Mittwoch, 3. August 2016

When life gives you lemons oder: Zitronenschnitten

Manchmal passieren Dinge im Leben, die man einfach nicht verstehen kann.
Man wird mit Tatsachen konfrontiert, die man nicht ändern kann.
Man versucht, damit umzugehen und kann sich dennoch niemals wirklich auf das vorbereiten, was kommen wird.
Und dann kommt irgendwann der Schmerz und nichts ist mehr so, wie es war.


Ich habe in den letzten Wochen einen sehr, sehr lieben Menschen verloren, der mir unglaublich wichtig war. Ich hatte keine Lust, zu bloggen, zu backen, Texte zu schreiben.
Aber eines muss gesagt werden: dieser Mensch hat mich mein ganzes Leben lang begleitet, mit mir mitgefiebert und immer an meine Träume und Wünsche geglaubt. Sie hat meine Kuchen und meinen Blog sehr gerne gehabt und hätte nicht gewollt, dass ich damit aufhöre, nur weil ich taurig bin.
Und deshalb blogge ich heute wieder.
Aber nicht, ohne im Gedanken bei dieser gewissen Person zu sein.



Mir wurde in den letzten Wochen oft gesagt, dass das Leben weitergeht, auch wenn man geliebte Menschen verloren hat. Manchmal fühlt es sich nicht so an, aber natürlich stimmt es.
Ich wache weiterhin jeden Morgen auf, versuche, mit den alltäglichen Problemen klarzukommen, gehe zur Arbeit. An meinem Alltag hat sich nichts verändert.
Fast.
Denn natürlich wird man durch solche Verluste beeinflusst und verändert kleine Dinge, die unser Leben bestimmen. Und sei es nur die Entscheidung, einen Sonnenuntergang etwas länger zu betrachten als sonst.
Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus.
Ich mach keine Limonade, sondern Zitronenschnitten.
Für dich, liebe H.



ZITRONENSCHNITTEN
für eine mittelgroße Auflaufform

für den Boden
125g Mehl
125g kalte Butterstücke
50g Puderzucker
1/2TL geriebene Zitronenschale
Prise Salz

für die Füllung
3 Bio Eier (M/L)
200g Feinkristallzucker
120ml frisch gepresster Zitronensaft
2TL geriebene Zitronenschale
40g Mehl, gesiebt

Deko 
Puderzucker

Eine Auflaufform mit Butter einfetten und Backpapier auskleiden.
Den Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.
Mehl, Butterstücke, Puderzucker, Zitronenschale und Salz in einem Schüssel zu einem bröseligen Teig kneten und in die Form geben. Festdrücken, so dass ein kompakter Boden entsteht.
Den Boden für ca. 20 Minuten im heißen Backofen goldbraun backen.
Den Boden aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, den Ofen aber noch nicht ausschalten.
Für die Füllung die Eier verquirrlen und dann mit dem Zucker, dem Zitronensaft, der Zitronenschale und dem gesiebten (!) Mehl kurz glattrühren.
Die Masse auf den leicht abgekühlten Boden gießen und die Form dann wieder in den Ofen geben.
Für 30 - 35 Minuten backen, bis sich die Füllung gesetzt hat und fest geworden ist.
Den Kuchen auskühlen lassen, mit Puderzucker dekorieren und dann in Schnitten oder Dreieecke schneiden.


Rezept für den Boden: The Cake Cafe Bake Book
Rezept für die Füllung: meine Nachbarin :)

Mittwoch, 29. Juni 2016

Jahrestag oder: Nektarinen - Rosen - Tartelettes

Heute ist ein besonderer Tag. Und an besonderen Tagen bekommt man was geschenkt.
Oder man verschenkt etwas. Blumen zum Beispiel.
Wir haben in unsrem Zuhause immer frische Blumen, das war eine Vereinbarung, die meine Mitbewohnerin (und sogleich Schwester) und ich vor genau einem Jahr getroffen haben.
Blumen sorgen für Farbtupfer, einen Hauch Natur, Schönheit und Harmonie.


Die Pfingstrosenzeit bereitet mir immer am größten Freude, dicht gefolgt von der Ranunkel - und Tulpenzeit.
Ich brauche also nicht immer einen besonderen Anlass, um Blumen zu verschenken oder sie mir selbst zu kaufen, aber heute gibt es tatsächlich einen Anlass.


Vor genau einem Jahr bin ich nämlich nach München und in diese mit Blumen gefüllte, nach Cupcakes und Parfum aus Paris riechende Wohnung gezogen und habe ein neues Leben begonnen.
Ein Jahr ist vergangen, schneller als erwartet.
Anfangs haben wir uns Sorgen gemacht, dass die geplante "Familien - Wg" nicht funktionieren wird. Dass wir nicht genug Platz für uns beide haben werden.
Ein Jahr später haben wir so ziemlich alle Kämpfe gekämpft und leben gut miteinander, es gibt Regeln, an die sich beide halten und wir erinnern uns beide immer wieder daran, wie viel Glück wir hatten, diese Wohnung zu finden ( in MÜNCHEN!!).
Inzwischen haben zeitweiße nicht nur zwei, sondern sogar vier Menschen in dieser Wohnung Platz.
Und es gibt wie vereinbart immer frische Blumen.


Mein heutiges Rezept, die Nektarinen - Tartelettes in Rosenoptik, sind ein kleines Geschenk an meine Schwester und an unsere Wohnung. Zum ersten Jahrestag, sozusagen.


NEKTARINEN - ROSEN - TARTELETTES
(für 10 Stück)

für den Mürbteig
150g Mehl
100g Butter, kalt, in Stücken
50g Zucker
1 Eigelb, M

für die Creme Patissiere
2 Eigelb, M
165ml Milch
Vanillemark
25g Zucker
7g Mehl
7g Speisestärke

für die Füllung
5 - 6 Nektarinen
Pfirsichsaft


Die Mulden eines Muffinblechs einfetten und bemehlen.
Den Mürbteig zubereiten, dazu die Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einem Ball formen und in Frischhaltefolie einwickeln und erstmal in den Kühlschrank geben.
Für die Creme Patissiere die Milch mit dem Vanillemark (Mark 1/2 Schote oder 3 - 4 Umdrehungen mit der Dr. Oetker Vanillemühle) in einem Topf langsam erhitzen.
Die Eigelbe mit dem Zucker, Mehl und der Speisestärke mit dem Handrührer hell aufschlagen, so dass eine fast weiße Masse entsteht.
Wenn die Milch kocht, den Topf von der Hitze nehmen und die Milch langsam und unter Rühren zur Eiermasse geben. Gut verrühren, dann die Creme wieder in den Topf geben und auf dem Herd nochmal, wieder unter Rühren, aufkochen lassen.
In eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken, dabei die Folie direkt auf die Creme geben, damit sich keine Haut bildet.

Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 4mm dick ausrollen.
Mit einem Glas oder Keksausstecher, welcher dieselbe Größe wie der Durchmesser der Muffinmulden hat, runde Kreise aus dem Teig stechen und die Kreise dann in die Mulden legen.
Mit einer Gabel mehrmals in die Böden stechen, dann das Blech in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Nach ca. 15 Minuten das Muffinblech in den Ofen geben und die Tarteletteböden goldbraun backen.
Die fertig gebackenen Tartelettes auskühlen lassen, sollte der Boden der Tartelettes etwas hoch gegangen sein, könnt ihr zB. ein Schnapsglas nutzen, um die Boden wieder flach zu drücken.
Jeweils einen gehäuften Teelöffel der Creme Patissiere auf die Tarteletteböden verteilen.

Einen Topf mit etwas Pfirsichsaft füllen und den Saft vorsichtig erhitzen.
Die Nektarinen vierteln und dann in hauchdünne Scheiben schneiden. Dabei wirklich darauf achten, dass die Scheiben dünn sind, denn sonst lassen sie sich später nicht mehr aufrollen.
Die Scheiben in den köchelnden Pfirsichsaft geben und für ca. 2 - 3 Minuten etwas weicher werden lassen.
Nicht zu lange köcheln lassen, sonst verlieren die Nektarinen ihren Geschmack.
Den Saft abgießen und die Scheiben in einem Sieb etwas abtropfen und auskühlen lassen.

Dann auf einem Backblech zehn Reihen mit Nektarinenscheiben schichten, dabei die Scheiben immer bis zur Hälfte überlappen und die Reihen vertikal schichten. Die bauchige Seite der Nektarinen, auf der sich auch die Haut befindet, sollte nach rechts zeigen.
Nun die erste Reihe von oben nach unten vorsichtig aufrollen, so dass eine Rose entsteht.
Da ich keine Making - Of - Fotos habe, hier der Link zu Nina's Blog, wo ihr das ganze in Bildern sehen könnt.
Die Rose auf die Creme Patissiere im ersten Tartelette setzen und etwas festdrücken.
Den Vorgang nun wiederholen, bis alle Reihen aufgerollt sind.
Die Tartelettes nochmal für ca. 10 Minuten bei 150°C im Backofen backen, dann auskühlen lassen.



Dienstag, 21. Juni 2016

Mitbringsel oder: Tarte apricot


In meinem letzten Post habe ich euch erzählt, dass ich demnächst auf Weinreise ins Burgund nach Frankreich fahren werde.
Nun, die Zeit fliegt und ich bin seit fast einer Woche bereits wieder zurück.
Es waren sehr schöne Tage, gefüllt mit vielen neuen Eindrücken, vielen Informationen, neuen Bekanntschaften und vor allem: Essen. Und Wein.


Seit meiner frühen Kindheit gilt Frankreich für mich als Urlaubsland Nummer 1, wir waren beinahe jeden Sommer dort, ein paar mal am Festland, aber hauptsächlich auf der Insel Korsika.
Nichts macht mich glücklicher und bringt mir mehr Entspannung als ein knuspriges Baguette frisch vom Bäcker, dazu Frischkäse, Paprika und ein Gläschen Rose - Wein oder ein typisch französisches Bierchen, das "Panach".


Das ist für mich der Inbegriff von Urlaub.
Über die Jahre kamen viele Dinge dazu, die ich an Frankreich lieben gelernt habe, Paris zum Beispiel, die vielleicht schönste Stadt der Welt oder die französische Backkultur.
 

Die Freude war also wirklich groß, als ich erfuhr, dass ich bei dieser Weinreise mitfahren darf.
Ich habe Frankreich wieder von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Vor einem guten Jahr hatte ich KEINE Ahnung von Weinbau und wie groß das Burgund überhaupt ist. Ich wusste nicht, wie viele leidenschaftliche Winzer es dort gibt, die den Familienbetrieb Generation für Generation übernehmen und mit viel Liebe aufrechterhalten. Ich wusste nicht, wie schön es auch abseits der Küste sein kann, wie viele ruhige, fast schon ausgestorbene kleine Stätdchen es gibt und vor allem wusste ich nicht, dass die Franzosen SO nett, gesprächig und gastfreundlich sein können!


Ich habe euch von meiner kleinen Reise auch was mitgebracht.
An einem Mittag mitten im Gebiet Nuits-Saint-George wurde uns ein köstliches Mittagsmenü serviert und - wie sollte es auch anders sein? - natürlich war das Dessert mein persönliches Highlight.
Eine supereinfache Aprikosentarte (wir Österreicher sagen ja eigentlich Marillen...), ohne viel Schnick Schnack, serviert mit einem Löffel gesüßter Sahne.
Es war wunderbar. Und deshalb habe ich diese Tarte für euch nachgebacken!



TARTE APRICOT
in einer kleinen runden Tarteform mit 18cm Durchmesser

für den Mürbteig
150g Mehl
100g Butter, kalt, in Stücken
50g Feinkristallzucker
1 Eigelb, S

für die Füllung 
7 - 8 mittelgroße Aprikosen
1/2TL geriebener Thymian
1/4TL geriebener Rosmarin


Für den Mürbteig die Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem kompakten Teig verarbeiten. Gut durchkneten, dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank geben.
Die Aprikosen waschen und in Hälften schneiden.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Tarteform mit Butter einfetten und Mehl bestäuben.
Nun den gekühlten Teig etwa 5mm dünn ausrollen und in die Tarteform legen, so dass Boden und die Ränder bedeckt sind.
Mit einer Gabel mehrmals in den Teig stechen, damit die heiße Luft später entweichen kann.
Mit dem übrigen Teig mittels Reibe "Crumbles" auf den Teigboden reiben, aber nur spärlich, nicht so, dass der Boden komplett bedeckt ist.
Nun die Aprikosenhälften in die Form schichten.
Mit dem geriebenen Thymian und Rosmarin überstreuen, nochmal ein paar Crumbles draufgeben und dann in den vorgeheizten Backofen geben.
Für ca. 45 Minuten goldbraun backen, die Aprikosen sollten komplett weich und leicht gebräunt sein.

Für das ideale Geschmackserlebnis bestreut ihr die Tarte ausgekühlt noch mit etwas Puderzucker und serviert sie mit etwas gezuckerter Sahne. Das schmeckt WAHNSINN!
Die Säure von den Früchten kombiniert mit der süßen Sahne und dem knusprigen Teig sorgt für ein totales Geschmackserlebnis im Mund...

Und weil dies ja ein Post übers Burgund ist, gibt's jetzt auch noch einen Tipp vom Sommelier meines Vertrauens, Mister Bakes himself sozusagen: zu dieser Tarte könnt ihr natürlich stilecht auch burgundische Weine trinken. Am besten passt da ein Chardonnay aus der Appellation Pouilly - Fuisse, die liegt im Norden des Burgunds, im sogenannten Macconais.
Diese Weine, vor allem wenn sie mit Lagenbezeichnung sind (also generell etwas besser, feiner, filigraner), haben wenig Säure und passen deshalb hervorragend zur Tarte. Auf der Tarte selbst haben wir nämlich schon genug (Frucht)säure.


Freitag, 10. Juni 2016

Ausgeholfen oder: Erdbeer - Biskuitrolle von Simone

Heute habe ich mir Unterstützung von Simone geholt, die auf www.gutekueche.at über süße und pikante Schmankerln bloggt.
Passend zur Erdbeersaison präsentiert sie euch heute einen Klassiker, den es hier am Blog noch gar nicht gibt und mich trotzdem schon mein ganzes Leben lang begleitet, denn Biskuitrolle war bei uns zuhause der Star auf jedem Kuchenbuffet, egal ob Geburtstagsfeier, Nachmittagskaffee oder Grillparty.
Selbstgebacken habe ich die berühmte Rolle noch nie, ich habe nämlich "etwas" Respekt vor dem Rollen. Mit meinem Pech, das ich ab und zu mal in der Küche habe, würde die Rolle bei mir bestimmt immer brechen...mit Simones Rezept versuche ich mich aber vielleicht trotzdem bald mal an einer eigenen Biskuitrolle, denn sie hat auch den ein oder anderen Tipp im Gepäck!

Vielen Dank an Simone für dieses Rezept, da ich momentan kaum zum Backen komme, hat sie mich vor einer langen Blogflaute bewahrt.
Nächste Woche steht dann bei mir eine kleine, feine Weinreise ins wunderschöne Burgund in Frankreich an, ich freue mich sehr darauf, etwas abschalten zu können und nehme euch natürlich auf meinem Instagram - Profil mit in das Land von Wein, Käse und Eclairs!



ERDBEER - BISKUITROLLE

Sobald einem die roten, frischen Erdbeeren in jedem Supermarkt entgegen leuchten, bekommt man Lust auf eine Erdbeer-Biskuitrolle, die in Österreich ja meist Biskuitroulade genannt wird. Es lohnt sich, diese frühlingsfrische Mehlspeise selbst zu backen.

Für Biskuit gibt es unzählige Rezepte, oft ein schon von der Oma übernommenes Familienrezept, das immer gelingt. Auch für die Füllung einer Biskuitroulade gibt es viele Möglichkeiten. Die traditionellste Art ist, das Biskuit mit Marillenmarmelade zu füllen, aber auch mit Cremen und verschiedenen Früchten (wie zum Beispiel eine Biskuitrolle mit Erdbeeren) hat diese klassische österreichische Mehlspeise ihre Anhänger.

Hier gibt es ein bestimmt gelingendes Rezept für eine Erdbeer-Biskuitrolle.

Zutaten für den Teig:
  • 6 Eier
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 200 Gramm Staubzucker
  • 1 Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 Gramm glattes Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver

Zutaten für die Füllung:
  • 2 Becher Schlagobers
  • 2 Packungen Sahnesteif
  • ca. 50 Gramm Staubzucker
  • ca. 1/4 kg Erdbeeren

Als erstes das Backrohr einschalten, da der Biskuitteig ins heiße Rohr kommen soll. Mit 180 Grad Ober- und Unterhitze backen bringt ein besseres Ergebnis als mit Umluft, die den Teig eher austrocknet. Ein Backblech vorbereiten und mit Backpapier belegen.

Zuerst trennt man Dotter und Eiklar in zwei Schüsseln. Die Dotter mit dem Wasser schaumig schlagen. Dann kommen Zucker und Vanillezucker dazu und man mixt weiter, bis die Masse cremig ist. Inzwischen schlägt man in der anderen Schüssel das Eiweiß mit der Prise Salz steif. Das Mehl wird mit dem Backpulver vermischt und zur Ei-Zucker-Masse gegeben. Zum Schluss noch den steifgeschlagenen Schnee vorsichtig unterheben. Dann streicht man den luftigen Teig auf dem Backpapier glatt und schiebt alles auf der mittleren Schiene in den Backofen.

In etwa 10 bis 12 Minuten ist das Biskuit fertig gebacken. Es soll nur hell gebacken werden, da es sonst zu trocken wird und beim Einrollen leicht bricht.

Während des Backens richtet man Backpapier oder ein frisches Geschirrtuch und bestreut es mit etwas Zucker. Darauf wird der fertig gebackene Teig gestürzt. Das Backpapier zieht man ab. Falls das nicht leicht geht, hilft es, die Rückseite vorsichtig mit einem befeuchteten Stück Küchenrolle zu bestreichen. Das Papier lässt sich dann leichter abziehen. Da sich der Teig in ausgekühltem Zustand nicht einrollen lässt, rollt man ihn mit dem Geschirrtuch oder dem Backpapier ein und lässt ihn so auskühlen.

Inzwischen werden die Erdbeeren gewaschen, geputzt und klein geschnitten. Das Schlagobers mit dem Zucker aufschlagen und erst kurz vor Ende das Sahnsteif-Pulver dazu mischen. Dazu steht die Anleitung genau auf der Verpackung. Wenn die Mehlspeise gleich aufgegessen wird, dann kann man sich das Sahnesteif sparen.

Die ausgekühlte Roulade aufrollen, mit dem Schlagobers bestreichen, die Erdbeerstückchen aufstreuen und dann die Biskuitroulade wieder aufrollen.

Am Schluss wird die Erdbeer-Biskuitrolle leicht angezuckert, in der Mitte etwas Schlagobers auftragen und dekorativ mit Erdbeeren belegen. Wenn das Grün schön und frisch ausschaut, dann lässt man es an den Beeren, sonst machen sich auch ein paar Blättchen Zitronenmelisse gut zwischen den Erdbeeren.


Montag, 23. Mai 2016

Double Trouble oder: Schoko - Schoko - Cupcakes

Mann Mann Mann, jetzt hab ich aber wirklich wahnsinnig lange nichts mehr gepostet!
Noch während dem ganzen Galileo - Trubel standen bei mir einige persönliche Veränderungen an, ich habe meine Arbeitsstelle gewechselt und hatte dann erstmal weder Zeit noch Kraft, mich an neue Rezepte und Ideen zu wagen.
Aber heute bin ich zurück und ich habe mächtig Schokolade im Gepäck.


Ich bin ja generell keine Bäckerin, die sich ein einziges Rezept krallt und dann den Cupcake oder die Torte 1:1 nachbackt.
Ich suche mir gerne aus jedem meiner zahlreichen Backbücher mein Lieblingsrezept für Böden, Teige und Frostings raus und kombiniere diese dann.
Genau das habe ich auch heute gemacht.
Seit bereits drei Jahren bin ich im Besitz des Backbuches "130g Liebe" und ihr habt hier auf dem Blog schon so manches Rezept meiner Landsfrau Renate Gruber gesehen. Sie ist für mich die Nummer 1, wenn es um Kuchenböden und Cupcake - Teige geht.
Ihren "Nuss - Mandel - Sponge" backe und variiere ich regelmäßig, der "Red Velvet Cake" hat mich auch schon überzeugt und nun habe ich mich an ihrem "Schoko - Schoko - Sponge" versucht.
Ich bin schon lange auf der Suche nach dem perfekten Schokoladenkuchen - Rezept und hab bereits einige ausprobiert. Lecker waren sie alle, aber mal war mir der Kaffee im Teig ein Dorn im Auge, mal verlangte das Rezept zu viel Zucker und mal war mir das ganze am Ende einfach zu kompakt.
In solchen Fällen greife ich immer zu meinem Lieblings - Kuchen - Backbuch und stöbere bei der lieben Renate.
Gesucht, gefunden: ein Schokosponge, der nicht nur einfach zu backen ist, sondern auch supersaftig und trotzdem luftig schmeckt.



Auf der Suche nach dem perfekten Frosting für meinen doppelten Schokoladen - Cupcake kam mir zuerst die klassische Ganache in den Sinn, jedoch eignet sich Ganache meiner Meinung nach nicht als Cupcake - Frosting, vor allem, wenn man vorhat, das Frosting richtig hoh zu spritzen. Das wäre dann einfach zu viel des Guten.
Aus sehr nachvollziehbaren Gründen ( ich war zu faul um nochmal in den Supermarkt zu fahren und Philadelphia zu kaufen), entschied ich mich dann gegen ein Cream Cheese - und für ein einfaches Buttercreme - Frosting.
Nun denn, Buttercreme. Nicht mein bester Freund, auch nicht nach dem heutigen Backen. Es schmeckt natürlich superschokoladig, vor allem durch die Zugabe von Kuvertüre zur Creme, aber sie ist auch einfch unglaublich wuchtig und wahnsinnig süß.
Für die Fotos habe ich das Frosting schön großzügig aufgespritzt, in der Realität tut's aber auch ein kleiner Tuff, mehr braucht man bei diesen saftigen Cupcakes eh nicht.

Schön, dass ihr immer noch da seid und mir die kleine Pause verzeiht!!



SCHOKO - SCHOKO - CUPCAKES
für 12 Cupcakes

für den Teig
85g Zartbitterkuvertüre
25g Butter
60g Öl
110g Mehl
20g ungesüßter Backkakao
Prise Salz
1TL Backpulver
2 Bio - Eier, M
190g Feinkristallzucker
50ml Wasser
40g Sauerrahm

für das Frosting 
90g Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil)
150g Butter, Zimmertemperatur
270g Puderzucker
2 - 3 EL Milch



Für die Cupcakes den Backofen auf 180°C Ober - und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Cupcakeförmchen auskleiden.
Die Schokolade mit Butter und Öl im Wasserbad vorsichtig schmelzen.
Die Eier mit dem Zucker 4 - 5 Minuten schaumig hell aufschlagen, Wasser und Sauerrahm dazu geben und die Masse glatt rühren.
Einen Schuss der geschmolzenen, etwas ausgekühlten Schokolade zum Teig geben und einrühren. Dann den Rest der Schokolade langsam und unter Rühren zur Masse geben.
Zuletzt Mehl, Kakao, Backpulver und die Prise Salz auf die Masse sieben und erst vorsichtig auf nierdriger Stufe, dann kurz bei mittlerer Stufe verrühren, bis ein glatter, recht flüssiger Teig entsteht.
Den Teig in die Förmchen geben, dabei den Teig bis ca. 1 cm unterm Rand in die Förmchen gießen.
Die Cupcakes für 30 - 35 Minuten im Backofen backen.

Für das Frosting die Schokolade über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Währenddessen die weiche Butter mit dem Handrührer 5 Minuten lang fluffig hell aufschlagen, so dass die Butter an Volumen gewinnt. Den Puderzucker löffelweiße unter Rühren zur Masse geben, dabei ab und zu einen Esslöffel Milch dazugeben.
Die Schokolade etwas abkühlen lassen und dann zur Butter - Zucker - Masse geben.
Das Frosting nochml kräftig aufschlagen und dann für 10 Minuten kühl stellen.
In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf die Cupcakes spritzen.


Freitag, 29. April 2016

Galileo meets Julia Bakes: Blumenkohl - Brownies

Teil 3 der "Backen mit Kohl" - Reihe ist was für Schoko - Fans!
Wobei ich gerne etwas sagen möchte: so schokoladig und buttrig wie ein "echter" Brownie schmecken die Blumenkohl - Brownies natürlicht nicht, können sie ja auch nicht, ist ja keine Butter drin.
ABER die Konsistenz ist sehr ähnlich UND natürlich haben die Blumenkohl - Brownies 1000 mal weniger Kalorien, als ein "echter". Wer also nicht auf Brownies verzichten möchte, trotzdem gerne den Brownie - Biss und die Schokolade nicht missen und nebenbei noch gesund naschen möchte, ist hier genau richtig!

Ich sag nochmal DANKE an euch alle da draußen, an Galileo, an das Filmteam und ganz besonders an Milena, an meine Familie und Freunde und freue mich, wenn ihr weiterhin auf dem Blog vorbeischaut!


BLUMENKOHL - BROWNIES
für eine mittelgroße Auflaufform

240g Blumenkohlpüree
120ml Mandelmilch
6 Stück Zartbitterschokolade mit 70 - 90% Kakao
100g Butter
60g Frischkäse
2 Eier
100g gemahlene Mandeln
45g Kakaopulver
70g Kokosnussmehl
2TL flüssiges Stevia
4TL Ahornsirup
1TL Zimt
Prise Salz

Eine mittelgroße Aulaufform mit Butter einfetten und Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Blumenkohl in kleine Stücke schneiden und dann gemeinsam mit der Mandelmilch in einem Standmixer zu einem feinen Püree verarbeiten.
Die Schokolade über einem Wasserbad bei mittlere Hitze zusammen mit der Butter schmelzen, dann den Frischkäse dazu geben und gut verrühren. Die Schokolade etwas auskühlen lassen.
Nun alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und zu einem Teig verarbeiten.
Ein paar kleine Hinweise noch: probiert den Teig, bevor ihr ihn in die Backform gebt und testet selbst, ob's euch süß genug ist, oder ob ihr den Teig noch mit Stevia und Ahornsirup nachsüßen müsst. Durch die Bitterschokolade wird der Teig nicht gesüßt, sondern eher bitter, also eventuell reicht die Süße aus dem Grundrezept nicht ganz aus!
Außerdem könnt ihr für mehr 'Schokoerlebnis' im Brownie auch Schokolade mit weniger Kakaoanteil verwenden, denn die Schokolade mit 90% schmeckt natürlich sehr bitter und nicht so sehr nach Schokolade wie welche mit zB. 60% Kakaoanteil.
Die Masse in die Auflaufform geben und glatt streichen.
Für 35 Minuten in den Backofen geben und backen.
Den Brownie auskühlen lassen und dann in kleine Rechtecke schneiden.
Wer möchte, kann die Brownies noch mit etwas geschmolzener Zartbitterschokolade überziehen.

(c) galileo.tv




Donnerstag, 28. April 2016

Galileo meets Julia Bakes: Apfel - Sauerkraut - Kuchen

Weiter geht's mit der gesunden Back - Sause!
Im zweiten Rezept aus der Reihe "Backen mit Kohl" von Galileo und Julia Bakes wagen wir uns an was ganz Pikantes: Sauerkraut!
Klingt erstmal seltsam, aber Sauerkraut funktioniert tatsächlich nicht nur im bayrischen Biergarten oder auf der Tiroler Alm. Auch in der Backstube macht sich das Sauerkraut richtig gut, nicht nur als Garant für supersaftigen Kuchen, sondern auch als Lieferant wichtiger Vitamine.
Wer keine Angst vor etwas Zucker hat, kann den Kuchen mit etwas Puderzucker pimpen - ich schwöre euch, dann erkennt niemand mehr den Unterschied zwischen "richtigem" Apfelkuchen und der gesunden Sauerkraut - Variante!

APFEL - SAUERKRAUT - KUCHEN
für eine Springform mit 26cm Durchmesser

250g Blumenkohlmehl
Prise Salz
1 1/2TL Zimt
1/2TL Muskat
1 Apfel, säuerlich, mittelgroß
160g Sauerkraut, ausgepresst
3 Bio - Eier, M
240ml Pflanzenöl
200g Kokosblütenzucker
Mark 1/2 Vanilleschote oder 1/2TL Vanillepaste
250g Haselnüsse, gemahlen

Für das Blumenkohlmehl einen Blumenkohl klein schneiden und dann in einem Standmixer zu einem feinen Püree verarbeiten. In ein Geschirrtuch geben und die Feuchtigkeit auspressen.
Den Blumenkohl dann auf ein Backblech geben und bei 90°C Heißluft für ca. eine Stunde im Backofen trocknen lassen.
Das Blumenkohlmehl auskühlen lassen.
Den Backofen dann auf 180°C Ober - und Unterhitze vorheizen und eine Backform einfetten und mit etwas Grieß oder gemahlenen Nüssen auskleiden.
Das Sauerkraut ebenfalls in ein Geschirrtuch geben und die Feuchtigkeit aus dem Kraut pressen. Mehrmals unter fließendem Wasser auswaschen und wieder auspressen. Das nimmt dem Kraut ein wenig vom starken Sauerkraut - Geschmack, jedoch nicht von der Saftigkeit!
Den Apfel schälen und fein reiben, das Sauerkraut ebenfalls noch etwas feiner hacken.
Nun alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und gut verrühren.
Wer keine Vanillepaste kennt, findet die bei uns in Deutschland zum Beispiel bei REWE in der Back - Abteilung. Ich arbeite gerne mit der Paste, weil Vanilleschoten sehr teuer sind, ich aber trotzdem gerne mit echter Vanille arbeite. Ein halber Teelöffel der Paste entspricht ungefähr dem Mark einer halben Vanilleschote.
Den Teig in die Backform geben und für mindestens eine Stunde backen.
Da der Kuchen sehr feucht ist, dauert es sehr lange, bis er durch ist, passt also auf, dass er an der Oberfläche nicht zu dunkel wird! Wenn doch, dann einfach mit etwas Alufolie abdecken.

(c) galileo.tv