Montag, 23. März 2015

Ein Hoch auf die Sonne oder: Karotten-Kokos-Cupcakes

Lustig, aber wahr: dieser Post ist was ganz besonderes. Nicht nur, weil es mein tatsächlich allererster Oster-Post ist, sondern auch, weil er in einer ganz besonderen Stunde geboren und fotografiert wurde:
SONNENFINSTERNIS!
Es ergab sich leider einfach kein anderer Tag, an dem ich die hübschen Cupcakes ablichten hätte können und deshalb musste ich am vergangenen Freitag einen bitteren Kampf mit der Sonne ausfechten.


In meiner kleinen Studentenwohnung lässt es sich ohnehin nur an sonnigen Tagen und dann auch nur zu bestimmten Uhrzeiten fotografieren, wenn dann der Mond spontan (ok, sooo spontan auch nicht) entscheidet, mal eben die Sonne für die wenigen paar Stunden, in denen ich fotografieren kann, zu verdecken, hab ich echte Probleme. Anfangs dachte ich noch "ach was, das geht auch so". Ging nicht. Und deshalb bin ich heute mit meinen Bilder ein kleines bisschen weniger zufrieden als sonst.


Nebenbei sei gesagt, dass ich alle 10 Minuten die Cupcakes im Stich lassen musste um auf die Terrasse zu hüpfen, meine superschicke SoFi-Brille aufzusetzen und in die Sonne zu starren. Der liebe Herr Papa hat am Donnerstag nämlich zwei Minuten vor Ladenschluss einen Optiker ausgeraubt und es mir möglich gemacht, live dabei zu sein. Danke!
Und DANKE liebe Sonne, dass es dich gibt und du so schön vom Himmel strahlst. Ohne dich wäre und BIN ich wirklich aufgeschmissen.



KAROTTEN - KOKOS - CUPCAKES für Ostern
(ergibt 12 - 14 Cupcakes)

für den Teig
200g Karotten
4 Eier
130g Feinkristallzucker
1 1/2TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
2EL heißes Wasser
170g geriebene Haselnüsse
5EL Semmelbrösel (im Notfall tun's auch zerbröselte Vollkornkekse)
1/2TL Backpulver
1TL Zimt
ein Schuss Rum
ein Schuss Zitronensaft

für das Frosting
80g zimmerwarme Butter
100g Puderzucker
150g zimmerwarmer Frischkäse
ein Glas "Cocos Cream-Brotaufstrich" - gibts bei uns bei SPAR
1TL Vanilleextrakt oder 1/2 Päckchen Vanillezucker

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden.
Die Karotten waschen, schälen und fein raspeln.
Die Eier trennen und die Eiweiß steif schlagen.
Die Eigelb mit Zucker, Vanille und Wasser einige Minuten lang hell-schaumig schlagen.
In einer dritten Schüssel die Haselnüsse, Semmelbrösel, Backpulver, Zimt, Rum und Zitrone vermischen. Nun die Hälfte dieser Masse sowie die gesamten Karotten zur Eigelb-Masse geben und gut verrühren. Dann die zweite Hälfte der Nuss-Mischung dazugeben.
Zuletzt den Eischnee mit einem Löffel oder Spachtel vorsichtig unterheben und den Teig dann sofort in die Förmchen füllen und in den Ofen schieben.
Der Teig geht nicht allzu auf, also könnt ihr die Förmchen ruhig voll machen. Die Cupcakes werden nun für 20 - 25 Minuten schön goldbraun gebacken. Mit dem Stäbchentest könnt ihr feststellen, wann die Cakes fertig gebacken sind.
Während die Cupcakes backen, wird das Frosting zubereitet.
Wichtig dabei ist, dass Butter und Frischkäse wirklich dieselbe Temparatur haben.
Die Butter mit dem Puderzucker 3 - 5 Minuten hell aufschlagen. Nun mit einem Schneebesen (nicht Mixer!) den Frischkäse unterheben und die Vanille dazugeben. Zuletzt noch den Kokos-Aufstrich unterheben. Das Frosting bis zum Verwenden kühl stellen.

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, könnt ihr das Frosting aus dem Kühlschrank nehmen und die Cupcakes dekorieren. Ich habe dazu eine offene Sterntülle verwendet. Die kleinen Schokoeier sind von Milka und haben eine Milchfüllung.


Montag, 16. März 2015

Grüne Gedanken oder: Irish Brown Soda Bread

Ihr Lieben, morgen ist SAINT PADDY'S DAY!!
Als Irin im Herzen wird der bei mir natürlich gefeiert, manchmal mit eklig grünem Bier im "authentic" Irish Pub, letztes Jahr mit leckerem Baileys Cheesecake und heuer mal mit schönen Erinnerungen und einem knusprig - saftigem Brot.


Als ich vor ein paar Jahren den ganzen Sommer in Irland verbrachte, hatte ich ziemlich schnell die Nase voll von Toastbrot. Schwierig, dort was andres zu finden.
Aber auch wenn der lokale Supermarkt oftmals den Anschein macht, als gäbe es in diesem Land tatsächlich NUR Toastbrot, gibt es viele wunderbare irische Brotsorten. Man muss sie nur finden.
Ich erinnere mich an einen Sonntagslunch in einem Pub an der Atlantikküste, es gab hausgemachte Gemüsesuppe und ein umwerfend fantastisches Brot dazu. Das war BROWN SODA BREAD.
Der Geschmack dieses Brotes schafft es jeden Mal, mich an viele wunderbare irische Orte zurückzuschicken. Kein Wunder also, dass ich es seit Jahren immer wieder backe.


Das Rezept ist wirklich supereinfach und lässt sich leicht variieren, man kann zum Beispiel ein paar gehackte Walnüsse in den Teig mischen oder das Brot vor dem Backen mit Haferflocken bestreuen.
Am köstlichsten ist das Brown Soda Bread übrigens frisch aus dem Ofen mit gesalzener Butter.
Da knicken bei mir jedes Mal die Knie ein.



IRISH BROWN SODA BREAD

(für einen Laib Brot)

250g Weizen - Vollkornmehl (wer möchte, kann auch gerne mit Dinkel backen!)
200g Weizenmehl
1TL Natron
1TL Salz
1 Bio-Ei, M
350ml Buttermilch
1TL Honig

Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Das Mehl mit dem Natron und Salz gut vermischen.
Das Ei mir der Buttermilch und dem Honig mischen und dann zur Mehl-Mischung geben.
Mit einem Knethaken oder mit den Händen den Teig verarbeiten.
Der Teig ist nicht besonders fest, deshalb kippe ich ihn einfach immer auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech, das sieht dann ein wenig aus wie eine Kuhflade, hihi ;)
Nun mit einem Messer ein tiefes Kreuz in den Teig schneiden und eventuell noch etwas mit Mehl bestäuben.
Das Brot nun 20 - 30 Minuten backen. Ein guter Test um zu checken, ob das Brot fertig gebacken ist: wenn man auf die Unterseite des Brot klopft, sollte es hohl klingen.




Sonntag, 1. März 2015

Ganz bald! oder: Marmor - Gugel an Frühlingsblumen

Sonne, Sonne, Sonne und das tagelang. So sahen die letzten Wochen in Innsbruch aus. Der Frühling sagte schon mal zaghaft HALLO und wenns nach mir geht, kann und darf er gerne bleiben. Jetzt hat er sich wieder zurückgezogen, aber ich versuche mal, ihn mit dem heutigen Rezept wieder etwas anzulocken.
Dass ich kein Wintermensch bin weiß hier vermutlich eh jeder (siehe Mangel an Winter- und Weihnachtsrezepten), und auch wenn der Winter sich hier seit ein paar Jahren immer sehr in Grenzen hält muss ich jedes Jahr aufs Neue entdecken, wie glücklich es mich macht, wenn die warmen Jahreszeiten wiederkommen.


Bei mir gehts wieder mal rauf und runter, ich hab einiges zu tun und habe heute deshalb kein superduper fancy Rezept für euch sondern zeige euch einen ganz einfachen, klassischen Marmorkuchen, den ich in meinem Lieblingsbackbuch gefunden habe. Da ich wie immer meine Backkreationen an Freunde und Arbeitskollegen weitergebe, habe ich keinen großen sondern viele, kleine süße Marmorgügelchen gebacken, die lassen sich gut auf eine Probe mitnehmen und sind dank mundgerechter Größe ein perfekter Snack für Zwischendurch.
Mal schauen, ob der Frühling sich bei diesen blumigen Bildern wieder bemerkbar macht....


MARMOR - GUGEL IM MINIFORMAT
(für 15 - 20 Minigugel, für einen klassischen Kuchen einfach die dreifache Menge nehmen)

für den Teig
60g weiche Butter
60g Feinkristallzucker
1 Bio - Ei, M oder L
1/2TL Vanillezucker
50g Mehl
1/4TL Backpulver
10g Kakaopulver
etwas Milch

für die Deko
einige Esslöffel Puderzucker


Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich backe Kuchen eigentlich immer mit O&U-Hitze, da der Kuchen dann schön gleichmäßig aufgeht. Die Backzeit verlängert sich dadurch zwar etwas, aber das lohnt sich!
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker hell 2- 3 Minuten  aufschlagen, dann das Ei dazugeben und gut einarbeiten.
Das Mehl mit dem Backpulver auf die Masse sieben und unterheben.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen und zu einer Schüssel das Kakaopulver sowie ein bisschen Milch geben, so dass die Masse schön cremig wird.
Ich habe die beiden Teigsorten nun in zwei verschiedene Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle gefüllt und dann die kleinen Gugelförmchen (ich verwende eine Silikonbackform) erst mit dem hellen und dann mit dem dunklen Teig befüllt. Mit einem Zahnstocher die Teigsorten vorsichtig miteinander vermischen, so dass ein Marmormuster entsteht.
Die kleinen Gugel nun ca. 20 - 30 Minuten backen, bis sie etwas aufgegangen und goldbraun gebacken sind.
Auskühlen lassen, dann die Gugel aus den Förmchen lösen und mit Puderzucker dekorieren.
Wenn ihr einen großen Marmorkuchen backen wollt, verlängert sich die Backzeit auf 45 - 50 Minuten.


Freitag, 13. Februar 2015

Herzchen? oder: Mini Rotwein - Cupcakes

Einmal Schulterklopfen bitte, ich habe es tatsächlich geschafft, noch VOR dem Valentinstag ein Rezept zu posten und es hat auch noch was mit Herzchen zu tun!! Juchu!
Gefeiert wird dieser Tag bei mir eher selten, fleißige Leser meines Blogs wissen aber, dass ich diesen Tag gerne nütze um meinen Freunden zu sagen, wie gern ich sie habe.
Dieses Jahr gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und setzte mich in einen knallgrünen Fernbus, um bei einer meiner Liebsten zu sein: meiner auswanderfreudigen Schwester!
Die Minicupcakes kommen natürlich mit in den Bus und vielleicht schafft es ja der eine oder andere auch bis nach München...


Der Versuch, die kleinen Rotweincupcakes etwas valentinstagstauglicher zu machen ist nicht unbedingt gelungen....man erkennt die kleinen Cranberry-Herzchen womöglich erst auf den zweiten Blick.
Ansonsten passen die Cupcakes aber wirklich gut zum Tag der Liebenden, sie sind nämlich mit ganz tollen Dingen gefüllt: Schokolade (macht glücklich), Rotwein (macht locker) und die niedliche Größe der Cupcakes sichert jeder Backfee das eine oder andere Kompliment.


Ich wünsche euch einen ganz schönen morgigen Valentinstag, egal mit wem ihr ihn verbringt. Und zu eventuellen Heulattacken (für einsame Seelen ist so ein Tag einfach kacka) passen meine Cupcakes auch. Wie gesagt: Schokolade. Rotwein.



MINI ROTWEIN - CUPCAKES
(für 20 - 24 Stück)

für die Ganache - bitte am Vortag zubereiten oder mind. 8 Stunden vor Verwendung
200g Zartbitterschokolade
100ml Sahne

für den Teig
50g Zartbitterschokolade
125g Butter, weich
75g Zucker
1/2 Päck. Vanillezucker
2 Bio-Eier (M), Raumtemperatur
125g Mehl
1TL Backpulver
1/2TL Zimt
1/2EL Kakaopulver
60ml Rotwein, trocken
50g geriebene Mandeln

Deko
Cranberries

Für die Zubereitung der Ganache die Schokolade klein hacken und die Sahne in einem Topf erhitzen. Wenn sich Bläschen am Rand bilden und die Sahne beinahe aufkocht, den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade dazugeben. Gründlich verrühren, bis alle Stückchen Schokolade geschmolzen sind. Dann die Ganache bei Raumtemperatur mindestens 8 Stunden ruhen lassen und kurz vor dem Dekorieren mit einem Handmixer fluffig aufschlagen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Mini-Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Die Schokolade kleinhacken.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker 1 - 2 Minuten hell aufschlagen, dann die Eier einzeln dazugeben und gut einarbeiten. Mehl, Backpulver, Zimt und Kakaopulver auf die Masse sieben und vorsichtig einarbeiten. Zuletzt den Rotwein, die Schokolade und Mandeln dazugeben und die Masse kurz aber gut verrühren.
Den Teig auf die Förmchen verteilen (1TL pro Förmchen reicht) und die Cupcakes ca. 15 - 20 Minuten goldbraun backen. Mit dem Zahnstochertest könnt ihr feststellen, ob die Cakes fertig gebacken sind.
Nachdem ihr die Ganache aufgeschlagen habt, könnt ihr mit Hilfe einer Spritztülle kleine Tuffs auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen und diese dann mit Cranberries dekorieren.


Mittwoch, 28. Januar 2015

Chocolate Confessions oder: Pralinen und ein Blog Award

Guten Tag ihr Lieben,
in den letzten Wochen habe ich zwei Blog-Award-Nominierungen erhalten (zum einen von meiner lieben Schwester Mirjam und zum andern von Laura - vielen Dank dafür!!) und obwohl ich eigentlich kein so großer  Fan davon bin habe ich beschlossen, einfach mal ein paar Kleinigkeiten über mich zu erzählen, wie es bei den meisten Awards ja so üblich ist.
Oben drauf gibt's für euch auch drei Pralinen - Rezeptideen, passend zum kommenen Valentinstag ;)


FACT #1: Adoptiert?!
Als ich 14 Jahre alt war besuchte ich zum ersten Mal ohne meine Eltern (es war eine Klassenreise) das Ausland, und zwar England. Nach dieser Reise musste ich feststellen, dass ich alles an diesem Land aus tiefstem Herzen liebte, angefangen vom Akzent bis hin zu den Royals und Scones. Deshalb kam mir plötzlich die seltsame Idee, dass ich vielleicht adoptiert sein könnte und meine Vorfahren Briten waren.
Nun ja, inzwischen ist mir klar: ich bin einfach nur ein Freak und genetisch eindeutig Tirolerin.

FACT #2: Catperson
Ich bin eine absolute Katzenperson. Man sagt ja, dass die meisten Menschen entweder Katzen oder Hunde mögen, also ich mag eindeutig die Katzen. Katzenbabys sind das allersüßeste auf der Welt, die WhatsApp - Unterhaltung einer guten Freundin und mir besteht manchmal tagelang nur aus lustigen oder niedlichen Katzenfotos. Ich sehe mich in Zukunft auch eindeutig als Besitzerin einer Katze, momentan ist das durch meinen "abenteuerlichen" Lebensstil leider noch nicht möglich...

FACT #3: Große Träume
Seit ich ein Kleinkind bin liebe ich das Schauspielen und seit bereits über 10 Jahren habe ich auch den Berufswunsch, Schauspielerin zu werden. Im Juli letzten Jahres hat sich dieser Wunsch dann in Wirklichkeit verwandelt, denn da habe ich mein staatliches Diplom gemacht und bin seitdem hauptberuflich Schauspielerin. Noch stehe ich ganz am Anfang meiner Karriere, aber ich zweifle nur ganz selten daran, dass mein Plan nicht funktionieren wird. Ich gebe nämlich immer alles was ich habe, wenn es ums Schauspielen geht und in meinen Augen sind Vertrauen, harte Arbeit und etwas Glück (dieses kann ich leider nicht beeinflussen) der Weg zum Erfolg.


FACT #4: Lieblingsmensch
Mein Lieblingsmensch auf dieser Welt ist meine Schwester Mirjam, die zwei Jahre nach mir auf diese Welt kam. Wir haben in den letzten 21 Jahren ALLES durchgemacht, wird haben uns geliebt, blutig gekloppt, richtig viel Blödsinn angestellt, wochenlang nicht miteinander gesprochen, die schönsten Urlaube verbracht, unsre Eltern mutig ausgetrickst, stundenlang über Männer und fiese Mädels gelästert, gelacht bis zum Umfallen und uns gegenseitig aus Lebenskrisen gerettet. Seit Jänner lebt sie jetzt fast 200 Kilometer weit entfernt, in München, und ich muss mich erst mal dran gewöhnen, dass sie (schon wieder) so weit weg von mir ist.

FACT #5: Perfektionismus
Ich bin ihm leider hoffnungslos verfallen. Nicht nur im Job, auch beim Backen, Wohnen, Sporteln und im Privatleben strebe ich stets nach Höherem und bin nur selten zufrieden mit mir. Das ist natürlich sehr gefährlich und deshalb arbeite ich seit fast 5 Jahren an diesem kleinen Problemchen. Ehrgeiz ist mir zwar unglaublich wichtig, aber man muss ihn eben mit Vorsicht genießen.
Das Positive daran: egal was ich mache, ich tue es von ganzem Herzen. Wenn ich etwas liebe, dann überschwänglich und euphorisch, wenn ich traurig bin, dann tagelang und mit ganz vielen Tränen.

FACT #6: Geschmackssünden
Ich esse manchmal McSundae-Eis mit Pommes. Und Erdnussbutter- Nutella - Brot. Eine salzige Laugenstange mit viel Honig wandert auch auf meinen Teller. Manchmal muss es einfach ungewöhnlich bei mir sein und wer weiß, welche Geschmacksverwirrungen ich in Zukunft noch so entdecke ;)

Soweit zu mir. Und nun: SCHOKOLADE!

DREIERLEI PRALINEN

Knusper-Bombe
Knusprige Dinkel-Flakes umhüllt von weißer Schokolade, getoppt mit gerösteten Mandelsplittern - mein absoluter Favourit!



Weiche Schale, harter Kern
Im Inneren dieser weißen Schokopraline verstecken sich gehackte Pistazien.


Zartbittere Schätzchen 
Fast schon gesund! Walnusskerne in Zartbitterschokolade, getoppt mit Gojibeeren und etwas Goldstaub.


Für die Zubereitung braucht ihr eine Silikon - Pralinenform, die verschiedenen Zutaten und ein wenig Geduld und Liebe. Füllt die Mulden bis zur Hälfte mit geschmolzener Schokolade, dann könnt ihr die Füllungen auf die Schokolade legen. Mit Schokolade auffüllen und die Pralinen dekorieren. Über Nacht oder 4 - 6 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen, dann könnt ihr die Pralinen aus den Mulden lösen und am besten bald verzehren ;)

Dienstag, 6. Januar 2015

Teatime oder: Tarte Tatin

Kurz vor Weihnachten habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben die wunderschöne Stadt Paris besucht.
Meine Schwester hat dort ihr Auslandssemester gemacht und nach langem Planen und erst hoffnungslosem Termineschieben habe ich tatsächlich ein paar Tage gefunden, um sie dort zu besuchen.


Lieb wie sie ist hat sie einen tollen Plan zusammengestellt, um mir all die Dinge zu zeigen, die ich bei meinem ersten Paris-Besuch vor vier Jahren nicht unterbringen konnte bzw. die mir damals noch nicht so wichtig waren, da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so backbegeistert und vor allem keine Bloggerin war.


Ein kleines Highlight meiner kurzen Reise war ein Besuch im Ladurée - Cafe an der Champs-Élysées. Wir haben uns eine klassische "Teatime" gegönnt und nach nur kurzem Anstehen durften wir den französischen Pattisserie-Tempel betreten.


Nebst klassischem Schwarztee probierten wir auch ein kleines exotisches Maracuja-Törtchen sowie die klassisch französische "Tarte Tatin". Die wird dort warm mit saurer Sahne serviert und hat mich tatsächlich umgehauen. Noch nie habe ich so einen leckeren Apfelkuchen gegessen und obwohl ich mich nach meiner Heimkehr direkt in die Küche gestellt habe, um meine eigenen kleinen Tartes zu kreieren, kommt mein Rezept natürlich bei weitem nicht ans Original ran. Die müssen da wohl eine große extra Portion Liebe und Frankreich reinmischen....trotzdem schmecken auch meine kleinen Tarte Tatins sehr, sehr gut und wurden direkt von meiner Familie nachbestellt.


TARTE TATIN
(für 6 kleine Tartelettes)

für den Teig
eine Rolle fertiger Blätterteig

für die Füllung
3 mittelgroße Kochäpfel, zB. Boskoop, Golden Delicious oder Jonagold
2EL Zitronensaft
80g Zucker
35g Butter
 
Für dieses Rezept braucht ihr sechs kleine Tarteletteförmchen.
Die Blätterteigrolle ausrollen und sechs Scheiben ausschneiden, welche dieselbe Größe wie die Förmchen haben. Die Scheiben kühl stellen.
Danach werden die Äpfel geschält und in ca. 3-5mm dünne Scheiben geschnitten. Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und erstmal zur Seite stellen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Den Zucker in einen großen Topf geben auf mittlerer Stufe erhitzen. Der Zucker soll nur langsam schmelzen. Dabei den Zucker nicht umrühren sondern einfach stehen lassen. Wenn die Ränder braun werden, die Hitze ein bisschen reduzieren und warten, bis der gesamte Zucker goldbraun geschmolzen ist. Aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird und früh genug vom Herd nehmen!
Den geschmolzenen Zucker auf die Förmchen verteilen, es reicht ein Klecks pro Förmchen, etwas größer als eine 2- Euro - Münze.
Nun die Apfelscheiben in die Förmchen legen, je nachdem wie ihr wollt quer durcheinander oder schön geschichtet.
Nun kleine Butterflöckchen auf die Äpfel geben und zuletzt die Teigscheiben auf die gefüllten Förmchen legen und die Ränder innerhab der Form festdrücken, nicht über den Rand hinaus!
Die Tartelettes nun ca. 30 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen.
Nun die Tartelettes vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Kühlgitter oder großen Teller/Schneidbrett stürzen. Gegebenenfalls die Ränder leicht mit einem Messer lösen.

Die Tartelettes schmecken am besten lauwarm und sind mit normaler genauso wie mit saurer Sahne (zB. Creme Fraiche) zu genießen. Ich fand auch die Kombination Apfelkuchen & Schwarztee seeehr lecker....




Das Rezept habe ich von einem Rezept auf kuechengoetter.de abgewandelt, die hübsche Teetasse wanderte in Paris bei ZARA HOME in meinen Einkaufskorb...

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Vorfreude oder: Schoko - Cranberry - Minipies

Kaum zu glauben, aber wahr: ich schaffe es tatsächlich, noch VOR Weihnachten ein Winterrezept zu posten!!
Endlich hab ich ein wenig Freizeit und darf mich voll und ganz auf die bevorstehenden Feiertage konzentrieren. Geschenke basteln und verpacken, Otis Reddings "White Christmas" lauschen, Kekse und andere Feinheiten backen, die Weihnachtstorte planen und ganz nebenbei eben mal kurz nach Paris jetten - so sieht meine (kurze) Vorweihnachtszeit in diesem Jahr aus.


Der Schnee lässt noch ein wenig auf sich warten im Alpenland Tirol, vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr, endlich mal wieder weiße Weihnachten zu feiern. Und falls nicht, streue ich einfach Unmengen Puderzucker in meinen Garten. Manchmal muss eine Frau eben tun, was eine Frau tun muss....


Mein erstes Weihnachtsrezept in diesem Jahr (und vermutlich auch das einzige) sind kleine Schoko - Cranberry - Pies, inspiriert durch die britischen "Mince Pies", an die ich mich noch immer nicht getraut habe. Für den Tiroler Gaumen ist diese Spezialität doch etwas ungewöhnlich.
Zumindest optisch gleichen sie dem Original aber sehr - und lecker sind sie auch. Schmecken Briten UND Tirolern.



SCHOKO - CRANBERRY - MINIPIES
(für 8 Stück)

für den Teig
120g kalte Butter, gewürfelt
175g Mehl
1/2 TL Salz
60g Zucker
1 Eigelb

für die Füllung
100g Vollmilchkuvertüre
30g Butter
eine handvoll gehackte Walnüsse
50g getrocknete Cranberries, zerhackt

Für den Mürbteig 8 Mulden eines Muffinblechs einfetten und mit Mehl bestäuben. Ihr benötigt außerdem einen runden Keksausstecher (ich habe eine kleine Tarteletteform verwendet), die größenmäßig zu den Muffinmulden passt. Weiters benötigt ihr einen Stern-Keksausstecher, der größenmäßig auf die Oberfläche der Pies passt.
Die Butter mit dem Mehl, Salz, Zucker und Eigelb mischen und gut kneten, bis ein fester Teig entstanden ist. Den Teig in einen Ball formen, in Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Nach der Ruhezeit den Teig 0,5cm dick ausrollen und mit einem großen Keksausstecher oder einer kleinen Tarteletteform 8 Kreise ausstechen. Die Kreise in die Muffinmulden legen und mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen.
Aus dem restlichen Teig 8 - 10 Sterne ausstechen (ich backe immer ein paar Reservekekse) und dann die Förmchen und Sterne in den Backofen schieben.
Die Sterne werden als erstes fertig, passt also auf, dass sie nicht zu dunkel werden.
Etwa 5 - 10 Minuten später sollten auch die Förmchen goldbraun gebacken sein.
Die gebackenen Teile auskühlen lassen und die Füllung zubereiten.
Dazu die Schokolade mit der Butter überm Wasserbad vorsichtig schmelzen und dabei immer wieder gut unrühren. Wenn eine schokoladige Masse entstanden ist, die Nüsse und Cranberries dazumischen und dann die Füllung mit einem Teelöffel auf die ausgekühlten Förmchen verteilen.
Sofort einen Stern in die Masse drücken.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben - und fertig!