mit Schokolade auffüllen und die Pralinen dekorieren. Über Nacht oder 4 - 6 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen, dann könnt ihr die Pralinen aus den Mulden lösen und am besten bald verzehren ;)

Dienstag, 6. Januar 2015

Teatime oder: Tarte Tatin

Kurz vor Weihnachten habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben die wunderschöne Stadt Paris besucht.
Meine Schwester hat dort ihr Auslandssemester gemacht und nach langem Planen und erst hoffnungslosem Termineschieben habe ich tatsächlich ein paar Tage gefunden, um sie dort zu besuchen.


Lieb wie sie ist hat sie einen tollen Plan zusammengestellt, um mir all die Dinge zu zeigen, die ich bei meinem ersten Paris-Besuch vor vier Jahren nicht unterbringen konnte bzw. die mir damals noch nicht so wichtig waren, da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so backbegeistert und vor allem keine Bloggerin war.


Ein kleines Highlight meiner kurzen Reise war ein Besuch im Ladurée - Cafe an der Champs-Élysées. Wir haben uns eine klassische "Teatime" gegönnt und nach nur kurzem Anstehen durften wir den französischen Pattisserie-Tempel betreten.


Nebst klassischem Schwarztee probierten wir auch ein kleines exotisches Maracuja-Törtchen sowie die klassisch französische "Tarte Tatin". Die wird dort warm mit saurer Sahne serviert und hat mich tatsächlich umgehauen. Noch nie habe ich so einen leckeren Apfelkuchen gegessen und obwohl ich mich nach meiner Heimkehr direkt in die Küche gestellt habe, um meine eigenen kleinen Tartes zu kreieren, kommt mein Rezept natürlich bei weitem nicht ans Original ran. Die müssen da wohl eine große extra Portion Liebe und Frankreich reinmischen....trotzdem schmecken auch meine kleinen Tarte Tatins sehr, sehr gut und wurden direkt von meiner Familie nachbestellt.


TARTE TATIN
(für 6 kleine Tartelettes)

für den Teig
eine Rolle fertiger Blätterteig

für die Füllung
3 mittelgroße Kochäpfel, zB. Boskoop, Golden Delicious oder Jonagold
2EL Zitronensaft
80g Zucker
35g Butter
 
Für dieses Rezept braucht ihr sechs kleine Tarteletteförmchen.
Die Blätterteigrolle ausrollen und sechs Scheiben ausschneiden, welche dieselbe Größe wie die Förmchen haben. Die Scheiben kühl stellen.
Danach werden die Äpfel geschält und in ca. 3-5mm dünne Scheiben geschnitten. Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und erstmal zur Seite stellen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Zucker in einen großen Topf geben auf mittlerer Stufe erhitzen. Der Zucker soll nur langsam schmelzen. Dabei den Zucker nicht umrühren sondern einfach stehen lassen. Wenn die Ränder braun werden, die Hitze ein bisschen reduzieren und warten, bis der gesamte Zucker goldbraun geschmolzen ist. Aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird und früh genug vom Herd nehmen!
Den geschmolzenen Zucker auf die Förmchen verteilen, es reicht ein Klecks pro Förmchen, etwas größer als eine 2- Euro - Münze.
Nun die Apfelscheiben in die Förmchen legen, je nachdem wie ihr wollt quer durcheinander oder schön geschichtet.
Nun kleine Butterflöckchen auf die Äpfel geben und zuletzt die Teigscheiben auf die gefüllten Förmchen legen und die Ränder innerhab der Form festdrücken, nicht über den Rand hinaus!
Die Tartelettes nun ca. 30 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen.
Nun die Tartelettes vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Kühlgitter oder großen Teller/Schneidbrett stürzen. Gegebenenfalls die Ränder leicht mit einem Messer lösen.

Die Tartelettes schmecken am besten lauwarm und sind mit normaler genauso wie mit saurer Sahne (zB. Creme Fraiche) zu genießen. Ich fand auch die Kombination Apfelkuchen & Schwarztee seeehr lecker....




Das Rezept habe ich von einem Rezept auf kuechengoetter.de abgewandelt, die hübsche Teetasse wanderte in Paris bei ZARA HOME in meinen Einkaufskorb...

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Vorfreude oder: Schoko - Cranberry - Minipies

Kaum zu glauben, aber wahr: ich schaffe es tatsächlich, noch VOR Weihnachten ein Winterrezept zu posten!!
Endlich hab ich ein wenig Freizeit und darf mich voll und ganz auf die bevorstehenden Feiertage konzentrieren. Geschenke basteln und verpacken, Otis Reddings "White Christmas" lauschen, Kekse und andere Feinheiten backen, die Weihnachtstorte planen und ganz nebenbei eben mal kurz nach Paris jetten - so sieht meine (kurze) Vorweihnachtszeit in diesem Jahr aus.


Der Schnee lässt noch ein wenig auf sich warten im Alpenland Tirol, vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr, endlich mal wieder weiße Weihnachten zu feiern. Und falls nicht, streue ich einfach Unmengen Puderzucker in meinen Garten. Manchmal muss eine Frau eben tun, was eine Frau tun muss....


Mein erstes Weihnachtsrezept in diesem Jahr (und vermutlich auch das einzige) sind kleine Schoko - Cranberry - Pies, inspiriert durch die britischen "Mince Pies", an die ich mich noch immer nicht getraut habe. Für den Tiroler Gaumen ist diese Spezialität doch etwas ungewöhnlich.
Zumindest optisch gleichen sie dem Original aber sehr - und lecker sind sie auch. Schmecken Briten UND Tirolern.



SCHOKO - CRANBERRY - MINIPIES
(für 8 Stück)

für den Teig
120g kalte Butter, gewürfelt
175g Mehl
1/2 TL Salz
60g Zucker
1 Eigelb

für die Füllung
100g Vollmilchkuvertüre
30g Butter
eine handvoll gehackte Walnüsse
50g getrocknete Cranberries, zerhackt

Für den Mürbteig 8 Mulden eines Muffinblechs einfetten und mit Mehl bestäuben. Ihr benötigt außerdem einen runden Keksausstecher (ich habe eine kleine Tarteletteform verwendet), die größenmäßig zu den Muffinmulden passt. Weiters benötigt ihr einen Stern-Keksausstecher, der größenmäßig auf die Oberfläche der Pies passt.
Die Butter mit dem Mehl, Salz, Zucker und Eigelb mischen und gut kneten, bis ein fester Teig entstanden ist. Den Teig in einen Ball formen, in Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Nach der Ruhezeit den Teig 0,5cm dick ausrollen und mit einem großen Keksausstecher oder einer kleinen Tarteletteform 8 Kreise ausstechen. Die Kreise in die Muffinmulden legen und mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen.
Aus dem restlichen Teig 8 - 10 Sterne ausstechen (ich backe immer ein paar Reservekekse) und dann die Förmchen und Sterne in den Backofen schieben.
Die Sterne werden als erstes fertig, passt also auf, dass sie nicht zu dunkel werden.
Etwa 5 - 10 Minuten später sollten auch die Förmchen goldbraun gebacken sein.
Die gebackenen Teile auskühlen lassen und die Füllung zubereiten.
Dazu die Schokolade mit der Butter überm Wasserbad vorsichtig schmelzen und dabei immer wieder gut unrühren. Wenn eine schokoladige Masse entstanden ist, die Nüsse und Cranberries dazumischen und dann die Füllung mit einem Teelöffel auf die ausgekühlten Förmchen verteilen.
Sofort einen Stern in die Masse drücken.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben - und fertig!


Sonntag, 30. November 2014

Später Herbst oder: Apfel - Mandel Low Carb Muffins

Heute Morgen erwarteten mich bei meiner täglichen Instagram-Tour ausschließlich Bilder zum 1. Advent und ich musste mit Schrecken feststellen, dass der gesamte November an mir vorbeigerast ist, ich kein einziges Weihnachtsgeschenk besorgt, noch keinen Schnee gesehen und nicht das geringste Fitzelchen Weihnachtsvorfreude verspürt habe.
Für mich ist eigentlich immer noch Ende Oktober. In Berlin hat sich der Oktober dieses Jahr nämlich weit in den November reingezogen, bis vor zwei Wochen noch erstrahlte die Stadt an sonnigen Tagen in den wunderschönsten Herbstfarben.



Heute ist sie grau, eisig kalt und verregnet.
Ein Grund mehr, euch mein Rezept für Mandelmuffins zu zeigen, das ich eigentlich schon vor zwei Wochen posten wollte. Damals hätte es noch zum Wetter gepasst, jetzt ist es eine Erinnerung an einen wirklich schönen Herbst....
Wer sich nicht ganz unweihnachtlich verhalten will, kann auf die Muffins auch ein Topping geben, vielleicht mit etwas Zimt? Denn obwohl die Muffins Low Carb sind, schmecken sie wunderbar saftig und lecker, das Rezept wandert auf jeden Fall in meine Muffin - Sammlung.


APFEL - MANDEL LOW CARB MUFFINS
(für 8 - 10 Stück)

4 Eier, groß
Prise Salz + 1/2TL Salz
1/2TL Natron
200g gemahlene Mandeln
100g Butter
1-2 Äpfel
Zimt


Den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden. Die Butter schmelzen, dabei darauf achten, dass sie nicht zu heiß wird. Abkühlen lassen.
Die Äpfel in kleine Scheiben oder Würfel schneiden, je nach Apfelgröße reicht ein Apfel auch aus.
Die Eier trennen und die Eiweis mit einer Prise Salz steif schlagen.
In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit dem Salz, Natron, und der abgekühlten geschmolzenen Butter verrühren. Die gemahlenen Mandeln dazugeben. Nun den Eischnee vorsichtig mit einem Kochlöffel unterheben.
Nun den Teig auf die Förmchen verteilen und zuletzt die Apfelstückchen in den Teig drücken, so dass sie einigermaßen bedeckt sind.
Die Muffins in den Backofen geben und 20-25 Minuten lang goldbraun backen.
Danach auskühlen lassen und mit etwas Zimt bestreuen.

Achtung: diese Muffins sind nicht sehr lange haltbar, höchstens zwei Tage!


Rezept gefunden auf: http://www.lowcarb-ernaehrung.info/

Sonntag, 16. November 2014

Veränderungen oder: Low Carb Käsekuchen mit Himbeeren und Mandeln

Wie fleißige Leser meines Blogs wissen, habe ich die letzten paar Monate am Set eines Filmdrehs verbracht. In dieser Zeit standen für mich lange Tage, kurze Nächte, so gut wie kein Sport, einige Partys und seeeehr viel Essen am Programm. Wenn man so beschäftigt ist wie ich es war, dann merkt man gar nicht, dass man sich eigentlich ungesund ernährt, zu wenig schläft und sich (außer dem ständigen Set-Gelaufe) kaum bewegt, aber nach dem Ende der Dreharbeiten fühlte ich mich irgendwie ungesund. Unser Catering-Essen hatte zwar nichts mit ekligem Mensa-Food zu tun, es war sehr abwechslungsreich und richtig lecker, trotzdem war es meistens sehr üppig und vor allem nachmittags durch großes Kuchen- und Sweeties-Buffet einfach etwas ungesund.
Also habe ich in meiner zweiwöchigen Drehpause beschlossen, spontan mal LOW CARB auszuprobieren.


Dazu möchte ich sagen, dass ich generell kein Fan von Diäten oder Kuren bin, ich esse sehr gerne und auch gerne mal ungesund, wenn ich abnehmen möchte, treibe ich mehr Sport und achte darauf, einfach weniger und trotzdem nach Möglichkeit reichhaltig zu essen.
Meine Motivation, die Low Carb - Ernährung (also ohne Kohlenhydrate) auszuprobieren, lag ganz einfach darin, dass ich mich wochenlang von Nudeln, Kartoffeln und ganz viel Brot und Kuchen ernährt habe und das Gefühl hatte, mal darauf verzichten zu wollen.
In dieser Zeit habe ich auch einige Male gebacken - pikant und süß - und diese Rezepte stelle ich euch im November vor. Ab Dezember gibt's dann wieder Kekse, ich versprech's....


Die zwei Wochen vergingen sehr schnell und es fiel mir nur ganz selten schwer, auf die Kohlenhydrate zu verzichten. Nur beim Nachmittagskaffee bei Oma oder wenn man beim Lieblingsitaliener vorbeikommt, musste ich mich oftmals wirklich beherrschen....aber ich habe einige Lebensmittel neu für mich entdeckt (Avocados, Eier, Feta), die ich früher nur selten gegessen habe. Außerdem fand ich es sehr spannend nach neuen, mir bisher unbekannten Rezepten zu suchen.

Cheesecake zählt zu meinen absoluten Lieblingskuchen und deshalb habe ich mich auch daran als allererstes gemacht: an einen Cheesecake mit ganz wenig Kohlenhydraten.


LOW CARB KÄSEKUCHEN MIT HIMBEEREN UND MANDELN
(für eine Springform mit 18-20cm Durchmesser)

für den Käsekuchen
500g Magertopfen
2 kleine Eier
1EL Grieß
1/2 Pack. Vanillepuddingpulver ohne Zucker
nach Belieben 0,5 - 2TL flüssiger Süßstoff (zB. Stevia) oder alternativ 1- 2EL Honig
Abrieb 1/4 Bio-Zitrone
250g frische Himbeeren

für die Deko
150g Mandelblättchen, geröstet
1EL warmer Honig

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Topfen mit den Eiern, dem Grieß, Vanillepuddingpulver, Süßstoff oder Honig und Zitronenabrieb in einer Schüssel gut verrühren.
Dann die Masse in eine Springkuchenform geben und glatt streichen.
Die Himbeeren auf die Masse verteilen und mit den Fingern in die Masse drücken, so dass die Beeren ganz verschwinden. Nochmal die Masse glatt streichen und dann den Kuchen 40 - 50 Minuten backen.
Aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen, dann den Kuchen vorsichtig aus der Springform nehmen.
Den warmen Honig auf die Oberfläche des Kuchens streichen und dann die Mandelblättchen darauf verteilen.
Der Käsekuchen bleibt gekühlt bis zu 5 Tage frisch.


Rezept gefunden auf: www.tacos-fitnessblog.de